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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
421
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Paine

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Werneck im Feldzug amNied.rrhein im I. 1797, schrieb eineGeschichte des fran-zösischen Revolutionskrieges" (3 Bde., Stuttgart 17991801) undGeschichteder parlhenopäischen Republik" (Frankfurt am Main 1801), gab in zwei Schrif-ten eine durch Untersuchungen an Ort und Stelle und durch Briefwechsel ermit-telte Darstellung der Kriegsereignisse in Schwaben in den Feldzügen 1798, 1799und 1800, die den» künftigen Bearbeiter der Geschichte dieser Zeit manche inter-essante Notiz liefern dürfte, und trug schon 1801 in demPatriotischen Appellan die Reichsversammlung in Regensburg" nuf die später vollzogene Grün-dung größerer Staatenmassen in Deutschland unter Mediatisirung der kleinernGebiete an, was viele Sensation und von Seiten der damaligen Stabilen heftigenWiderspruch erregte. Mit dem ersten Jahre des Jahrhunderts begann er dieNa-tionalchronik der Deutschen", die bald, besonders in Süddeutschland, von einemgroßen Kreise gelesen wurde. Seine auf geistige Concentrirung der deutschen Na-tionalkraft abzielende Schrift:Über das Freiheitsprincip im System des deutschenBundes", erschien 1808 zu Nördlingen, als ihm aber 1809 vom Könige Friedrichdie politische Schriftstellern untersagt wurde, wandte er sich zu populairer Dar-stellung der Ergebnisse seiner philosophischen und theologischen Studien in denLotionen aus der Vorschule des Lebens" (StuttLart 1811);Eduard's Wie-dergeburt" (2 Bde., München 1811), dem sehr verbreitetenErbauungsbuchchristlicher Familien" (Gmünd 1814). Zugleich tröstete er sich in der frühernGeschichte des Vaterlandes, woraus eine Reihe von historischen Gemälden ent-stand (Herda", 4 Bde., Freiburg 1811 15). Mittlerweile läuterten undbefestigten sich seine politischen Grundsatze und Ansichten immer mehr, und es gin-gen auch für ihn die Lehren nicht verloren, welche der Stur; Napoleon's, die Wir-kungen desselben auf die Eabinete und aus die Völker und die ihm nachfolgendeNeacuonsperiode enthielten. Darin erkannte er einen Ruf, wieder zu den al-ten Studien zurückzukehren. Es erschienen diePolitischen Lectionen für dieDeutschen des 19. Jahrhunderts" (München 1820) und dieNeue Natio-nalchronik der Deutschen" (1820 ^24). In diesen Schriften, sowie in demmit vielem Beifall aufgenommenen Werke:Über den Obskurantismus, derdas deutsche Vaterland bedroht" (Tübingen 1826), sprach P. die Grundsätzeund das System des Liberalismus aus, der, auf der einen Seite gegen Abso-lutismus und Verfinsterung, auf der andern g.egen revolutionnaire Bestrebungenzum Umstürze des Bestehenden ankämpfend, auf der Grundlage der Gesetzmäßig-keit und der fortschreitenden Reform mit Consequenz, Kraft und Freimuth halt.In diesem Sinne ist auch seinÖffentliches Recht der evangelischen Kirche inDeutschland" (Tübingen 1827) bearbeitet. SeineGeschichte von Würtem-berg" (6 Bändchen, Stuttgart 1827 31) ist für das Volk geschrieben. Inder zweimonatlichen Sitzung der (März 1833) aufgelösten Standeversammlunghat P., der auch durch eine hohe Gestalt und edle Haltung die Blicke der Tribu-nen auf sich zog, eine einfache und würdevolle Sprache geredet und in seinemVotum sich unabhängig und freisinnig gezeigt. In der neuen Sländeversamm-lung blieb er seinen Grundsätzen treu. (43)

Pairie. Die neuesten Ereignisse und Gestaltungen der Verhältnisse inFrankreich und England haben besonders in diesen beiden Ländern die Aufmerk-samkeit des Publicistcn auf die Pairskammern rege machen müssen, wobei es aufdie wichtige Frage ankommt, inwiefern die für sich bestehende aristokratische Auto-rität noch aus einer realen Grundlage ruhe, und in welcher Weise ihre Erhaltungnothwendig, nützlich oder auch nur möglich sein werde. Verwandt ist damit dieFrage über das Zweikammernsystem in andern Ländern und die naturgemäße Zu-sammensetzung sowie die Bedingungen einer Autorität, welche zwischen die Abge-ordneten des Volkes und die Regierung mit der großen Belugniß eingeschoben wird,