Oersted
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Rosen (London 1831). Aus der poetischen Literatur bemerken wir die Samm-lung alter arabischer Lieder: „Hamäsge carmina cnmf6cdrisii scüoliis", von Frey-tag (Bonn 1828). Eine ahnliche Sammlung: „(üariniria Rockseiliwrum, cumsctwlüs", von Kosegarten, ist unter der Presse. Ferner gehören hierher: „Rosnei mokutlkerat", herausgegeben von Flügel (Wien 1828); „lSpecimen criticumextlibeus locos Ilm XtiÄcmns", herausgegeben von Weyers (1831); „Rructusimperutorum et jocMio in^eoiosorum", von Freytag (Bonn 1832); „HuririiZj^rensis nArrotiones", übersetzt von Peiper (Hirschberg 1832) und die arabischeAusgabe der „Tausend und eine Nacht" von Habicht (5 Bde., Breslau 1825— 31). Aus der biblischen Literatur ist zu bemerken: Rödiger, „De interpre-wtione urubicu libromin vet. test. üistoricorum" (Halle 1829). Die Pressezu Bulak bei Kahira lieferte auch manche arabischen Werke, wie: ,Merück ei ar-wäck", d. i. Die Erquickung der Seelen, eine arabische Grammatik (Bulak1828); ein Verzeichniß aller zu Bulak bisher gedruckten Bücher liefert das„Imirlial usiatiyue", 1831. Das Äthiopische, oder die alte Sprache Abyssi-niens, welche mit dem Arabischen verwandt ist, beschäftigt gleichfalls einige Ge-lehrte. Schatzbare grammatische Untersuchungen enthalten Hupfeld's „Rxercita-tiones aetüiopicae" (Leipzig 1825). In England lieferte Pell Plat einen!c>g»e ottlie etüiopicsl biblical munuscripts ut Raiis, Ronckon, Rom" (London
1823) und eine Ausgabe der amharischen Übersetzung der Evangelien (London
1824). Das Amharische ist ein neuerer äthiopischer Dialekt. Über den Tigre-dialekt, welcher dem alten Äthiopischen sehr nahe steht, und eine darin abgefaßteÜbersetzung der Evangelien sind Nachrichten gegeben im „loums! asmtiyue",1830, S. 284). Angekündigt ist von Pell Plat: „TAe clillasmlis, or aposto-licsl Constitution? of tüe nb^ssininn clmrcü". Das Koptische erhielt eineneue Grammatik in Tattam's „drammar unck ruäimcnts of u Uictionar^ of tüeeg )ptisn InnAuuAe" (London 1829). Die Entzifferung der alten ägyptischenSchrift betrifft Poung's „Ruüimonts of an o ^ptiun Uictionar^, in tüe nncientenckoriizl cdaructor" (London 1831).
Allgemeine Betrachtungen über die orientalische Literatur und die richtigeMethode, deren Werke zu bearbeiten, lieferte Schlegel in seinen „Rettexions surl'öwtte ttes InnAnes nsiutis;ues" (Paris 1832). Als Zeitschrift für die orien-talische Literatur ist vorzüglich zu erwähnen das zu Paris erscheinende „Nouveaujournsl ssiutiyue"; das londoner „^simic journitt" ist weniger wissenschaftlichenInhalts und beschäftigt sich auch mit den Nachrichten über Handel, Verwaltung,Fabriken, Familienverhältnisse Indiens. Als Sammlungen von Abhandlungenüber Gegenstände der orientalischen Literatur sind zu bemerken die zu Paris er-scheinenden „Rxtmits et notices cles mauusci-its tte la dibliotüe^ue ttu Roi";die „'I runsuctions of ttte ro^xtt usiutic societ^ of (ilreut Rritmn unck Ireiuuck" unddie zu Kalkutta herausgegebenen „^.siatic researcttes". (36)
Oerfted (Anders Sandöe), danischer Rechtsgelehrter, jüngerer Bruderdes Physikers O., ward am 21. Dec. 1778 in Rudkiöbing, einer kleinen Stadt derzu Dänemark gehörigen Insel Langeland, geboren, wo sein Vater Apotheker war.Er zeichnete sich früh aus dec Universität zu Kopenhagen aus, wo er seine Studienvollendete. O. wurde ein eifriger Anhänger des Kant'schen Systems, das damalsauch in Dänemark Aufsehen erregte, und verfocht es mit jugendlicher Wärme,mit Umsicht und Scharfsinn, doch zeigten seine spätem und reifern Schriften,daß er von der unbedingten Anhänglichkeit an jenes System zurückgekommenwar, während er stets den hohen Werth der Forschungen Kam's anerkannte.Neben seinen philosophischen Studien betrieb er mit Eifer das Studium derRechte und wurde 1801 als Assessor der Hof- und Stadtgerichte in Kopenha-gen, 1810 als Assessor des höchsten Landesgerichts angestellt, trat 1813 als