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ten und die Zeit, die er seinen mercantilischen Bemühungen als Buchdrucker undVerleger widmen mußte, hinderte P. bis 1815, in der philosophischen Facultätzu promoviren. Bei dieser Gelegenheit schrieb er eine Abhandlung „SuppIemeMuin lexica ßraecn". Er trat 1822 als Lehrer der Vaterlandsgeschichte auf, undwurde 1817 für das Lehrfach der Geschichte der Statistik angestellt. Wahrenddieser Zeit schrieb er mehre akademische Abhandlungen, unter andern „De in^eniouewtis Ui-Aenteae kispnnn", worin er darzuthun suchte, daß der Charakter dessilbernen Zeitalters der römischen Literatur hauptsachlich aus dem Nationalcharak-ter der damals herrschenden Literatoren, die meist Spanier waren, abgeleitet wer-den müßte. Schon früher hatten indeß P.'s Studien eine andere Richtung genom-men, da er seit 1814 angefangen hatte, sich eifrig mit der Erdkunde zu beschäfti-gen. Er hatte 1819 den größten Theil einer neuen geographischen Darstellungvon Asien vollendet und wollte den Druck derselben beginnen lassen, als ihm Rit-ter's „Erdkunde" in die Hände siel. Er erkannte nun die Mängel seiner Arbeit undstrebte seitdem nach einem höhern Ziele. Erst 1823 erschien als Probe eines um-fassenden Werkes über die gesammte Erdkunde seine Beschreibung von Palastina,die mit Beifall aufgenommen wurde, obgleich den von Clarke und Ritter erhobenenund von P. noch mehr begründeten Zweifeln gegen die traditionnelle Lage des heili-gen Grabes von dem schwedischen Legationsprediger Berggren, der eben aus demMorgenlande zurückkehrte, Widerspruch entgegengesetzt wurde. Ein andererSchwede, Dr. Hedenborg, der 1831 in Jerusalem war und die Sache mit P.'sBuche in der Hand untersuchte, spricht gleichfalls der alten Überlieferung dasWort. Ein Lehrbuch der Geographie, das P. seinem ersten geographischen Werkefolgen ließ, fand in den Schulen Schwedens und Finnlands Eingang. Von demgrößern Handbuche sind bis 1833 vier Bände erschienen, welche den größten Theilvon Asien und die Beschreibung von Palastina in einer neuen Bearbeitung enthal-ten. Dieses mit verdientem Beifall aufgenommene, durch fleißige Quellenbe-nutzung ausgezeichnete Werk ist nach einem größern Maßstabe angelegt als Malte-brun's Geographie. Es nimmt zwar auf die reine Geographie, die beharrendenElemente der Wissenschaft, mehr als ahnliche Werke Rücksicht, umfaßt aber außerder Landesbeschreibung auch die Sitten und Gewohnheiten, die Sprache und Li-terarur, die Religion, die Gesetzgebung und die Urgeschichte der Völker. P. nimmtunter den schwedischen Prosaisten als correcter und gewandter Darsteller einen eh-renvollen Rang ein.
Palmerfton (Henry John, Baron Temple, Viscount), britischerStaatssecretair für die auswärtigen Angelegenheiten, aus der alten Familie Templestammend, ein Nachkomme des berühmten Staatsmannes Sir William Temple, gehört nur zum irlandischen Hochadel, und wurde am 20. Oct. 1784 geboren. Er er-hielt seine Bildung in Cambridge und kam 1805 in das Haus der Gemeinen, wo erauf die Seite der Minister trat und die Regierung durch seine Stimme und seine iEinfluß unterstützte. Er wurde 1809 Staatssecretair für das Kriegsdepartement undbehielt diese Stelle 19 Jahre, bis er 1828 Sir Henry Hardinge zum Nachfolger er-hielt. Beweist die lange Verwaltung jener Stelle, mit welcher nicht der Sitz im Ca-binet verbunden ist, unter Perceval's, Castlereagh's, Liverpool's, Canning's und Go-derich's Verwaltung eine Befähigung für sein Amt, so geht zugleich daraus hervor,daß er wahrend einer langen Zeit seines öffentlichen Lebens sich zu den Grundsätzender Torypartei bekannt haben müsse; aber es ist ebenso wahr, daß er sich später zuCanning's freisinnigen Ansichten neigte und nach dessen Tode Huskisson's politischeGrundsätze unterstützte. Man hat ihm oft Unstetigkeit in seinen Ansichten vorge-worfen, und daran erinnert, daß P. Perceval's Amtsgenosse geworden sei, als„Weg mit dem Papstthum!" das Feldgeschrei war, und die Ansprüche der Katho-liken kräftig verfochten habe, sobald Wellington und Peel die Emancipation vor-
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