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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
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Nitzsch (Kar! Immanuel)

ßern, historisch-symbolischen Darstellung der Wahrheit nach, dann die Fruchtbar-keit dieses Begriffs in praktischer und theoretischer Hinsicht und zog die Grundli-nien eines danach gebildeten Systems christlicher Lehre:De revel»tü,ne re!,AÜ>.n>5 externa eaNemyue publica" (Leipzig 1808). Da es zu seiner Grundan-nahme gehörte, die von der historischen Darstellung gesonderten Wahrheiten desEvangeliums müßten sich von dem Standpunkte der Vernunft aus nicht allein ver-stehen, sondern auch ihrer Nothwendigkeit nach erkennen lassen, ohne daß deshalbetwa ihre eigenthümliche biblische, kirchliche Darstellung überflüssig würde, sosuchte er dies an zwei Hauptgegenstanden zu erweisen:De mortis a lesu < kristc»oppetitae necessitate moral»" undDe xratiae De! si^tiflcsntis necessüatemoraii" (in vier Programmen bis 1813). Von dieser Zeit an in neue Verhältnisseversetzt und der akademischen Wirksamkeit enthoben, benutzte er die einfallendenJubelfeste zu deutschen Gelegenheitsschriften, die seine Gedanken verdeutlichenund in Bezug auf sammtliche Zeitfragen der Kirche empfehlen sollten:Über dasHeilder Welt, dessen Begründung und Förderung" (Wittenberg 1817);Überdas Heil der Kirche" (Wittenderg 1822), reich an treffenden Bemerkungenüber Synodalwesen und Kirchenverfassung;Uber das Heil der Theologie durchUnterscheidung der Offenbarung und Religion als Mittel und Zweck" (Wit-tenberg 1830). Vgl. Hoppe'sDenkmal des verewigten Dr. K. L. Nitzsch"(Halle 1832) ' ' ' (86)

Nitzsch (Karl Immanuel, zweiter Sohn des Vorigen, Doctor und or-dentlicher Professor der Theologie und evangelischer Universitatsprediger zu Bonn,geboren zu Borna den 21. Sept. 1787, empfing die erste wissenschaftliche Bil-dung und Anregung von den Brüdern Hoppe, vorzüglich von Ernst Hoppe, jetzi-gem Superintendenten zu Eisleben. Vom 15. bis 18. Jahre war er zu Pforteund wurde gleich anfangs durch die zu ihm sich herablassenden altern Schüler,Thiersch und Dissen, für ernste elastische Studien gewonnen Ilgen und Langewaren die Lehrer, denen er besonders anhing, und dem Mathematikers Schmidtverdankt er nicht der Mathematik, sondern der christlichen Frömmigkeit wegen blei-bende Eindrücke. Zu Pforte ließ er eine kritische Arbeit über den Herculischen Schilddes Hesiodus zurück; und nachdem er noch ein halbes Jahr zu Wittenberg unter Lo-beck mit philologischen Studien sich beschäftigt hatte, befestigte Heubner's vortrefflicheencyklopädische Vorlesung seinen Entschluß, sich der Theologie zu widmen grade zuder Zeit, als die französische Invasion die ersten Störungen der Universität herbei-führte. Die Theologen, von denen er vorzugsweise sich leiten ließ, waren nächst seinemVater und Schröckh, Heubner und Tzlchirner. Die AbhandlungDe ap,>cr^pk»-rum evan^eliorum in explicunüis cnnonicis nsu et nbnsn" schrieb er 1v()3als Mitglied des Tzschirner'schen Disputatoriums im zweiten Jahre der akademi-schen Laufbahn, um sie zur Begrüßung des zur Visitation erwarteten Reinhardöffentlich zu vertheidigen. Reinhard blieb damals aus, aber ermunterte aus derFerne den Verfasser, sich auf das akademische Lehramt vorzubereiten. Um dieseZeit wechselte dieser mit Grohmann Briefe über Offenbarung, die im wittenbergi-schen Wochenblatt von 18t)9 erschienen. Die väterliche Lehre wurde gegen Groh-mann's damals supranaturalistischen Standpunkt in Schutz genommen. Über-wiegend der exegetisch-historischen Theologie zugethan, habilitirte sich N. (nach1809 erlangter Wählbarkeit zu Predigtamte) 1810 als Privatdocent mit Her-ausgabe derdommentutio ccitica 3e testamentis fluockecim palriarckarum Ii-!,ro V. 3". psoullepiArgptio". Seine Vorlesungen wurden mit der Universität1813 geschlossen; aber er war durch das 1811 übernommene Diakonat an derSchloßkirche, 1813 durch Eintritt in das Pfarrministerium an Wittenberg ge-bunden. Ein Denkmal seines geistlichen Dienstes im schweren Antrittsjahre 1813geben diePredigten, größtentheils während der Belagerung der Stadt zu Wit-