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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
383
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Alto (König von Griechenland)

gis ln Gemeinschaft mit einem von der Partei in Nauplia abgeschickten Kapodi-strianer den Plan entworfen, mit Hülse einiger feilen Mainotenhaufen Koron zuj ^ /s besetzen. Die Sache kam auch wirklich zum Ausbruche, die Besatzung empörtesich, und schon war man im Begriff auf den Wallen den Phönix aufzupflanzen,5 ^ als die Bürger zu den Waffen griffen, die Mainoten aus der Stadt warfen und. die Verschworenen mit ihrem ganzen Gefolge zur Flucht nöthigten. Bei den Ver-suchen gegen Kalamata und Nisi kam es nicht einmal so weit, und als spater Ka-lergis, von Schissen aus Spezzia unterstützt, selbst einen Streifzug gegen Argosund Nauplia zu unternehmen wagte, ward er bei Mylos mit bedeutendem Ver-luste zurückgeschlagen, ein Sieg, welcher vorzüglich deshalb von Wichtigkeit war,weil dabei Kalergis' Papiere in die Hände der Regierung fielen, aus welchen manunter Anderm eine wenigstens mittelbare Begünstigung der Gegenrevolution vonSeiten der Russen erkannt haben will. Ungeachtet dieser Unfälle behauptete sichKolokotronis mit seinem Anhang, so weit die Gewalt seines Schwertes reichte.Wg ^ Aus dieses gestützt, hatte er bereits am 10. Iun. von Karitene aus eine Proclama-Slchj lwn an alle Hellenen erlassen, worin erim Namen des souverainen Fürsten vonGriechenland und im Angesicht der hohen Allianz" nicht allein die Regierung zuNauplia, als wider den Willen der Nation eingesetzt, für unrechtmäßig erklärt?,sondern sich auch gegen alle Beschlüsse und Handlungen derer verwahrte,welcheAM »u Argos unter dem falschen Namen von Deputirten versammelt seien". Dasselbewiederholte Tags darauf ein an die Peloponnesier im Befondern erlassener Aufrufzu den Waffen, und obgleich dagegen bereits am 30. Iun. eine von 45 zu ArgoserM versammelten Peloponnesiern unterzeichnete sehr ausführliche Protestation erschien,MM st gelang es doch Nikitas im Laufe des Jul. einen Haufen von 2000 messenischens/mm Bauern durch die Vorspiegelung, daß die zeitherige Abgabe von 25 Procent desErtrags der ihnen überlassenen Nationalgüter bis auf 10 Procent verringert wer-den sollte, wenn sie zu den Waffen greifen würden, förmlich aufzuwiegeln. BeiMikromani stieß Kadschakos Mauromichalis mit ihnen zusammen, mußte zwaranfangs dem Ungestüm des wilden Haufens weichen, trieb sie aber doch endlich,durch einige Compagnien Franzosen und 300 Mann Mainoten unter seinem Bru-der Germanos verstärkt, mit leichter Mühe auseinander. Nikitas selbst zog sichin die Gebirge des obern Messeniens zurück, erhielt aber im Verein mit Kolokotro-nis fortwahrend das Land in einem höchst drückenden Zustande von Räuberei undAnarchie, was ihm um so leichter wurde, da sich die Regierung mit einer nichtganz erfolglosen Defensive begnügen mußte.

Gleichzeitig hatten sich auch auf einigen Inseln und unter der Flotte Be-wegungen zu Gunsten des gestürzten Systems gezeigt, welche die Aufmerksam-keit der Regierung doppelt in Anspruch nahmen. Gleich anfangs hatte sich derMirarch Konstantin Kanaris, welcher überhaupt in den letzten Jahren der Fami-lie des Präsidenten ganz zugethan war, geweigert, auf Befehl der Regierung dieSchiffe, mit welchen er vor Syra lag, nach Nauplia zu bringen; ja er trieb denWiderstand so weit, daß er sich aus eigner Machtvollkommenheit mit seinem Ge-schwader nach Ägina begab, hier 60,000 Piaster, welche grade noch in derMünze vorrärhig waren, in Beschlag nahm, um damit einen Theil des rückstän-digen Soldes seiner Leute zu tilgen und ungeachtet wiederholter Auffoderungenvon Seiten der Regierung hier zurückblieb. Er mochte sich hierbei vorzüglich aufden Erfolg des Widerstandes verlassen, welcher sich in gleichem Sinne auf einigenInseln, namentlich zu Spezzia, zu entwickeln begann. Der Mirarch Kalandruzzinämlich, welcher mit einer andern Abtheilung der Flotte vor Spezzia, seiner Hei-mat, lag, weigerte sich gleichfalls, dem Befehle der Regierung, die SchissenachNauplia zu bringen, Folge zu leisten: eine Weigerung, welche, wie sich bald offen-barte, mit den Planen der Kapodistrianer aus dieser Insel, an deren Spitze die Fa-

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