Niccolini
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> ^ ,ActIencker kör vamer^, 1820 auf. Noch in demselben Jahr gab er die Tragödiei „Huliesvärctet eller clen forste Rickckgrn" (Das Nunenschwert oder der erste Rit-ter) heraus, die für die beste seiner Leistungen gilt, wiewol das mystische Ele-ment darin zu trübe hervortritt. Das nächste Erzeugniß seines poetischen Geniuswar eine Reihe von 16 Gedichten, welche den Titel „liimornu" (Die Runen)führt. Dieses Werk wurde mit Zeichnungen geziert, die sein Freund, der jetzigeKammerherr Freiherr von Hamilton, entwarf und in Paris selbst lithographiere.N. trat 1824 als Kanzlist in die königl. Kanzlei zu Stockholm. Die schwedischeAkademie theilte ihm 1825 die zweite und 1826 die erste Preismedaille zu. Seit-dem gab er zwei Hefte neuer Dichtungen („Viktor ul Carl Kicuncker", Stock-holm 1825 — 26) heraus. Im nächsten Jahre unternahm er, mit Unter-stützung der schwedischen Akademie, eine Reise nach Italien, deren Früchte er in„Ninnen trän Höckern, ktter en resn i Vemmmk, Pvsklunck, Schweis «cli Itu-lien" (Erinnerungen aus dem Süden. Nach einer Reise nach Dänemark, Deutsch-land, der Schweiz und Italien, 1. Theil, Orebro 1831) dem Publicum vorlegte.Der prosaische Theil ist ziemlich unbedeutend und fand auch wenig Beifall, aberdas Buch enthält einige sehr gelungene Dichtungen. Sein „König Enzio, der letzteHohcnstaufe' (dem Schwedischen nachgebildet von Mohnike, Stralsund 1829)fand in Schweden weniger Beifall als viele seiner andern Erzeugnisse. (6)
Niccolini (Giovanni Battista). Wenn die Florentiner auf die großenMänner ihrer verflossenen Jahrhunderte zurückschauen und sich dann mit Schmerzgestehen müssen, wie ärmlich im Vergleiche mit denselben die Gegenwart ist, sotrösten sie sich mit dem Gedanken, daß sie noch N. besitzen, in welchem Italienseinen ausgezeichnetsten Dramatiker und den Dichter des edeln geläuterten Libera-lismus verehrt. Aus einer florentinischen Patrizierfamilie entsprossen und mütter-licherseits von dem berühmten Filicaia abstammend, wurde N. am 31. Dec.1786 in den Bädern von S.-Giuliano bei Pisa geboren. Anfangs in Florenz,dann auf der Universität Pisa erzogen, wo er sich besonders der Philosophie undRechtswissenschaft widmete, erhielt er auf letzterer den Doctorhut und ergab sichhierauf vorzüglich dem Studium der Rassischen Literatur, wobei ihm der verdienst-w volle Graf Angelo d'Elci mit seinem freundschaftlichen Rache beistand. Foscolsehrte schon den Jüngling durch die Widmung vonKallimachus'Hymne aufBereni-ce's Haupthaar, die er mit einem gelehrten Commentar herausgab; und die ba-ck malige Königin von Hetrurien, Marie Luise von Bourbon, ernannte ihn zumhrt, Lehrer der Geschichte und Mythologie an der Akademie der schönen Künste zu Flo-!cke renz, welche Stelle er noch jetzt in Verbindung mit der eines Bibliothekars diesernn Anstalt bekleidet. Man verdankt diesem Verhaltnisse mehre gehaltvolle Reden übertzsi Gegenstände der schönen Künste, worunter besonders die Lobreden auf OrcagnaA und Leon Battista Alberti und der Vortrag über das Erhabene bei Michel AngelojM! zu bemerken sind. Als Mitglied der wiederbelebten Akademie der Crusca bewährteD N. seinen Beruf als wissenschafrlicher Kennec und Forscher der italienischen Sprachedurch den Versuch über den Antheil des Volkes an der Bildung der Sprache undb - durch die Betrachtungen über Monti's bekannte Kritik des Wörterbuchs der Crusca,wodurch er bei diesem wichtigen Kampfe, an welchem so viele italienische Gelehrtetheil nahmen, gleichfalls in die Schranken trat. Sein prosaischer Styl ist edel,harmonisch, kraftig, gedrängt und kunstreich, ohne wie der des Pcrticari, Giordaniund anderer berühmten Prosaiker des 19. Jahrhunderts in den Fehler des Affectir-tcn'und Verkünstel'ten zu fallen. Seine vorherrschende Neigung führte ihn aberzur dramatischen Poesie, wo er, in die Fußstapfen Alsieri's tretend, wie dieser durchdie Classiker genährt, ihm an tragischer Kraft und Freiheitssinn nahe kommt, wäh-rend er ihn an Lebendigkeit, Warme der Empfindung und Gewandtheit der Sprachewol übertrifft. Sein erstes Trauerspiel: „Polyyena", wurde 13!.0 bei der Preis-