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lmspiel, wobei er sich vorzüglich durch seelenvollen Vortrag des Gesanges auszeich-nete. Doch bildete er sich auch als Clavierspieler aus, so weit dies für einen Com.ponisten und Dirigenten fast unerläßlich nöthig ist. Er trat zuerst 1824 in Wienin einem Concert aus, das meist aus Gesang, Solo und Chören bestand und ihmgroßen Beifall gewann. In demselben Jahre ging er in Paganini's Gesellschaft nachOberitalien. Bald jedoch wurde der Musiker der Virtuosität überdrüssig und warfsich vorzüglich auf die Composition. Es ist ihm ein bedeutendes Talent dafür nichtabzusprechen, doch wirft er sich zu sehr auf den materiellen Effect und schreibt zuviel für das Concert; weniger Virtuosenstücke, als eine gewisse Gattung vonConcertstücken für das Orchester und den Chor, die sich von den bishc-rigen For- ^ Dtmen entfernen, ohne ein ästhetisches Bildungsgesetz in sich zu tragen. Er scheintdiese Gattung auch nur zu wählen, um mit reichern Kunstmitteln wirken zu kön-nen, in deren Anwendung er indessen eine sehr geübte Geschicklichkeit besitzt. Ohneeme innere, mit der Form des Gedankens zusammenhangende Nothwendigkeitbleibt Alles, auch die wohlklingendste Instrumentation, nur etwas Aeußerliches,und wird niemals zu etwas wahrhaft Schönem. Besonders ist dies bei P 's Ge-sangcompositionen zu erkennen, wo die Singstimme immer nur als Instrumenterscheint und der eigentliche Ausdruck, die Bedeutung des Gedichts, meist auferschreckende Weise vergriffen und misverstanden werden. Im Herbst 1828 ginger über Prag nach München, wo er einige Concerte gab, besuchte mehre süddeut-sche Städte, hielt sich lange in Mainz auf, reiste darauf 1830 nach Hamburg,im Herbste desselben Jahres nach Berlin, und 1831 — 32 nach Norwegen. Erhat sich durch die Concerte, welche er veranstaltet, in denen er jedoch nie als Vir-tuose, sondern stets als Componist und eifriger Dirigent auftritt, zwar allgemeinbekannt gemacht, indessen doch noch nichts geliefert, was einen dauernden Ruf be-gründen könnte. Seine frühern Werke sind in Wien, die spätem meist bei Schottm Mainz erschienen. Es ist manches, dem Ohr Gefällige, manches Lobenswerthedarunter, eine Arbeit von Bedeutung aber, die ernstes Studium und tiefere Kunst-bildung verriethe, ist uns darunter bisher noch nicht vorgekommen. (20)
Pan o ska (Theodor), gegenwärtig zu Paris lebend, gehört zu den ausge-zeichnetsten Archäologen, die aus Manso's Schule und Böckh's Hörsaale hervor-gegangen sind. Er machte sich zuerst, nach Vollendung der Studien in Berlin,durch eine Schrift: „Res Sammi-uln" (Berlin 1822) bekannt, die durch Reich-thum des Inhalts und Genauigkeit der Angaben sich auszeichnet. Bald daraufging P. nach Rom, wo er, zusammentreffend mit seinem Freunde Gerhard, sichausschließender dem Studium der alten Kunstdenkmale hingab. Besonders zogendie Gesäße von gebrannter Erde ihn an, und die Massen antiker Thongefaße, diezu jener Zeit zu Tage kamen, gaben seinen Forschungen einen fast unübersehbarenBereich. Er lebte diesem Zwecke unausgesetzt in Italien und zum Mitgliede derherculanischen Akademie in Neapel ernannt, konnte er an dem Werke: „Neapelsantike Bildwerke" (Stuttgart 1828), den erwünschten Antheil nehmen, und ganzallein stammt darin von ihm der die Vasen angehende Abschnitt. Als eine andereFrucht seiner vielfältigen Studien in diesem Gebiete sind die „Leckerckes cur lesveritadles nums ckes vases grecs" (Paris 1830) anzusehen, die schon in Pariserschienen, wo P, der mit den Herzogen von Blacas und von Luynes in genauereBeziehung getreten war, seinen Aufenthalt genommen hatte. Das „Nusee vis-«äs", das er dort herauszugeben ansing, mag, durch die Ungunst der Zeit unter-brochen, nicht weit gediehen sein, wenigstens besitzen deutsche Sammler kaum da-von Kunde. Gleich bei der Stiftung der hyperboreischen Gesellschaft in Rom zumMitgliede ernannt und chatiger Theilnehmer an ihren „^.rmAli" und dem „Lullet-tmo", wurde P., seit seiner Verpflanzung nach Paris, dirigirender Secretair desInstituts für diese Hauptstadt und einer der Mittelpunkte für seine vielfältigenVerzweigungen. (14)