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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
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Neapel

Neele

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bus, Johannes, Petrus beschäftigen wird Eine SammlungKleinerGelegenheit-schriften" (meist praktisch-christlichen, historisch-exegetischen Inhalts), die ur-sprünglich Programme für die Feier der berliner Bibelgesellschaft waren, wurdezu Berlin 1829 in der dritten Auflage zu milden Zwecken herausgegeben. N.'SVorlesungen an der Universttat erstrecken sich über alle Zweige der historischenTheologie, über die Exegese der meisten neutestamentlichen Schriften, wozu inneuern Zeiten auch Vortrage über die systematische Theologie hinzugekommen sind..Seine Wirksamkeit im Consistorium umfaßt vorzüglich die theologischen Prüfun-gen Bei einer vielen Anfallen ausgesetzten, großer Aufmerksamkeit bedürfendenGesundheit widmet N alle Zeit, die ihm die angestrengten Berufs- und literari-schen Arbeiten übrig lassen, dem Umgang und der höhern pädagogischen Einwir-kung auf die ihn umgebende, ihm mit Liebe ergebene theologische Jugend; eine Ein-wirkung, welche wol ihr entsprechendstes Analogen finden durfte in der sittlich-wis-senschaftlichen Mentorschaft, die zu Anfang des 16. Jahrhunderts die Wittenber-ger den ihrer Sorge anbefohlenen Theologen angedeihen ließen. Was N. in dieserBeziehung gethan hat und noch thut, wie er für die Jugend im eigentlichstenSinne ganz lebt, kann und braucht hier nicht weiter ausgeführt zu werden. ImLeben selbst stehen der Zeugen genug. (86)

Neapel, s. Sicilien (Königreich beider).

Neele (Henry), geboren am 29. Jan. 1798 zu London, wo sein Vaterals Landkartenstecher lebte, wurde mitten in der Entwicklung eines bedeutendenTalents, dessen Ausbildung ganz das Verdienst seiner eignen Anstrengung war,das Opfer eines unglücklichen Schicksals. Er brachte von dc-r Schule, wo er seineerste Bildung erhielt, nur eine sehr dürftige Kenntniß der alten Sprachen mit, waraber des Französischen ziemlich machtig und lernte später durch eignen Fleiß auchdas Italienische und Deutsche, Früh entwickelte sich seine Neigung zur Dichtkunstund er versuchte sich in lyrischen Gedichten, wo ihm vorzüglich CoUins als Vorbilddiente. Nachdem er die Schule verlassen hatte, bildete er sich unter der Leitungeines Rechtsgelehrten, und war, ohne seine Vorliebe für die Poesie aufzugeben,so eifrig bemüht, sich Erfahrung für seinen Beruf zu erwerben, daß er nach ei-niger Zeit als Sachwalter auftreten konnte. Er gab 1817 seine Oden und an-dern Gedichte heraus, die eine sehr günstige Aufnahme fanden. Darauf folgten1825 seineftoems, ckramatie anck misoellaneous". So gut er sein kritischesUrtheil durch das Studium der elastischen Zeit der englischen Poesie und besondersShakspeare's ausgebildet hatte, so fehlte es ihm doch an eignem dramatischen Ta-lente; das lyrische Element waltete in ihm vor. Er vollendete 1826 ein? Reihe vonVorlesungen über englische Dichter von Chaucer bis zur neuesten Zeit, die er zuerstin der Kussel! Institutinn, dann in der Western Institutinn vorgetragen hatte undworin er ebenso viel poetisches Gefühl als treffendes Urtheil verrietst Wahrend erfortfuhr, in Zeitschriften und Taschenbüchern seine lieblichen Lieder bekannt zu ma-chen, bereitete er eine größere Arbeit vor, welche seinen literarischen Ruf bedeutendhob. SeineRomanen nfhistni^" Bde., London 1828) hat das Anziehend-ste, das die englische Geschichte seit Wilhelm dem Eroberer darbietet, aus Chro-niken und andern gleichzeitigen Quellen gesammelt und mtt Geist und Geschmackzusammengestellt und ausgeführt, N. war im Begriff, die Geschichte von Frank-reich in gleicher Art zu behandeln, und eine neue Ausgabe seiner poetischen Werkein zwei Banden war eben (1827) erschienen, als man leichte Spuren von Geistes-verwirrung an ihm bemerkte, welche seinen Freunden jedoch nur so vorübergehenderschien, daß man ihm nicht die nöthige Sorgfalt widmete. Am 8. Febr. 1827fand man ihn todt in seinem Berte, und alle Zeichen sprachen dafür, daß er sichselbst den Tod gegeben. Angestrengte Geistesarbeiten hatten bei einer krankhaftenReizbarkeit seines Körpers wahrscheinlich sein Gemütk zerrüttet. Er war offen,