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superslas" (Hamburg 1829, 4.). Der Aendtext ist darin lithographirt, und dieVarianten stehen unten am Rande. Die Ausmahlung eines Textes unter diesenVarianten hat bei unserer noch unvollkommenen Kenntniß der Zendsprache freilichetwas Misliches; indeß ist die Anführung der Varianten jedenfalls verdienstlich.Einen grammatisch-lexikalischen Apparat zur Erklärung des Textes hat O. für dieFolge angekündigt; doch ist seit dem oben angeführten ersten Hefte des Textes bis-her nichts von dem ganzen Werke erschienen. Seit 1830 ist et ordentlicher Pro-fessor an der Universität zu Kiel.- In seinem akademischen Lehramt hat er sichbesonders als Erklärer des Alten Testaments verdient gemacht, und ist auch schrift-stellerisch in diesem Fache durch seine „Emendationen zum Alten Testamente" (Kiel1827) rühmlich hervorgetreten. ' (21)
Dlsner (Karl Ernst), geboren 1764 zu Goldberg in Schlesien, studirtezuFrankfurt a. d. O., und begleitete als Erzieher einen jungen Adeligen, trennte sich abervon seinem Zögling in Wien und begab sich nach Paris, wo er 1789 anlangte.Da hier eben die Revolution begann, so nahm Ö.'s lebhafter Geist an den öffent-lichen Verhandlungen vielen Antheil. Er trat mit merkwürdigen und einflußreichenMännern in Verbindung und lieferteAuffätze in Huber's Zeitschriften und in Archen-holz's „Minerva"; in letzterer gab er Briefe über den Feldzug in der Champagne,dem er selbst beiwohnte, indem er Kellermann ins Lager begleitete. Er blieb abernicht lange dort und begab sich wieder nach Paris. Auf einer Reise in die Schweizwurde er mit Ebel und andern echten Schweizern oder in der Schweiz ansässigenDeutschen bekannt, denen das Wohl des Vaterlandes sehr am Herzen lag. An dieserichtete er die „Briefe aus Paris", die manche interessante Thatsachen aus jener Zeitenthalten und ihres republikanischen Tones halber damals nur in der Schweiz ge-druckt werden konnten. Seine genaue Bekanntschaft mit Sieyes veraniaßte ihn,einige Flugschriften über die Tagespolitik zu schreiben, deren Titel in Barbier's„victionnmre tie8 anonymes" verzeichnet sind. Als Sieyes Gesandter der Re-publik zu Berlin war, ward Ö. auf der Reise nach Schlesien, wo er seine Mutterbesuchen wollte, in VerHaft genommen, aber auf Sieyes' Verwendung wieder inFreiheit gesetzt. Man hat ihn sogar in der Folge für einen Kundschafter Napoleon'sausgeben wollen, welches um so ungereimter ist, da Ö. immerwährend zu den Fein-den Napoleon's gehört hat. Bei seiner Rückkunft nach Paris wurde er Agent derStadt Frankfurt. Als das Nationalinstitut auf die Beantwortung der Frage überden Einfluß des Mohammedanismus auf die Völker des Mittelalters einen Preisaussetzte, bewarb sich Ö. um denselben und bekam ihn 1810. Er gab seine Prcis-schrift in demselben Jahre zu Paris heraus, und von Ebel übersetzt erschien sieunter dem Titel: „Muhamcd, Darstellung des Einflusses seiner Glaubenslehreauf die Völker des Mittelalters" (Frankfurt a. M. 1810). Nach dieser deutschenBearbeitung ist 18<lO zu Franeker eine holländische Übersetzung erschienen. O. solldiese Schrift in der Folge wieder umgearbeitet und in der Handschrift hinterlassenhaben. Sie ist die einzige bedeutende unter seinem Namen erschienene Arbeit, dochhat er Vieles anonym oder unter fremdem Namen drucken lassen, z. V. „PolitischeAphorismen, dem Congreß zu Aachen empfohlen", die Schlottmann (Frankfurt a.M. 1818) herausgab; „Die Bundeslade" (2 Hefte, Frankfurt a. M. 1817), eineden Angelegenheiten des deutschen Bundes gewidmete Zeitschrist, die er bald wiederaufgab. Auch in St.-Simon's politischen Schriften ist Vieles von ihm. Er be-kam 18 l3 einen halb diplomatischen Charakter von der preußischen Regierung,und als Napoleon 1815 von Elba wieder nach Frankreich kam, begab sich Ö>, dernicht wieder unter seiner Regierung leben wollte, nach Berlin. Hier stellte man ihnbeim Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten an. Ö. war aber zu sehr anFreiheit und an die pariser Gesellschaft gewöhnt, als daß ihm diese neue Lage hattelange behagen können. Er gab 1817 seine Stelle wieder aus und kehrte nach Paris