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schickte der Großfürst .Konstantin ihm den Befehl zu, die polnischen Truppen ausder Ebene von St.-Denis zu versammeln. Eifersüchtig auf die Bewahrung sei-ner Unabhängigkeit, wollte doch P. durch Widerstreben seinen Laudsleuten nichtschaden, die zu jener Zeit auf Alexanders Zusagen bauten und die Wiederherstel-lung Polens hofften. Er antwortete dem Großfürsten, er h.abe in der Voraus-setzung, daß der Befehl desselben mit den Absichten der französischen Regierungübereinstimme, und durch seine Wunde gehindert, die Polen persönlich anzufüh-ren, den Oberbefehl dem General Kicki übergeben, der zur bestimmten Zeit in derEbenen von St - Denis eintreffen werde. P. widerstand den Auffoderungen eini-ger Generale, in französischen Diensten zu bleiben, und da auch sein Wunsch, indaS neu gebildete polnische Heer zu treten, Hindernisse fand, so nahm er seineEntlassung und besuchte England und Schottland, wo er besonders die Land-wirthschaft zum Gegenstand seiner Beobachtung machte. Er führte eine großeAnzahl schottischer Ackerbauer und Arbeiter auf sein Landgut Dospuda in derehemaligen lirhauischen Woiwodschaft Trocki und gründete eine Musterwirtschaft,von welcher Schmalz eine schatzbare Beschreibung geliefert hat. Sein Beispielfand mehre Nachahmer unter den politischen Gutsbesitzern, und die in Warschaugestiftete Gesellschaft zu Beförderung des Ackerbaus ernannte ihn zu ihrem Präsi-denten. Die öffentliche Meinung hatte ihn schon lange als ein würdiges Mitgliedder Senatorenkammer bezeichnet; aber obgleich der Senat ihn dreimal vorschlug,so wurde doch P.'s Name durch den Kaiser stets von der Liste ausgestrichen, bis erendlich 1825 ohne sein Vorwissen, ohne sich beworben zu haben, zum Senator Ka-stellan ernannt wurde. Bald nachher vermahlte er sich mit der Grafin Mala-chowska und machte darauf eine Reise nach Italien. Aus Florenz sendete er ge-schickte Künstler nach Polen und brachte eine bedeutende Sammlung von Gemäl-dm, Alterthümern und neuern Bildwerken in sein Vaterland zurück. Als Mit-glied des aus Senatoren gebildeten Gerichtshofes, der über die des Hochverrathsangeklagten Mitglieder geheimer Gesellschaften das Urtheil sprechen sollte, gab er,wie in allen entscheidenden Lebenslagen, stets Beweise von der Festigkeit seinerGrundsatze und setzte den Zumuthungen des Großfürsten edeln Widerstand entge-gen. Nach dem Ausbruche der Revolution trat er in den Ministerrats) und erhieltzugleich den Oberbefehl über die bewaffnete Macht. Die Soldaten und die be-waffneten Bürger ermunternd, stellte er die Ruhe her und sicherte Warschau vorjedem Überfall. Als Mitglied der provisorischen Regierung schlug er die Errich-tung einer Nationalgarde vor, und er war es, der den Rath gab, die dritte Jn-fanteriereihe mit Sensen zu bewaffnen, da es noch an Schießgewehren mangelte.Er wurde vom Reichstage zum Mitglieds des Ausschusses ernannt» der wahrendder Dictatur für das Wohl des Landes sorgen sollte, und bei der Wahl eines Re-gierungspräsidenten erhielt er nach Czartoryski die meisten Stimmen. Bereitszum Befehlshaber der neu ausgehobenen Truppen vom rechten Weichselufer er-nannt, ward er, als der Dictator feine Stelle niedergelegt hatte, zum Oberfeld-herrn gewählt; seine geschwächte Gesundheit, aber erlaubte ihm nicht, dieses be-schwerliche Amt zu übernehmen. Bei dem Anrücken der Russen im Febr. 18 iltrat er wieder in Dienst und erhielt den Befehl über die erste aus Fußvolk beste-llende Reserveabtheilung. Im Marz befehligte er 9000 Mann neu ausgehobenerTruppen, die als Beobachtungscorps an der Weichsel standen, und seine Tätig-keit trug viel dazu bei, die Anstrengungen des Grafen Diebitsch, der um jedenPreis über die Weichsel setzen wollte, zu vereiteln. Spater übergab ihm Skrzyneckiden Befehl über die aus einer Infanteriedivision, mehren Reiterabtheilungen und40 Geschützen bestehende active Reserve. P. sprach ein freies Wort, als er wirUnwillen sah, daß die Armee die günstigste Zeit unthatig im Lager bei Jeudrzejewoverlor, während dem Oberbefehlshaber seine Stellung alle Vortheile zu einem An-