Nobler
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anderswo als einen Abweg zu erkennen anfangt. Außer den bereits erwähntenSchriften gab N. heraus: „Observationes in ?ropertii ca?mi»u" (Leipzig 1818),aeqenLachmann's Eintheilung in fünfBücher; locornm pai-ulleloium
Ä elutinis" (Leipzig 1819); „De metlis Outulü" (Leipzig 1821, 4.); „Ded v stagmentis lidrorum Oiceronis incertorum" (Leipzig 1827); „8j>ecimen uritk-- ^ meticae I^icomacdeae" (Leipzig 1828); und „Cro^mnasmMs poeticu" (Leipzig1833) und besorgte Ausgaben der „Cyropädie" Tenophon's und der sämmtlichenWerke Cicero's. Auch gab er die Veranlassung zur Stiftung des sächsischen Ver-. eins für Erforschung und Bewahrung vaterlandischer Alterthümec ((.Historische
Vereine), der sich 1824 in Leipzig bildete,ttjüdk Nodier (Charles), französischer Schriftsteller, geboren am 29. Apr.1783 in Besannen, wo sein Vater ein richterliches Amt bekleidete, kam frühzeitig^ nach Paris und gab dort einige Romane und Dichtungen heraus. RepublikanerIchtw ^ Neigung, gerieth er aus Anhänglichkeit an seine Jugendfreunde in die royalisti-Wn schen Clubs, welche während der Republik und Kaiserzeit die Opposition bildeten.
A schrieb eine berühmt gewordene Ode gegen Napoleon: „I.U l^u^oleone", kam^ dafür ins Gefängniß Sainte-Pe'lagie, und ward endlich nach seiner Vaterstadt ver-bannt. Unterwegs zu Troyes ward er, weil er einen falschen Paß hatte, verhaftet,allein durch Verwendung seines Freundes des Prafecten Debry wieder freigelassen.N. wollte nun das Juragebirge und die Schweiz bereisen, kam von Neuem in Ver-dacht einer Verschwörung gegen Napoleon, wurde festgenommen, durch Bauernbefreit, irrte brodlos im Gebirg umher, flüchtete sich in Klöster, gelangte endlichin die Schweiz, wurde dort in einer Druckerei Corrector, illuminirte Kupferstiche,ging mit wandernden Italienern verkleidet nach Frankreich zurück und erhielt durchVerwendung seines Freundes Debry eine Professur im Departement Doubs.Neue Verfolgungen nöthigten ihn bald sich wieder ins Juragebirge zu flüchten, woer Entomologie studirte. Er nahm dann das Anerbieten des zu Amiens wohnendenEnglanders Croft an, gemeinschaftlich mit ihm eine Ausgabe der französischenKlassiker mit Commentaren zu veranstalten, verließ aber den Engländer kurz dar-aus und ging nach Laibach, wo er durch Verwendung eines Verwandten Bibliothe-kar ward. Einige Zeit nachher verschaffte ihm General Bertrand eine Verwal-lungstelle in den illyrischen Provinzen. Junot und Fouche beauftragten ihn spätermit der Redaktion des Blattes „l'^Iegruptie ül^rien". Er kam 1814 wieder nachFrankreich, wurde Mitarbeiter des„Iournal <Ies tlelxtts", erklärte sich für die Bour-dons,wurde geadelt und 1824 zum Vorstand der Bibliothek im Arsenal ernannt, wel-che Stelle er noch jetzt bekleidet. Unter den Schriftstellern des neuern Frankreichs be-hauptet N. einen bedeutenden Rang. In der Darstellungskunst reiht er sich denersten Meistern an, und so geistreich und kraftig er in Prosa schreibt, so glücklichweiß er auch die metrische Form zu behandeln, wie er in seinen ,,1'oesies ckiverses"(Paris 1827) zeigt. Einer seiner ersten Romane war „I.e. peintre <Is Luis-bourg" (Paris 1803, 2. Ausg. 1820), eine Art von Wertheriade. „'ITräröse^»bert" (Paris 1819), eine einfache, durch hohe Vollendung der Spracheausgezeichnete Erzählung, gehört zu seinen besten Werken in dieser Gattung.
ou le lutin st'^rguil" (Paris 1822) ist ein Meisterstück stylistischer Ele-Mz, und „I.e roi cke Lobeme" ein gelungener Versuch in der humoristischenGaitung. „leun 8bogur" (2 Bde., Paris 1818, 2. Ausg. 1820) gehörtwehr der Gattung der poetischen Erzählung als des Romans an. „I.es son->emrs <le lu Evolution" enthalten meisterhafte historische Portraits, auch in ge-schichtlicher Beziehung von hohem Interesse, und „I.ks souvenirs cke la iennesse",aus vier Novellen bestehend, geben interessante Aufschlüsse über N.'s Charakter,^chicftale und Studien. Zu seinen neuesten Arbeiten gehören „Olastemoiseller e (Paris 1832) und „Nömoires tto Naxime t)stin" (Paris 1832).
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