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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
223
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Naturforscher - Versammlungen

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HM nahm außer den Geschäftsführern Niemand Theil als Dzondi, Germar,Kruckenberg, Keferstein, Meißner, Nitzsch, Steinhäuser und Weber. Es warenwieder einige Böhmen da, die aber nicht genannt sein wollten. Einige aus Ruß-land, die sich gemeldet hatten, wagten es nicht zu kommen. Ungeachtet auch hierdie Zahl gering war, so zeigte sich doch viel mehr Thätigkeit und Liebe zur Sache,sodaß man für ihr Bestehen Hoffnung fassen konnte. Man wagte daher einenweitern Flug, und verlegte für das nächste Jahr die Versammlung nach Würzburg.Es wurden während der drei Tage 16 Vorträge gehalten. Der Bericht steht inderIsis", 1823, Heft 12.

Bei der dritten Versammlung zu Würzburg 1824 zeigte sich mehr Eifer fürdie Sache als vorher. D'Outrepont und Schönlein waren Geschäftsführer; sieerhielten von der Regierung zur Antwort, daß die Versammlung zu Würzburg demKönig angenehm sei; der Generalcommissair von Asbeck räumte in seiner Woh-nung einen Saal zu den Versammlungen ein. Die Universität nahm allgemeinerTheil als an den vorigen Orten, und es fanden sich nebst den meisten altern mancheneue Mitglieder ein, sodaß die Zahl etwa auf 30 stieg, und ein Dutzend Vorträgegehalten wurden. Das Wetter begünstigte überdies Exkursionen in die Umgegend,und die Würzburger bemühten sich, den Fremden den Aufenthalt angenehm zumachen. Der Bericht in derIsis", 1825, Heft 7.

Für das Jahr 1825 wurde die Versammlung nach Frankfurt am Mainverlegt, und damit war auch das künftige Bestehen derselben entschieden. Die Ge-schäftsführer Neuburg und Cretzschmer und die Frankfurter überhaupt thaten allesMögliche, um die Versammlung mit Glanz zu empfangen, ihre Zwecke zu begün-stigen und die ernsthaftem Sitzungen mit fröhlichen Unterhaltungen abwechseln zulassen. Der Versammlungssaal in dem kürzlich gebauten schönen naturhistorischenMuseumwar mit südlichen Bäumen verziert; das Senkenberg'sche Institut botseine Reichthümer dar; eine große Sammlung seltener Thiere aus Ägypten, vonRüppell geschickt, war kürzlich angekommen; der Bankier Bethmann, der so viel fücdas frankfurter Naturaliencabinet gethan, gab den Mitgliedern in feinem geschmack-voll beleuchteten Garten ein nächtliches Fest, wozu auch die ausgezeichnetsten Frank-furter eingeladen waren. Die Zahl der Fremden betrug 63, darunter aus Ungarn,Rußland und England; so schnell hatten sich die politischen Wolken über der Ver-sammlung zerstreut. Von Frankfurt selbst nahmen nicht weniger als 48 Gelehrtetheil. Sie hatten sich verbunden, um nach einem bestimmten Plane die Unterhal-tungen zu leiten; man fuhr zu Schisse nach Oberrad; man folgte einer Einla-dung zu einem großen Gastmahl im Försterhause; und so war jeder Tag mit einerUnterhaltung gewürzt, welche die Mitglieder für die künftigen Versammlungenim eigentlichsten Sinn begeisterten. Es waren so viele Vortrage vorhanden, ander Zahl 38, daß die Sitzungen 6 Tage dauerten. Zum ersten Mal wurde eineförmliche Eröffnungsrede (von Neuburg) gehalten und die Sitzungen mit einerAbschiedsrede von Cretzschmer und einer Danksagung von D'Outrepont geschlossen.Die meisten Geburtshelfer Deutschlands vereinigten sich hier zur gemeinschaftli-chen Herausgabe einer Zeitschrift. Bericht über die Versammlung in derIsis",1625, Heft 11, 1826, Heft 3.

Mit Vertrauen und Vergnügen sah man nun der nächsten Versammlung zuDresden entgegen. Man hatte sich nicht getäuscht; die Regierung und Alles, wassich zu den gebildeten Ständen rechnet, hatte sich vereinigt, um die Fremden freund-lich zu empfangen, ihre Zwecke zu fördern und die Unterhaltungen mit Geschmackund im Geiste der griechischen Symposien zu leiten. Seiler und Carus warenGeschäftsführer. Der Prinz Johann und sammtliche Minister beehrten dieSitzungen mit ihrem Besuche, wozu der gleichfalls mit südlichen Bäumen ge-schmückte Saal im Standehause eingeräumt wurde. Die vielen reich aus-