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Dritter Band (1833) M bis R
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Otto (König von Griechenland)

milie Kalandruzzi und der 84jährige Maxis standen, genau zusammenhing. Dennals ein von der Regierung zu Nauplia abgeschickter Gouverneur vor dem Hafen er-schien, verweigerte ihm Anastasias Kalandruzzi mit einem Haufen Bewaffneter dieLandung, übernahm selbst wieder das Amt eines Gouverneurs, welches er un-ter Kapodistrias gehabt hatte, ließ das Haus des Hauptes der constitutione ge-sinnten Einwohner, Rothasis, Tag und Nacht mit Wachen umstellen und er-klarte, er werde mit der Regierung zu Nauplia nicht eher in Verbindung treten,bis sie den Seeleuten den rückstandigen Sold ausgezahlt habe, weshalb er es für-thig erachte, einstweilen die Schiffe der Regierung als Unterpfand zurückzubehalten.Im Ganzen war jedoch die Zahl der AnHanger der neuen Regierung ihren Gegnerndeiweitem überlegen, und nur um Gewaltthätigkeiten zu vermeiden, welche demauflebenden Wohlstände der Insel (denn grade hier blühete der Handel noch ammeisten, wie leicht daraus ersichtlich ist, daß sich fortwahrend 66 größere spezzio-tische Kauffahrteischiffe in See befanden, und allein der Getreidehandel von Odessanach Lissabon und den kanarischen Inseln den Spezzioten in den ersten drei Mona-ren des Jahres einen reinen Gewinn von 160,600 Thalern gewahrt hatte) so gro-ßen Nachtheil gebracht haben würden, erduldete man ruhig die am Ende doch vor-übergehenden Ausbrüche einer über den Verlust ihrer Macht leidenschaftlich aufge-regten Partei. Es kam auch in der That bald zwischen beiden Theilen zu Unter-handlungen, welche eine friedliche Ausgleichung zum Zwecke hatten. Die Nolh-wendigkeit, sich an die Regierungen Nauplia anzuschließen, ward den AnHangernder Familie Kalandruzzi durch Vermittler auf eine nachdrückliche Weise vorgestellt,und nachdem man ihnen einige allerdings nicht ungegründete Beschwerden gegendie Regierung eingeräumt hatte, ließen sie sich wenigstens willig finden, gegen eineAbschlagszahlung die Schisse der Regierung, sechs an der Zahl, frei zu geben,während die Insel bis zu völliger Ausgleichung durch eine Commission verwaltetwerden könne. Zu diesem Zwecke begab sich der Mirarch Kalandruzzi zu Anfangdes Iun. selbst als Unterhändler nach Nauplia; allein leider konnte die Regierungbei der Leere des Staatsschatzes keine genügende Vergleichssumme bieten, und sodehielt in Spezzia fortwährend die Opposition die Oberhand, weil die Regierunges für bedenklich hielt, diese reiche Insel wegen der Widersetzlichkeit einzelner Par-teimänner den Übeln Folgen einer gewaltsamen Besitznahme auszusetzen. Leichterwurde die Opposition auf Tinos beschwichtigt, und es gelang der Wachsamkeit derAdmirale Miaulis und Antonios Kriesis, auch der unter der allgemeinen Auflösungder Verhältnisse in einigen Winkeln des Archipels wieder auflebenden Seeräubernschnell und mit Erfolg Einhalt zu thun.

Es wäre daher der Regierung, im Gegensatze einer durch Örtlichkeit undVerschiedenheit der Interessen so sehr getheilten Opposition, gewiß gelungen, baldeine entschiedenere Stellung anzunehmen und zu behaupten, wenn ihr nicht äußereBedrängniß und Mangel an Mitteln überall Hindernisse in den Weg gelegt hätten,die ein planmäßiges Fortschreiten in der neuen Organisation gradezu unmöglichmachten. Wir haben bereits oben bemerkt, daß der in jeder Hinsicht empfehlens-werthe und von der Nothwendigkeit gebotene Plan der Regierung, die um Nau-plia und Argos angehäuften Truppen nach den verschiedenen Eparchien zu verthei-len, von den Vertretern des alten Systems in der Regierungscommission selbst ab-sichtlich hintertrieben wurde. Die nachtheiligen Folgen hiervon, welche bei dergänzlichen Mittellosigkeit des Schatzes vorauszusehen waren, blieben nicht aus.Kolettis hatte ja selbst die Unmöglichkeit, sein Heer länger jenseit des Jsthmos zuerhalten, mit als Hauptgrund seines unabweisbaren Einzugs in den Peloponnesangegeben, und nun sah er sich, ungeachtet des scheinbaren Gelingens seines Pla-nes, dennoch außer Stand, seine Verpflichtungen gegen das auf einem kleinenRäume zusammengedrängte und noch täglich anwachsende Heer, welches bereits

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