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Dritter Band (1833) M bis R
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Oömanischcö Reich

Osthaus

schössen zur Besorgung von Verwaltungsgeschäften hat er den Vorsitz gehabt,wahrend der Krankheit des Königs 1828 die Regentschaft geführt, und bei allenGelegenheiten Beweise eines klaren Sinnes, einer ruhigen Besonnenheit und einesprüfenden Verstandes gegeben. Er vermahlte sich 1823 mit Iosephine Maximi-liane Eugenie, Tochter des Herzogs Eugen von Leuchtenberg. Der Name ihresberühmten Vaters, der untadelig durch alle Stürme der Revolution gegangen war,stimmte die schwedische Nation günstig für sie, und eine noch innigere Liebe er-warb sie sich bald durch ihre persönliche Anmuth und die Einfachheit und Sanft-heit ihres Betragens. Erst am 3. Mai 1826 gebar sie ihrem Gemahl einen Er-ben, Karl Ludwig Eugen, Herzog von Schonen, dem spater noch drei Prinzen undeine Prinzessin folgten, Franz Gustav Oskar, Herzog von Upland, geboren am18. Inn. 1827, Oskar Frednk, Herzog von Ostgothland, geboren am 21. Jan.1829, Charlotte Eugenie Auguste, geboren am 24. Apr. 1830 und NikolausAugust, geboren am 24. Aug. 1831. Der erste Name dieses jüngsten Prinzenwar bisher in Schweden nie gebraucht worden, wol aber die schwedische FormNies, und ist überdies sehr unbeliebt, weshalb sich viele misbilligende Stimmengegen diese Wahl erhoben. Der Prinz kommt übrigens allen Wünschen des Vol-kes, so viel er vermag, entgegen. Er tritt stets mit dem würdevollen Anstand undder ernsten Hoheit auf, worin ihm sein Vater als Muster vorleuchtet und im Pri-vatumgang ist er freundlich und heiter. Auf seinen Reisen in Danemark, Deutsch-land und Italien (1822) und spater in Rußland (1830) erwarb er sich Achtungund Zuneigung. (6)

Osmanisches Reich, s. Türkei.

Osthaus (Godehard Joseph), Bischof zu Hildesheim und Administratorder Diöcese Osnabrück, geboren zu Hildesheim am 18. Febr. 1768, zeichnete sichschon früh durch die glücklichsten Anlagen aus, welche unter mancherlei Begünsti-gungen einer höhern Ausbildung entgegenreiften. Wissenschaftlichen Unterrichtempfing er im josephinischen Gymnasium seiner Vaterstadt'und machte so glücklicheFortschritte, daß er, wohl vorbereitet, im 17. Jahre die Hochschule zu Strasburgbeziehen konnte, um den theologischen Studien sich zu widmen. Nach drei Jahrenkehrte er in die Heimat zurück und trat unter der Anleitung seines einflußreichenVaters, des Domsecretairs, Hofgerichtsassessors und Schatzactuars KonradJoseph O., wie empfohlen durch Kenntnisse und sittlichen Werth in mehre Ge-schaftsverhaltnisse; auch erhielt er eine Vicarie am Dome und ein Kanonikatam Moritzstifte. Späterhin empfing er die höhern Weihen und wurde 1789 zumDechant des letztgenannten Stiftes ernannt. Eine milde freundliche Handlungs-weise, wissenschaftliche Fortbildung und eine geläuterte Ansicht des Kirchenthumserwarben ihm um so mehr Achtung, da er dieser auf keine Weise etwas zu verge-ben geneigt war. Durch die französische Unterjochung und durch Errichtung desKönigreichs Westfalen erhielt er bei der Aufhebung des Moritzstiftes eine ganz ver-änderte Stellung; er wurde Cantonmaire und späterhin Domainenadministrator,in. welchen Ämtern er durch Ordnungsliebe und Pflichttreue seinem Vaterlande sowesentliche Dienste erzeigte, daß die Anerkennung seines Wirkens auch noch nachder Vereinigung des Fürstenthums Hildesheim mit der Krone Hanover allge-meine Anerkennung fand. In dem neu gebildeten katholischen Consistorium undin dem Pupillencollegium der Justizkanzlei zu Hildesheim wurde er Mitglied, legteaber, veranlaßt durch geschwächte Gesundheitsumstände 1824 diese Ämter niederund zog sich ganz von öffentlichen Geschäften zurück. Als indeß im Verfolg derUnterhandlungen des Ministers von Reden das katholische Kirchenwesen im König-reiche Hanover durch die Bulle Impeusu roinsnorum ^»ntiücum sollicituckoetc. am 26. Marz 1824 einer Reorganisation entgegenschritt und 1828 demneuen Domcapitel zu Hildesheim zunächst ein Dechant vorgesetzt wurde, erging