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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
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seinem Antritte vorhielt, einen mit republikanischen Institutionen umgebenen mo-narchischen Thron, weshalb er auch von den Legirimisten als ein entschiedener Re-publikaner verschrien wird Bei einigen wichtigen Gelegenheiten, z.B. beidenBerathschlagungen über die Verbannung der altern Bourbons, über den Vendee-krieg und die Verhaftung der Herzogin von Bern, hielt er sehr energische Reden,welche die Ministeriellen höchst aufbrachten. Bei einer Reise durchs mittaglicheFrankreich im Frühjahr 1833 wurde er mit vielem Aufsehen und Geprange vonden Liberalen überall aufgenommen, und zu Lyon war die Rede davon, ihm zuEhren ein großes republikanisches Gastmahl zu geben, we.ches aber unterblieb, dadie Policei Alles that, um es zu hintertreiben. Er redet nicht oft, aber jedes-mal wenn er auftritt, ist die Kammer versichert, daß sie merkwürdige Worte ausseinem Munde vernehmen wird, weshalb auch fast immer einige ministerielle Red-ner bei der Hand sind, um ihm zu widerlegen. (25)

Pähl (Johann Gottfried von), würtembergischer Prälat und General-superintendent, ward am 12. Jul. 1768 in der ehemaligen Reichsstadt Aalen inSchwaben geboren und durch gründlichen Unterricht vorbereitet, bezog er 1784 dieUniversum Alldorf, um Theologie zu studiren. Mittellosigkeit nöthigte ihn, die-sen stillen aber fördernden Musensitz früher zu verlassen als er wünschte; indessenersetzte unablässiger Fleiß auf zwei Vicariaten und seit 1790 auf der kleinen PfarreNeubronn bei Aaalen das Nöthige, wobei er durch tägliche gemeinschaftliche Stu-dien mit dem damals in der Nähe lebenden Salat mannichfaltige Unterstützungund Aufmunterung erhielt. Die Gutsherrschaft, welche Neigung und Anlagefür Verwaltungsgeschäfte an P. bemerkt hatte, übertrug ihm neben der Pfarre auchnoch die Administration des weltlichen Amtes, was ihm in der Folge viele Verwal-tungsgeschäfte beim benachbarten Adel verschaffte. Auf diesem Wege kam er in Ver-bindung mit dem genialen, geistvollen und kindlich guten Fürsten von Ligne; nichtminder beglückend und eine treffliche Schule für die Welt und das Leben ward ihmdas Verhaltniß zu seinem Gutsherrn, dem Feldmarschalllieutenant von Werncckund dessen Familie. Während er hier als Erzieher mitwirkte, besorgte er die weit-läufige amtliche und Privatcorrespondenz des Generals, machte Geschäftsreisenund hatte oft seinen Winteraufenthalt in Regensburg. Aber der Tod des Gene-rals und die damit zusammentreffende Unterwerfung des Rittercantons Kocherunter die würtembergische Souverainetät zerstörte alle seine Verhaltnisse in Neu-bronn, und er übernahm 1808 die Pfarre Affalterbach, unweit Marbach, von wel-cher er 1814 als Pfarrer nach Vichberg kam. Mit dieser Stelle wurde 1827 dasDecanat Heildorf verbunden, das ihm unverhofft einen schönen und geliebten Wir-kungskreis eröffnete. Er wurde 1831 durch das Vertrauen der Wähler von Göp-pingen vermocht, das eigne Mistrauen in seine alternde Kraft zu besiegen, wo erdenn mit großer Stimmenmehrheit zum Abgeordneten gewählt ward. Bald nachdieser Wahl ward er zum Prälaten und Generalsuperintendenten des SprengelsHall ernannt, wodurch er zugleich als amtliches Mitglied in die zweite Kammereintrat. Bei P.'s vorherrschendem Hange für historische Wissenschaften, derauch feinen theologischen Studien die Hauptrichrung auf biblische, Kirchen- undDogmengeschichte und öffentliches kirchliches Leben gab, und bei der Unmög-lichkeit, sich in seinem steten ländlichen Aufenthalt die Quellen und Hülfsmiltelfür die ältere Geschichte zu verschassen, richteten sich seine Blicke auf die Tagesge-schichte, und das große Drama der französischen Revolution, dessen Augenzeuge erwar, gab seiner schriftstellerischen Thätigkeit Stoff und Richtung und veranlaßt?ihn zum fortgesetzten, planmäßigen Studium der Politik und Staatswissenschast.So nahm er, nachdem er mit einigen schönwissenschaftlichen Versuchen aufgetre-ten, an den Bewegungen, welche der würtembergische Landtag von 179/ veran-laßt?, in mehren Flugschriften Antheil, rechtfertigte das Betragen des Generals von