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Schutze sich zu verbünden und den Franzosen entgegenzugehen. Nach der Besetzungdes Landes blieb M. in Hessen, und es wurden ihm, wie den übrigen nicht abge-fallenen Offizieren, zwei Drittheile des Soldes heimlich ausgezahlt, so lange demKurfürsten die Hoffnung blieb, sie noch einmal gebrauchen zu können. Der Königvon Westfalen suchte ihn durch glanzende Antrage zu gewinnen, und bot ihm dasJagercorps an, das er neu bilden sollte, M, widerstand jedoch selbst dem Anerbie-ten einer Anstellung als Divisi'onsgeneral, und nach seiner Rücksprache mit demKurfürsten entschlossen im Lande zu bleiben, nahm er 1808 eine kleine Forststellean, die ein Freund ihm verschaffte. Er glaubte in seiner Waldeinsamkeit verges-sen und verschollen zu sein, und hinderte wo er konnte unbemerkt manchen Unfugeiner vergeudenden Verwaltung, die besonders auch die Wälder lichtete; aber dieseBemühungen und die Kunde von seiner Verbindung mit dem Kurfürsten brachtenihn in das schwarze Buch der geheimen Police!. An Dörnberg's Aufstand, der1809 in der Gegend seines Wohnorts ausbrach, nahm er nicht Theil, weil er dasUnternehmen für unzeitig und verkehrt hielt, und bemühte sich mit Erfolg, mehreGemeinden von der Empörung abzuhalten. Er wurde plötzlich von Gendarmenverhaftet, nach Kassel geführt und in eine peinliche Untersuchung verwickelt. SeineGewandtheit in den Verhören rettete ihn, trotz allen Bemühungen seiner Ankla-ger, und ebenso geschickt wußte er die Beschuldigungen abzuweisen, die man aufsein Lied „Die Hirtenklage" in seinen „Versuchen" (Neustrelitz 1801) gründenwollte. Er wurde freigesprochen und kehrte in seine Oberförsterei zurück, standaber fortwahrend unter einer lästigen policeilichen Aufsicht, die ihm unzähligeSchlingen legte, welchen er glücklich entging. Im Aug. 1813 verließ M. ohneAbschied seinen Wohnort, und begab sich auf eine alte Familienburg an der Weser,um in stiller Abgeschiedenheit den Gang der Ereignisse abzuwarten. Als der Kur-fürst nach der Schlacht bei Leipzig in sein Land zurückkam, ließ er alle während derFremdherrschaft aufgerückten Offiziere seines ehemaligen Heers in den erlangtenGraden, die übrigen aber, die nicht in westfälische Dienste getreten waren, ließ ervon den Graden, die sie 1806 gehabt hatten, nur um eine Stufe aufrücken. M.wollte, wie mehre Andere, diese kränkende Bedingung nicht annehmen, und ob-gleich seine Verdienste von dem Kurfürsten anerkannt und laut gerühmt wurden,so ward ihm doch nichts als ein dürftiges einstweiliges Jahrgeld gewährt. M.lehnte eine von der Regierung zu Hanover ihm angebotene Anstellung ab, und zogsich 1814 aufsein altes Stammschloß Swedestorp am Steinhudersee zurück, woer in glücklichen häuslichen Verhältnissen lebte. Später fiel ihm auch sein altesStammgut Großoldendorf wieder zu, das sein Vater einst durch eine betrüglicheÜbereinkunft an seine Brüder verloren hatte, deren zahlreicher Stamm erlosch.Er beschäftigt sich in seiner ländlichen Einsamkeit noch immer mit literarischen Ar-beiten, Liedern, Dramen, Erinnerungen aus seinem Leben, ohne an die Bekannt-machung derselben zu denken. Außer den bereits erwähnten „Rückerinnerungen",die er gemeinschaftlich mit Seume herausgab, und den „Versuchen", gab er mitGräter den „Bardenalmanach" (Neustrelitz 1802) heraus, und lieferte mehreBeitrage zu Gräter's „Braga und Hermode", zu Justi's „Denkwürdigkeiten" undandern Zeitschriften.
Münchner Kunstschatze. Die Hauptstadt des Königreichs Baiern,schon seit längerer Zeit der Sammelplatz von Kunstschätzen, hat sich durch die um-fassenden Unternehmungen des Königs Ludwig zur eigentlichen Kunststadt Deutsch-lands erhoben, sodaß die Hauptwerke des neu auflebenden Kunstgeistes in Münchenzu suchen sind. Unter den ältern Kunstschätzen sind bemerkenswerth: 1) Die Aka-demie der bildenden Künste mit einer vollständigen Sammlung von Gypsabgüssennach den bedeutendsten Antiken, sodaß sogar der Koloß von Monte Cavallo in Romunter ihnen aufgestellt ist, neben den Thüren des Ghiberti aus Florenz, den Apo-