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räthseinrichtungen, die Bknnenabzugsgelder abgeschafft, die Aufhebung des unzek-tigen, ja widerzeitigen Lehnswesens vorbereitet, die Gesetze durch ein Zeitblatt wei-ter verbreitet, erlittene Kriegsschaden durch eine errichtete Hülfs- und Wiederherstel-lungscommission möglichst vergütet und gemildert wurden mittels Steuerfristungoder Steuererlasses. Ebenso wurden Lebensbedürfnisse durch zeitwierige Aufhebungder Eingangsabgaben von ausländischem Getreide und Schlachtvieh, Verminde-rung der Abgaben von auslandischem Branntwein wohlfeiler bezogen. Brand-kassenvergütungen, Aahlungsgestundungen für Holzbedarf aus fürstlichen Wal-dungen, billiger oder unentgeltlicher Ablaß desselben erleichterten den Aufbau desZerstörten. Das Postwesen ward zweckmäßiger zu ordnen angefangen, die bessereLage der Juden vorbereitet. Kirchen- und Volksfeste, Auszeichnung, Belohnung,Beförderung des Talents und Verdienstes, ohne Rücksicht auf Stand, Geburtoder Dienstverwitterung, kräftigten das Einheits- und Ehrgefühl des Volkes. Inder Hofhaltung wurden durch eingezogene oder verminderte Besoldungen unnöthi-ger und müssiger Prunkämter und Stellen (wie der Gesandtschaften, die alleinjährlich über 90,000 Thlr. kosteten), durch Verpachtung der Hofapotheke, ineinem Jahre 570,000 Thlr. erspart. Die landesherrlichen Jagden, die früherjährlich 35,000 Thlr. Zuschuß ersoderten, gewährten jetzt durch eingezogene Jagd-besoldungen, Wildpretsdeputate, Jagdgelder und verminderte Wildschädenvergü-tungen 35 — 40,000 Thlr. Überschuß. Durch Verbesserung des Forstwesenswurden in einem Jahre 31,292 Thlr. Gewinn ermöglicht. Die Pachte der Do-manialgrundstücke wurden erhöht, die jährlich 130,000 Thlr. betragenden Zu-schüsse zu den Stutereien auf 17,700 Thlr. reducirt; das landesherrliche Bau-wesen neu organifirt dem Finanzamt untergeben; die meißner Porzellanmanufac-lur verhieß durch geschmackvollere Fabrikation, Billigkeit, Verbindung mit denSteingut- und Fayencefabriken in Döhlen und Hubertusburg statt 00,000 Thlr.jährlichen Zuschusses einen sicher zu berechnenden Überschuß. Den gesunkenen Creditder Kassenbillets hob eine Auswechselungsanstalt und in Holland eröffnete Anleihe.Durch ständische Obligationen wurden 30,000 Thlr. Vorschuß erzielt. DasSystem indirecter Abgaben zu vereinfachen wurden Vorarbeiten gemacht. DurchAufhebung der stistischen Kammercollegien und Übertragung ihrer Geschäfte andas Finanzcollegium wurden jährlich 17,212 Thlr. einschließlich der Emolu-mente erspart. 10,697 Thlr. jährlicher Kreis- und Marschcommissionsgelderwurden eingezogen und die Cavalerieverpsiegungsgelder den Steuereinnahmenüberwiesen. Alle Kassen wurden auf eine geleitet, die Finanzoberbuchhaltereiverbessert, eine Kriegsverwaltungskammer errichtet, die jährlich 21,428 —25,900 Thlr. ersparte, sodaß die Generalkriegskasse in zwei Monaten gegen2,500,000 Thlr. ausgeben konnte. Innere Ruhe und Ordnung wurden erhalten,äußere Kriegsspuren durch Thätigkeit getilgt, die Elbschiffahrt neu belebt, Dresdenhergestellt, die sonnensteiner Irrenanstalt wieder brauchbar gemacht, die gefoderteallgemeine Bewaffnung geleistet, laufender Sold und Rückstände gezahlt, Wassen-und Munitionsvorräthe angeschafft, 385,993 Thlr. Wartegelder, Pension undProvision für das Militair in 12 Monaten gezahlt, Militairgebaude herge-stellt, erhalten, Civilbeamte pünktlich besoldet, Zinsen der frühern Staatsschuldenund schuldige Capitale, die 000,000 Thlr. ersoderten, abgeführt, alle Anleihendes Gouvernements bis auf 157,000 Thlr. wiederbezahlt. Die dresdner undmeißner Elbbrücke, die weißenfelser Saalbrücke, der torgauer Damm, die Anlagenmn Dresden wurden hergestellt, der große Garten durch eine angelegte und ver-pachtete Schenkwirthschaft und eine treffliche Baumschule, die Brühl'sche Terrassedurch Freitreppe und zu 500 Thlr. verpachtete Wirthschaft öffentlicher Vergnü-gungsort. Die Überschwemmungschäden wurden vergütet, der Schatullengüter-bestand ergänzt, die Stammschäfereien in Rennersdorf und Lohmen geordnet und