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gesichert, Fabriken, Künste, Wissenschaften (z. B. das leipziger Taubstummen-institut w.) unterstützt, das Werner'sche Mineraliencabinet in Freiberg für 40,00t)Thlr. angekauft, wie die mineralogischen Schriften von Titius, die chirurgisch-medicinische Akademie mit neun Professoren und zwei Krankenhausern errichtet, dieKunstakademie erweitert und neu organisirt, durch den Ankauf der Hauptmann'-schen artistischen Bibliothek bereichert, ihre Sammlungen zuganglicher, die Thea-ter unter Intendanz gesetzt, Eadetten- und Pageninstitut in eine Ritteraka-demie verschmolzen. So viele wahrhast fürstliche, durch ihn, den Kundigen,Redlichen, Unermüdeten in den ungünstigsten, chaotischsten Zeiten größtentheilsangeregte, eingeleitete, geförderte und geleistete Dienste und Bauanschlage zueiner bessern Zeit Sachsens verdienten wol, daß ihm gegen Ende 1813 inDresden der St.-Annenorden mit Brillanten, und 1815 in Wien, wohin er durchden Fürsten Hardenberg berufen ward, der Wladimirorden dritter Classe er-theilt wurden. In Wien suchte der von Misgünstigen, in eigensüchtigem Klein-handel Gestörten verlästerte Patriot die beschlossene Theilung Sachsens nach allenKräften abzuwenden. Als sie aber dennoch erfolgte, schrieb er im Apr. 1815 demStaatskanzler Fürsten Hardenberg: „Ew. Durchlaucht haben mir in Wien zuverweilen gnädigst gestattet, bis über Sachsen das Loos geworfen worden. DerWurf ist gefallen. Das grenzenlose Unglück meines Vaterlandes hat mich über-wältigt. Mehre Wochen lang war ich krank. Meine eignen Angelegenheiten ru-fen mich nach Sachsen zurück. Zu dieser Rückkehr erbitte ich mir Höchstdero gnädigeErlaubniß:c." Fürst Hardenberg antwortete hierauf: „Ew. Hochwohlgeboren er-.theile ich sehr gern die Erlaubniß zu der von Ihnen gewünschten Rückreise und zurvorläufigen Entfernung von den Geschäften. Ihre bisherige Thätigkeit und Ihrredlicher Eifer für die Sache Ihres Vaterlandes haben Ihnen den Anspruch auf dieöffentliche Dankbarkeit erworben, und ich werde mit Vergnügen Ihren Wünschen,Ihnen eine Ihren Talenten und Einsichten, sowie Ihrem bisherigen Wirkungs-kreise angemessene Stellung im preußischen Staatsdienste anzuvertrauen, entge-genkommen, sobald Sie Sich hierüber mit Vertrauen gegen mich äußern. Wien,am 28. Apr. 1815. Fürst Hardenberg." Zu edel, um hierin mehr als einenleidigen höflichen Trost zu sehen, der seinen tiefen gerechten Schmerz über das Ver-hängniß seines nach so vielen Leiden noch gar verstümmelten Vaterlandes, das ervon nun an unmuthig verzweifelnd aufgab, keineswegs mildern konnte, beschloßer den Unmuth durch Reisen zu zerstreuen, so jedoch, daß er sich theils einen zeit-wierigen Erholungsort, theils einen Ruhesitz für sein Alter am Ende seiner Fahrtenin Krebs vorbehielt, das ihm als lange von ihm verwaltetes Gut und als Witwen-sitz seiner verehrten Mutter vor allen übrigen — er und sein noch lebender Bruderdesaßen mit Krebs überhaupt vier Güter — die liebste Heimat war. Zu diesemEnde trat er seinen Antheil an diesen Gütern gegen ein Leibgeding seinem Bru-der ab. So bereiste er von j 815 — 28, von Zeit zu Zeit auf eines der Familien-güter zurückkehrend, den Rhein, die Niederlande, Holland, England, Irland,Schottland, die Hansestädte, Schlesien, Ostreich, Ungarn, Dänemark, Schweden, einenTheil Frankreichs, Baierns, Würtembergs, Vraunschweig, die Winter meist inHamburg, Verlin oder Leipzig verlebend. Der Tag, der durch ihn über Sach-sen war herausgeführt worden, hatte freilich auch viele Gebrechen beleuchtet, dieihn scheusten; und wie er damit manche Unzufriedene gemacht hatte, so war es andiesen so Gearteten bei der damaligen politischen Stellung Deutschlands nicht be-fremdlich, daß ihr lauersamer Argwohn dem freisinnigen, selbständigen, raschenund früher einflußreichen Manne anfangs neckend manche Hindernisse in den Weglegte, die er denn aber bald durch redliches Bewußtsein und folgerechte, obwol frei-müthige Unbekümmerniß um diplomatische Wirksamkeit hinwegräumte. Wie eraber auch auf seinen Reisen seine Büchersammlung zu bereichern nie vergaß, so be-