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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
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347
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Oskar (Kronprinz von Schweden)

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vielfältige Beweise, wie in seinemGriechisch-deutschen Wörterbuch des NeuenTestaments" (Göttingen 1798); in seinemBibelwerk" (1. Theil, die fünfBücher Mösts enthaltend, Ansbach 1817, 4.); seinerKritik der augsburgischenKonfession" (Baireuth 1831); der Übersetzung des Livius (10 Bde., Mün-chen 182? 33, 12 ); derJlias" (München 1822); demGemeinnützigenFremdwörterbuch" (4. Ausg., Ansbach 1826). In neuem Zeiten aber hat ersich besonders durch seine Bemühungen, den Gebrauch des frischen Wassers alsHeilmittel in den meisten Krankheiten zu empfehlen, in einem weitern Kreise be-kannt gemacht. Mehre Stellen, die er in griechischen und römischen Schriftstel-lern fand, hatten ihn schon auf diesen Gegenstand aufmerksam gemacht, als er dieSchrift des schlesischen Arztes Hahn :Unterricht von der Kraft und Wirkung deskalten Wassers", kennen lernte. Er brachte seitdem die in diesem Buche mitgetheil-ten Erfahrungen im Kreise seiner Angehörigen und Freunde, in Ausübung undverbreitete nach den dabei gewonnenen Ergebnissen mit großem Eifer seine Ansich-ten von der Wirksamkeit der Wassercur. Er sprach darüber in seinervissertutiupdilologico-meclica <ie Nl^uae friFictae usu Oelsinno" (München 1826, 4.); inseiner Schrift:Die indische Cholera, einzig und allein durch Wasser vertilgbat"(Nürnberg 1831, 4.), und derKritik der bisherigen Choleracuren" (Sulzbach1832). Auch gibt er zur Empfehlung dieser Heilart eine periodische Schrift:Dieallemeuesten Wassercuren" (Nürnberg 1829 32), heraus. Er hat in Ver-einigung mit Kolb in Würzburg und Kirchmayr in München einen hydropathischenGesundheitsverein errichtet und führt einen ausgebreiteten Briefwechsel mitJüngern und AnHangern dieser Heilart, deren wissenschaftliche Würdigung demArtikel Wassercuren vorbehalten bleiben muß.

Oskar (Joseph Franz), Kronprinz von Schweden, geboren am 4. Jul.1799 zu Paris, begleitete seinen Vater, den Prinzen von Pontecorvo, als dieser1810 zum schwedischen Thronfolger war erwählt worden, nach seinem neuen Va-terlande, und erhielt den Titel eines Herzogs von Södermannland, den Karl XIII.bis zu seiner Thronbesteigung geführt hatte. Der Graf Cederström wurde zu sei-nem Gouverneur und der damalige Privatdocent, nachherige Professor zu Upsalaund jetziger Kanzleirath af Tannström zu seinem Lehrer ernannt. Die wissen-schaftliche Bildung des Prinzen schritt unter dieser Leitung schnell fort, er lerntedas Schwedische wie ein Eingeborener sprechen und der Dichter Atterbom gab ihmspater von 1819 21 Unterricht in der deutschen Sprache und Literatur. Nach-dem sein Vuter bei seiner Gelangung zum Throne 1818 die Kanzlerwürde derUniversität zu Upsala niederlegte, trat der Prinz an seine Stelle und ging im näch-sten Jahre nach Upsala, wo er die Vorlesungen mehrer Lehrer besuchte, und durcheine glückliche ihm eigne Mischung von Hoheit heiterer Freundlichkeit die in-nigste Anhänglichkeit der Studenten gewann. Der Kronprinz gab dagegen derUniversität viele Beweise seines Wohlwollens. Er und der König schenkten ihr30,000 Reichsrhaler zur Vollendung eines prachtigen Bibliothekgebäudes und erverlieh mehren Studirenden, z. B. dem Dichter Vitalis, Jahrgelder. Spät-rübernahm der Prinz auch das Kanzleramt der beiden andern Universitäten der ver-einigten Reiche, wobei ihn sein ehemaliger Lehrer af Tannström, der noch immerin seiner Nähe wohnt, mit seinem Rathe unterstützt. Die militairische Bildungdes Prinzen wurde neben seinen andern Studien nicht versäumt und er erwarb sichschätzbare Kenntnisse in der Mathematik und den Kriegswissenschaften. Für dieMusik besitzt er ausgezeichnete Anlagen und hat einige größere Compositionen ge-schrieben. Er ist jetzt als Großadmiral Chef der skandinavischen Flotte, Befehls-haber der Haustruppen und Leibgarden des Königs, Oberbefehlshaber in Schonen,Generalfeldzeugmeister und Chef der Artillerie, zweiter Befehlshaber der Bürger-garde zu Stockholm, Kanzler der Kriegsakademie zu Karlsberg. In vielen Aus'