Orienkalische Literatur
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Das Tibetanische, oder die Sprache des Landes Butan, gehört zu den-jenigen orientalischen Sprachen, welche bisher noch am wenigsten bearbeitet wor-den sind, obgleich sie eine reiche Literatur besitzt. Wichtig ist daher ein an sich sonstmangelhaftes Werk.' Schröter s „Dictivnar^ ok tüe küvtanta or IZmdan lan-(Serampore 1826). Es gibt uns das erste Fundament zum Studiumdieser in mehrfacher Hinsicht merkwürdigen Sprache. Ebenso wenig waren bisherdie Sprachen Hinterindiens bekannt. Für das Birmanische haben wir jetzterhalten: Hough's „Vocabidar^ en^Iisü and liurman" (Serampore 1825);Judson's „victi()nnl>- of tke burman laliAuage" (Kalkutta 1826). Die Re-ligionsbüchec der Birmanen sind in der Palisprache abgefaßt, einem Dialekte desSanskrit, worüber nähere Nachrichten mitgetheilt werden in Burnouf's und Las-send „Lssai SM- le(Paris 1828). Die erste Grammatik des Siamesi-schen ist geliefert worden in Low's „t^rammar of tke 3Aai or siameso lan-gusge" (Kalkutta 1828). An die hinterindischen Völker grenzen die zahlreichenmalaischen Stamme, für deren Sprache noch Marsden's Grammatik undWörterbuch (London 1812) das beste Hülfsmittel darbieten. Aus der ma-laiischen Literatur erschienen: aimals", übersetzt von Leyden (London182t) und „Alewoirs of a famil?", übersetzt von Marsden (Lon-don 1836).
Unter den Sprachen Vorderindiens zieht am meisten die alte gelebrteSprache des Landes, das Sanskrit, unsere Aufmerksamkeit auf sich. Eineneue Ausgabe von Wilson's Wörterbuch wird bald vollendet sein. Wilson hatjetzt Kalkutta verlassen, um in Oxford die für das Sanskrit von dem Oberstlieute-nant Boden gestiftete, äußerst reich ausgestattete Professorstelle zu übernehmen.Für die Grammatik ist das neueste Werk: Bopp's „Srammatica critica Immuneskmscntae" (Berlin 1832), worin auch schon die Vergleichung zwischen demSanskrit und Zend begonnen worden. Eine Probe der Verlas hat im Original undin einer Übersetzung herausgegeben Rosen in seinem „Ri^vedae specimeu" (Lon-don 1836). An dem „Vrdiad aranjalca", einem Abschnitt des ladsckur Verla, ar-beitet Stenzler. Von Schlegel's Ausgabe des alten Heldengedichtes „Haina-jsna" ist der erste Band (Bonn 1829) erschienen. Die Episode „Natu«" ausdem Heldengedichte „Naüabkarata" lieferte Bopp in einer verbesserten Ausgabe(Berlin 1832). Eine Übersetzung des „Harivansa", welcher als Ergänzung des„illakabüarata" betrachtet wird, hat Langlois angekündigt. Auch die Vuranaswerden jetzt bearbeitet. Der „Lkia^avata?urana^' wird im Original mit Über-setzung von Burnous geliefert werden. Eine Probe des „krakma Vaivarta ?u-räna" lieferte Stenzler (Berlin 1829); eine Probe des „Vadma Vuräna" aberWollhcim (Berlin 1831) ; Schlegel's und Lassen's Ausgabe des „llitopadesa",besonders durch schatzbare Sprachbemerkungen von Lassen bereichert, ward vollen-det (Bonn 1831). Aus den philosophischen Schriften der Jndier hat Lassen Mit-theilungen begonnen in seinem „^innesoplnsta slve indicae plnlrisopldae docu'menta" (Bonn 1832). Ein die indische Arithmetik betreffendes Werk lieferte Co-lebrooke: „Vl^ekra vvitü aritlnnetie and inensurativn", aus dem Sanskrit desBramegupta und Bhascara (London 1827). AuS der schönen Literatur sind zuerwähnen: „l^a reeonnrnssance de 8acc»untala", mit dem Original von Ehezy(Paris 1836), und Wilson's Sammlung indischer Schauspiele, im Original zu Kal-kutta gedruckt (1836 — 31); englisch von Wilson (Kalkutta 1826 — 27); fran-zösisch von Langlois (Paris 1828); deutsch, doch unvollständig, von Wölfs (Wei-mar 1828 — 31). Ferner die beiden Gedichte: „Nalädaja", Original und latei-nische Übersetzung von Benary (Berlin 1836) und „kaAlmvsnsa", Original undlateinische Übersetzung von Stenzler (London 1832). Iu Kalkutta erscheinen fort-wahrend Sanskritwerke im Originaltexte über Religion, Jurisprudenz, Philo-
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