Murray (Sir George)
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beitrug. Die politische Farbe, welche diese Zeitschrift unter Gifford's Leitung inentschiedenem Gegensatze zu dem, die Grundsätze der Whigpartei verfechtenden„Lckioburgt» revierv" annahm, brachte M. in vielfache Verbindungen mit denbedeutendsten Mannern der Torypartei, die über die guten Dinge im Staat undin der Kirche zu verfügen hatte, und er wußte diese Berührungen zur Förderungseiner mercantilischen Unternehmungen mit großer Gewandtheit zu benutzen. Be-sonders waren ihm seine Verbindungen mit einigen der einflußreichsten Mitgliederder Admiralität nützlich, durch welche er den vortheilhaften Verlag der unter derAufsicht dieser Behörde herausgegebenen Berichte der wichtigsten Entdeckungsrei-sen erlangte. Seinen Vortheil klug berechnend, suchte er ausgezeichnete Schrift-steller auch durch ansehnliche Honorare anzuziehen und führte in dieser Hinsichtneue Verhältnisse auf dem literarischen Markt herbei. Beispiellos waren die Ho-norare, die er Lord Byron gewährte, dessen einziger Verleger er blieb, bis die Be-sorgnis mit seinen Freunden zu zerfallen, ihn abhielt, die letzten Gesänge des „DonJuan" und ähnliche Sachen anzunehmen. M.'s Verlag zeichnet sich durch großeMannichfaltigkeit aus und enthält mehre bedeutende Werke. Die Zeitrichtungenin der Literatur klug beachtend, hielt er nicht hartnäckig an der altenglischen Buch-händlersi'tte fest, die sich gegen die Herausgabe von größern Werken in Lieferungensträubte, und als das Publicum solche Unternehmungen in den letzten Jahren zubegünstigen schien, trat er auch hier mit seiner „ksmil? librar)" erfolgreich in dieSchranken. Ein Mann von Bildung und Kenntnissen, weiß er auch ein geistigesBand mit den Gelehrten zu unterhalten, mit welchen er in mercantilischen Ver-bindungen steht, und sein Buchladen in ^Ibemurle Street ist der Sammelplatz derausgezeichnetsten Männer der britischen Hauptstadt.
Murray (Sir George), britischer Generallieutenant, stammt aus einemalten schottischen Geschlechte, dessen Güter in der Grafschaft Pertshire liegen,und als jüngerer Sohn seines Hauses wählte er die Kriegslaufbahn, die er 1789betrat. Schon 1793 zeichnete er sich in Flandern aus, noch mehr aber 1801 inÄgypten, diente bei mehren Gelegenheiten, wie in Westindien, 1807 in demKriegszuge gegen Dänemark, 1808 in Schweden in dem Generalstabe, und be-reitete sich dadurch zu dem umfassenden Wirkungskreise vor, in welchem er 1818als Chef des Generalstabes des britischen Heers in Portugal eintrat. Er war seit-dem rühmlicher Theilnehmer an allen großen Ereignissen des Feldzugs auf der py-renäischen Halbinsel bis zur Schlacht bei Toulouse, und kam bald nach dem Frie-den als Chef des Generalstabes nach Amerika und später als Kriegsbefehlshabernach Canada. Als im Mai 1828 Huskisson und seine Freunde aus dem Mini-sterium traten, berief Wellington den ehemaligen Chef seines Generalstabes, derdamals die britischen Kriegsvölker in Irland befehligte, als Staatsiecretair für dieColonien in das Cabinet. M. zeigte die Anhänglichkeit, die er stets seinem Ober-feldherrn bewiesen hatte, auch in der Ergebenheit, mit welcher er di-e politischenGrundsätze und Verwaltungsmaßregeln Desselben im Cabinet wie im Hause derGemeinen unterstützte, ohne eine selbständige Stellung einzunehmen, und nur inWellington's entschiedene Erklärung gegen jede Reform des Parlaments stimmteer nicht ein. Die kurze Zeit seiner Verwaltung der Col-onien, die er 1830 bei demSturze des Ministeriums verlor, ist durch keine wichtigen Maßregeln ausgezeich-net, aber seine genaue Bekanntschaft mit den westindischen Angelegenheiten setzteihn oft in Stand, bei den Streitigkeiten über die Interessen der Colonisten undSklaveneigenthümer als Vermittler einzutreten, wiewol er sich immer auf dieSeite des Bestehenden neigte. Er trat in die Reihe der Toryopposition gegenGrey's Ministerium. Bei der Eröffnung der Verhandlungen über das neue Wahl-gesetz erklärte er sich einer gemäßigten Reform nicht abgeneigt, aber der vorgelegteEntwurf, meinte er, werde die Wirkung haben, einen künftigen Cromwell zu er-