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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
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Pacho

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griffe aus die heranziehenden russischen Garden darbor. In der Schlacht beiOftto-lenka kämpfte er mit Heldenmurh gegen die überlegenen Massen der Feinde, bis er,zweimal verwundet, das Schlachtfeld verlassen mußte; seine Tapferkeit und seineAnordnungen aber hatten es den zerstreuten Heerabcheilungen möglich gemacht,sich zu vereinigen. Er verließ das Heer, als jedoch die Gefahr naher rückte, bot er^kaum geheilt, siine Dienste wieder an und wurde zum Befehlshaber des Reserve-corps ernannt, das er früher angeführt hatte. Er hatte diese Stelle noch nichtübernommen, als Slrzynecki den Oberbefehl niederlegen mußte. , Die Kammerntrugen P. die Oberfeldherrnwürde an, aber er lehnte sie ab, da er eine so schwereVerantwortlichkeit nicht übernehmen wollte zu einer Zeit, wo unzahlige Fehler alleHoffnungen auf glücklichen Erfolg vereitelt hatten. Im Generalstabe dienend,nahm er Theil an dem blutigen Gefecht bei Warschau, ging mit dem Heere nachModlin, Plock und Rypin, und an demselben Tage, wo Nybinski auf das preußi-sch? Gebier überging, nahm erfeine Entlassung, um nach Frankreich zu reisen. Un-ter den schwierigsten Umstanden, in einer Zeit, wo die politischen Verhältnisseheftige Leidenschaften erregten, hat er sich stets würdig und uneigennützig gezeigt undseinem Namen die Achtung aller Parteien erworben.

Pacho (Jean Raimond), am 23. Jan. 1794 zu Nizza geboren, vonschweizerischer Herkunft, Sohn eines reichen Kaufmanns, besuchte das EollegiumzuTournon und wurde gegen seine Neigung, die ihn zu den zeichnenden Künsten, zurBotanik und Dichtkunst trieb, zum Studium der Rechte bestimmt. Er verließjedoch 1814 diese Laufbahn, und nachdem er sein vaterliches Erbtheil erhalten hatte,ging er nach Italien. Sein Vermögen nahm ab, und er kam 1817 nach Pariszurück, wo er als Maler lebte, bis ihn sein Bruder, der Kaufmann in Alexan-dria war, zu sich einlud. Er war bald wieder in Paris, um seine Kunststudien fort-zusetzen, und reiste endlich 1822 noch einmal nach Ägypten. Ein LandsmannNamens Jumel, Director einer Baumwollspinnerei des Paschas, verschaffte ihmdas erfodecliche Geld, um Unteragypten zu bereisen; Jumel aber siel 1823 in Un-gnade, starb bald darauf, und P. wäre in die größte Verlegenheit gerathen,wenn nicht der Schweizer Cöleftin Guyenet, Director einer Manufactur des Vice-königs, sich des jungen Reisenden angenommen hätte. Durch Guyenet's Unter-stützung ward es ihm möglich, die fünf Oasen zu bereifen. Als er die Oase des Ju-piter Amnion besuchte, unterhielten ihn die Aulad-Ali-Araber oft von DschabelAch-dan, wie sie die einst von den Griechen angelegte cyrenaische Fünsstadt nannten,und erregten den Wunsch in ihm, diese Gegend zu durchforschen. Der englischeGeneralconsul Salt, dem er seinen Wunsch eröffnete, theilte ihm das Programmder pariser geographischen Gesellschaft mit, worin sie einen Preis für die Untersuchung der Pentapolis aussetzte, und nun war P.'s Entschluß befestigt. Guyenetsorgte für die Kosten; die Generalkonsuln Frankreichs, Englands und der Barbareskcnstaalen gaben ihm Empfehlungsbriefe, und ein junger französischer Orienta-list, Müller, den seitdem nach dem Senegal gereist ist, begleitete ihn. Eyrenaikawar zuvor wenig bekannt. Der Franzose Granger war unter dem Schutze einesRauberhauptmanns nach Eyrene vorgedrungen, sein Bericht aber verloren gegan-gen ; Paul Lucas und Bruce gaben über jene Gegend nur oberflächliche Andeutun-gen; Deila Cella, P.'s Vorgänger, zeichnete nicht; der Pater Pacisique brachtewenig Neues mit; General Minutoli gelangte nur bis zum Katabathmvs, unddas Werk des englischen Schiffscapitains Veechey war noch nicht erschienen. P.reiste im Nov. 1824 durch das Thal Mareotis, über die Trümmer von AbusülTapostris), am Sarazenenschlosse Lamaid vorbei, durch das jetzt öde Land vonDschammerneh, über die Hügel Akabah el Sugaier, Vorstufe der cyrenaischeaBerge, zeichnete die braunen Zelte und die Sitten der dortigen Nomaden aus, zogdann durch das gefürchrete Akabah el Solum, wo trotzige Araberstamme den Ge-

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