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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
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Orientalische Literatur

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nutzt. Daneben wird das vergleichende Sprachstudium mit Sorgfalt betrieben,welches einerseits die Bildungsgeschichte der grammatischen Formen einzelnerSprachen nach einer historisch-genetischen Methode zu liefern strebt, andererseits dieVerhaltnisse der grammatischen Formen mehrer unter sich verwandten Sprachendarlegt und die Gesetze entwickelt, nach welchen die Entstehung und die allmaligenÄnderungen der grammatischen Formen erfolgt sind. Ein Hauptwerk für diesesvergleichende Sprachstudium ist Bopp'sVergleichende Sprachlehre des Sanskritdes Zend, des Griechischen, Lateinischen, Lithauischen und Golhischen" (Berlin1833). Auf die semitischen Sprachen, die hebräische und die arabische, ist diehistorisch-genetische Methode besonders von Ewald in Göttingen in dessenSprachlehren angewendet werden. Die zu Paris und zu London bestehenden asia-tischen Gesellschaften, sowie die zu Kalkutta, Madras und Bombay gegründeten tra-gen zur Belebung der orientalischen Studien viel bei; doch werden manche derwichtigsten Arbeiten auch durch den bloßen Eifer einzelner Gelehrten zu Standegebracht. Auch im Morgenlande selbst liefern die Druckereien zu Konstantinopel,Kahira, Kalkutta, Luknow, Malakka, Macao bedeutende Werke. Wenn wir die ein-zelnen wichtigern Sprachen des Morgenlandes der Reihe nach betrachten, so wer-den in Bezug auf sie aus der neuesten Zeit vorzüglich folgende Erscheinungen zu be-achten sein.

Für das Chinesische ist ein wichtiges grammatisches Werk: Premare,Hotitia Imgnae sioicae" (Malakka 1831, 4.). Verbesserte Ausgaben der Gram-matik von Remusat und des Wörterbuches von Deguignes, oder eigentlich vonBasilius de Clemona, sind in Paris begonnen werden, aber noch nicht erschienen.Eine chinesische Chrestomathie befindet sich zu Paris unter der Presse. Für denDialekt von Kanton ist ein Specialvocabularium erschienen: Morrison'sVocaüu-I^oktbe Danton üialect" (Macao 1828). DieNotices coucermnF 0kuaäliü tke port of Danton" (Malakka 1823), enthalten die zu Kanton üblichen chi-nesischen Benennungen der dort auf den Markt kommenden Maaren. Über chine-sische Poetik und Prosodie verbreitet sich die Abhandlung von Davis0n tlie poe-tr? oittie (lüinese", im zweiten Bande derl'ransactions of tke ro^al asiaticsuciet?" (London 1830). Von den alten heiligen Büchern der Chinesen erschie-nen in Übersetzung von Collinl'de four books" (Malakka 1828) und das vonConsucius gesammelte Liederbuch:(lonkucii-kmF sive 1 der curmmnm",nach Lacharme's lateinischer Übersetzung herausgegeben von Mohl (Stuttgart183V); desgleichen das Werk der Philosophen Mencius: ,MenF tseu", heraus-gegeben von Stanislaus Julien (Paris 1824 29). Aus der neuern schönenLiteratur der Chinesen ist von Engländern und Franzosen Vieles übersetzt worden.Dahin gehören die Schauspiele:I^aou seng urd, or a keir in Iii« olck(London 1817);Hau koonZ tsevv; or tke sorro^s ofHan" (London 1829),beide von Davis übersetzt;Hoei Inn kl; ou I'tnstoire cerclo ele craie", vonStanislaus Julien (London 1832). Ferner viele Romane und Novellen, wie:Rtw aKectionate pair", von Thoms (London 1820);(lümese novels" vonDavis (London 1822);(lüinese courtstup", von Thoms (Macao 1824);/,1n kiao li; or tüe two fair cousins" (London 1827);(lontes ctiinoiZ", vonRemusat (Paris 1827);Vüe toituuate union", von Davis (London 1829 ».Chinesische Reisebefchreibungen enthalten:i^sarrative of tke ckmeso emdassy totbe XKa» oftko VourAoutü I'artars", übersetzt von Staunton (London 182<);/,? " kouo ko, vu vo^a^e cko cpaelcpws pretres cbinois en 399 411 p. 01,/',von Remusat (London 1833). Eine Übersetzung des alten heiligen BuchesIn Ki"von Julien ist angekündigt. Noch sind zu bemerken: Neumann'sIrauslatioustn>m tko 0binese" (London 1832), enthaltend eine Geschichte chinesischer See-lauber, und einen Katechismus der Buddhisten; und Morrison's0Nin. 'e miscel-

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