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neral Mmutoli zur Rückkehr genöthigt hatten, gelangte endlich nach Derne, wo ermit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, besuchte die Ruinen von Masachit(Stadt der Bildsäulen), wo ehemals Christen wohnten, drang in die Grabgrottendes Alterthums und zeichnete die noch vorhandenen Gemälde. Hier vertauschteer das Dromedar gegen das gelenke Pferd von Barkah und eilte auf jähen Pfadendurch kriegerische Stämme, überall Nachforschungen anstellend, nach der Haupt-stadt der Pentapolis. Er zeichnete mit großer Sorgfalt die Ruinen derselben, drangsogar in eine gewöhnlich von Hyänen bewachte Wasserleitung vor, reiste daraufsüdckärtß in den wüsten Landstrich der alten Nasamonen, besuchte die Oasis Aud-schelah, die noch denselben Anblick darbietet wie zur Zeit Herodot's, und gelangteüber die Ammonsoase am 17. Jul. 1825 nach Kahira zurück. Am 12. Nov. warer in Paris, erhielt auf Maltebrun's Bericht den Preis der geographischen Gesell-schaft, wurde von Letronne in der Akademie gerühmt, und bald darauf begann erunter den Auspicien der Regierung die Bekanntmachung seiner „Relation ck'untlans In Nai-marchne, 1a (^reoaigyie", die er 1829 beendigte (4 Bde.,4., nebst Atlas in Folio). Dieses tressliche Werk, zu welchem deutsche Quellen,besonders Ritter und Heeren, benutzt sind, zeichnet sich sowol durch Gelehrsamkeitals durch eine lebendige, anschauliche Darstellung aus. Guyenet unterstützte P.bei Ausarbeitung des Werkes, allein die Mittel seines Beschützers reichten amEnde nicht aus, und P. wandte sich vergebens an die Regierung. Darbend, inder Unmöglichkeit, die Großmuth Guyenet's zu vergelten, gab sich P. am 29. Jan.1829 den Tod. Die geographische Gesellschaft errichtete ihm ein Denkmal. Erhinterließ handschriftlich ein „Tableau Urs tribus nomackes anciennes et mocler-nes", ein „äonrna! <t'un voz-age elnns les Oasis" und eine Sammlung von Zeich-nungen aus dem bewohnten Landsttiche der libyschen Wüste. Sein Name wirdin der Geschichte der Erdkunde eine glänzende Stelle einnehmen. War vor ihmJahrhunderte lang Cyrenaika ein fast unbekanntes Land, so ist jene im Alter-thum gefeierte Gegend jetzt bekannter als mancher Landstrich im Peloponnes oderin Hellas.
Paez (Jose Antonio), Oberbefehlshaber der Arnne von Venezuela undPräsident des Freistaats. Unter den Helden, welche auf dem Schauplatze dessüdamerikanischen Freiheitskampfes aufgetreten, nimmt P. sowol durch die Ori-ginalität seiner Persönlichkeit als auch durch das Glück, welches ihn vom Llanero*)zum Präsidenten erhob, eine der ersten Stellen ein. Sein Charakter wie seineThaten erinnern an die Helden Homer's, aber das südamerikanische Epos ist um soerhabener, da es hier den Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit des Vaterlandesgalt. P. wurde 1780 in dem Flecken Aragua, in den Ebenen von Nueva Barcelona,sudlich von der gleichnamigen Hauptstadt und 20 deutsche Meilen südwestlich vonCumana, von bekehrten indianischen Altern Niedern Standes geboren, die sich vonder Viehzucht, für welche die Gegend trefflich geeignet ist, und vom Ackerbau nähr-ten und in glücklichen Umständen lebten. Der junge P. wuchs unter den Heerdenseines Vaters auf und erhielt keine weitere Erziehung; sein einziges Geschäft warViehzucht. Alle im Lande üblichen Gebräuche hinsichtlich der Zucht des Rind-viehs und seiner Hülung kannte er und wandte sie an. Er war Meister im Bezäh-men wilder Pferde, außerordentlich kräftig, gewandt und ausdauernd in Ertra-gung jeglicher Beschwerde. Achtzehn Jahre alt und des einförmigen Lebens müde,
*) Die Llancros (von Ilnnu, Ebene), welche die unermeßlichen Ebenen Venezue-las b. wohnen, sind bekehrte Indianer oder Abkömmlinge von Indianern und Wei-ßen. Sie schwärmen zu Hunderten durch die Savannen. Nur mit Lanzen bewaff-net, sind sie in ihrer Fechrart den Kosacdn ähnlich, greifen nie in geschlossenen Rei-ben an, sondern zerftreuen sich in allen Richtungen, immer angreifend und unab-lässig den Feind neckend.