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gesetzt" (Leipzig 1829); „Über die Grenzen zwischen Philosophie und Naturwissen-schaften" (Leipzig 1823); „Einige Bemerkungen über das Gemeingefühl im gesun-den und kranken Zustande" (Leipzig 1824); „Über das BewegungsvermögenderThiers" Leipzig 1824); „Skizzen aus der allgemeinen Pathologie" (Leipzig 1824);„Handbuch der allgemeinen Semiotik" (Berlin 1826); „Theorie der praktischenHeilkunde" (Berlin 1827); „Zur Lehre von der Entzündung" (Bonn 1828);„Versuch eines physiologischen Beweises für die Unsterblichkeit der Seele" (Bonn ,4836). Das Hauptwerk, mit welchem N. gegenwartig sich beschäftigt, ist einausführliches „Handbuch der medicinischen Klinik", von welchem 1829 — 31drei Bande erschienen sind. Neben seinen medicinischen Studien hat er den histo-rischen Wissenschaften von jeher mit vielem Fleiße obgelegen. Neuerdings er-hielt er einen ehrenvollen Ruf an die neue Universität in Zürich, welchen er je-doch ablehnte.
Neander (Daniel Amadeus), Bischof der evangelischen Kirche, ersterGeneralsuperintendent der Provinz Brandenburg, wirklicher Oberconsi'storialrathund Director des königlichen Consistoriums der Provinz Brandenburg, Propst undPfarrer an der Petrikirche zu Berlin, wurde geboren zu Lengefeld in Sachsen am47. Nov. 1775. Um seine erste Bildung erwarb sich besondere Verdienste derGeistliche seiner Vaterstadt, F. G. Porz, der seinem Geist und seinen Talentendie Richtung gegeben zu haben scheint, wie er ihm äußerlich die Bahn vorzeichnete.Vorbereitet von diesem Manne, konnte er das Gymnasium zu Chemnitz besuchen,wo auch das Freundschastsband zwischen ihm, Bretschneider und Tzschirner zuerstgeknüpft wurde. Seinem Wunsch, die Akademie zu beziehen, stellten sich man-cherlei schwer zu beseitigende, zum Theil in Beschränktheit der Mittel liegende Hin-dernisse entgegen,welche eine Muthlosigkeit hervorriefen, die nur durch Jugendremi-niscenzen gemildert wurden. Die Erzählungen des Vaters von den Männern, dieder Familie N. Ruf erworben, von I o Hann N., von Mi cha el N., dem Philo-logen, welcher mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt, von JoachimN., der als christlicher Liederdichter sich ausgezeichnet; sie hatten die Aufmerksam-keit des Knaben gefesselt, sie dienten jetzt dazu, die Hoffnungen des Jünglings zubeleben. Es gelang ihm endlich die Universität Leipzig beziehen zu können. Nach-dem er hier unter Platner, Beck, Keil, Rosenmüller, Tittmann Studien gemacht,wurde er in Dresden Erzieher, und der Umgang mit Reinhard ward ebenso an-regend und genußreich als für die künftige kirchliche Laufbahn bildend. Reinhard,der N.'s Zukunft eine liebevolle Aufmerksamkeit schenkte, wünschte, daß er sich ander Universität zu Wittenberg habilitiren möchte. Die Umstände verhinderten ihnindeß, diesem Wunsche Folge leisten zu können, und er nahm 1805 ein Pfarramt zuFlemmingen bei Naumburg an. Nach den Kriegsjahren, welche auch auf ihmschwer gelastet hatten, wurde ihm 1817 eine seiner Neigung zusagende Laufbahnin Merseburg, das indeß preußisch geworden, eröffnet. Schon hier verband er inseiner Person eine mehrfache Amtstätigkeit. Neben dem Pfarramt und derStiftsfuperintendentur, bekleidete er die Stelle eines Consistorialraths, und standdem theologischen Seminar zu Merseburg vor. Die letztere Stellung gab ihm dieerwünschte Gelegenheit, auf künftige Seelsorger bildend einzuwirken, freilich nichtebenso die erwünschte Ruhe, sich theologischen Studien hingeben zu können. Nurwenige Jahre konnte er in diesem ihm theuern Wirkungskreise bleiben, schon An-fang 1823 wurde N. zu einer höhern kirchlichen Thätigkeit nach Berlin berufen,als wirklicher Oberconsi'storialrath und Mitglied der ersten Abtheilung im Ministe-rium der geistlichen, Unterrichts- und Medicinalangelegenheiten, zugleich als Propstund Pfarrer an Hanstein's Stelle Er konnte diesem bedeutenden Rufe folgen, indem Bewußtsein, alle zu einem solchen umfassenden Wirkungskreis nothwendigenVyrbereitungstufen durchgegangen, einen reichen Erfahrungschatz in einer fast