Pampasindianer
Panny
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über die belgischen Angelegenheiten verfaßte, ehrenvoll bethätigt. — P.'s jüngererBruder, William Temple, ist Gesandtschastseccetair in Petersburg.
Pampasindianer. Die Spanier in Buenos Ayres haben diesen Na-men einem indianischen Volksstamme gegeben, welcher sich in den großen Grasebe-nen aufhalt, die den Namen Pampas führen. Diese Pampasindianer sind seit langerZeit durch ihre immerwahrenden Kampfe mit den Spaniern des Vicekönigreichs Bue-nos Ayres berühmt, und noch jetzt pflegen sie großentheils aus dem Berauben der dieseEbenen durchziehenden Reisenden und dem Plündern der einzelnen Wohnungen oderkleinern Ortschafren ein Gewerbe zu machen. Die Pampasindianer bestehen nachBalbi aus den beiden Stämmen der Divihets und Taluhets, welche mit den Che-chehets und Leuvuches zusammen die Nation der Puelches ausmachen. NachFalkener bilden dagegen die Leuvuches einen Zweig des Stammes der Tehuelhcts,welcher mit den Patagoniern gleicher Abstammung ist. Der Stamm der Talu-hets soll bis in die Gegend der Lagunen von Guanacache in den Provinzen Mcn-doza und San-Juan wohnen; doch hat er sich, wie es scheint, jetzt zu dem übrigenTheile der Pampasindianer weiter südwärts gezogen. Alcedo sagt, die Indianervon Cuyo oder Mendoza würden daselbst Guaxos genannt und stammten vonden Pampasindianern, ihren östlichen Nachbarn, ab. Nach Azara sind die Pam-pasindianer den ersten spanischen Einwanderern unter dem Namen der Querandisbekannt gewesen. Sie sind von dunkler Hautfarbe, und ihr dickes, schwarzes,schlichtes, straffes und langes Haar hängt entweder ganz frei oder in Zöpfe gefloch-ten vom Kopfe herab. Sie haben sehr lebhafte Augen, starke Backenknochen undbreite Kinnladen, Varthaar bemerkt man an ihnen wenig. Ihre Kleidung bestehtaus einem mit einer Schärpe um den Leib festgehaltenen Poncho und einem zwei-ten über die Schultern. Sie sitzen fast immer zu Pferde, leben größtentheilSvon Pferdefleisch, und ihr Lieblingsgetränk ist Pferdeblut mit Branntwein ver-mischt. Ihre Gewandtheit im Reiten ist außerordentlich. Als Räuber werdensie in den Pampas fast nicht weniger gefürchtet als in der alten Welt die Bedui-nen von den die Wüste durchziehenden Karavanen, weshalb auch die Waarentrans-porte durch die Pampas, welche gewöhnlich auf Ochsenwagen fortgeschafft werden,immer einen zahlreichen bewaffneten Zug bilden. Auf ihren Raubzügen, die sie inHorden von 50 — L00 anstellen, überfallen sie die Niederlassungen und führen,wenn ihnen die Bewohner nicht grade in den Weg kommen, nur das Vieh hinweg.Dringen sie aber aus irgend einem Grunde einmal in die Hütten, so machen sie Al-les nieder, außer den Knaben und den Mädchen oder jungen Weibern, welche siefür ihre werthvollsie Beute ansehen und zu Hause sehr gut behandeln. Früherfürchteten sie sehr die Feuergewehre, doch haben sie, seit sie in die Revolutionskriegeverwickelt wurden, diese Furcht verloren, und jetzt ist der Säbel die einzige Waffe, siemit einigem Erfolge anzugreifen, da sie mit ihren großen Lanzen sich nur unbehol-fen verheidigen können. Als Waffe bedienen sie sich auch der Schlinge (Ias5v) undder Kugelschleuder (bvla), welche ihre einzigen Jagdgeschosse sind. Ein lebendigesBild von den Pampas und ihren Sitten har Head in seinen „Rougk notes takenckurinA some rspick jourue^s acro85 tüe(London 18L6) gegeben.
Panny (Joseph), ein beliebter Componist der neuern Zeit, wurde 1794zu Kollmitzberg in Ostreich geboren. Schon in seinem 6. Jahre erhielt er Un-terricht im Violinspielen, das er unter seines Vaters Anleitung hauptsächlichnach Leopold Mozart's Schule studirte, fing bereits im 11. Jahre das Studiumdes Generalbasses an und erhielt von seinem Großvater, einem geachteten Organi-sten, Anweisung zum Orgelspiel. Seine Bekanntschaft mit dem östreichischenHofkapellmeister Joseph Eybler veranlaßte ihn, nach Wien zu reisen, wo er sichentschloß, die Musik zu seinem Erwerbstudium zu machen, und Eybler's Unterrichtin der Compost'tion genoß. P. brachte es zu einer bedeutenden Fertigkeit im Vio-
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