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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
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Münch 191

ab; er möchte an einer Sache nicht Theil nehmen, sagteer, bei welcher Rotteckund M. an der Spitze standen. M. entwarf dessenungeachtet den Plan zu einer all-gemeinen Verbindung aller Geschichts- und Alterthumsvereine in Deutschland, derSchweiz, der Elsaß, den Niederlanden und den nordischen Staaten. Ausgezeich-nete Gelehrte und selbst Regierungen waren dafür gewonnen, als Niebuhr's Toddie Ausführung aufschob. Von dem Fürsten von Fürstenberg unterstützt, bear-beitete er dieGeschichte des Hauses und Landes Fürstenberg", die in den bis jetzterschienenen drei Banden (Aachen 1829 32) noch nicht vollendet ist. Er wurde1828 als Professor der Kirchengeschichte und des Kirchenrechts auf die Univer-ölirck? Lüttich berufen, mit der Aussicht als Historiograph des königlichen Hau-itd^K ' ^ angestellt zu werden. Der päpstliche Nuntius, die Haupter der belgischenHierarchie und die apostolischen Zeitschriften legten förmlichen Widerspruch ge-«m/az M.'s Ernennung ein. Durch den Einfluß dieser Umstände sah er sich indie M ^er akademischen Wirksamkeit durch Ränke aller Art gehemmt. Die katho-A tische Union, die sich zu jener Zeit gebildet hatte, griff ihn heftig an. Muthigwehrte er sich gegen seine Widersacher, und da er in Flugschriften und periodi-schen Blättern den Geist und das Streben der belgischen Opposition mit leb-MtzW hasten Farben schilderte, so ward er das Ziel noch leidenschaftlicherer Angrisse inZeitschriften und selbst in den Verhandlungen der Generalstaaten. Er kam da-durch in nähere Verbindung mit den einflußreichsten Männern des Tages, wasseinen Feinden nicht entging und selbst seine persönliche Sicherheit in Lüttich ge-fährdete. Der König berief ihn daher nach dem Haag, wo M. als Bibliothekarangestellt, mehre seiner geschichtlichen Arbeiten fortsetzte und neue begann, wie dieGeschichte des Hauses Nassau-Oranien" (1. und 2. Bd., Aachen 1831 32),die Bibliotheken und Archive benutzte und reichhaltige Materialien sammelte. Erschrieb auch während seines Aufenthalts im Haag:Das Großherzogthum Luxem-burg, integrirender Theil des deutschen Bundes, in seinen geschichtlichen und staats-rechtlichen Beziehungen" (Haag 1831), gab die ZeitschriftAletheia" (Aachen182939) heraus und war Berichterstatter über niederländische Angelegenheitenfür mehre Zeitungen. Von den frühern belgischen Ministem bei manchen Anlässenzurückgesetzt, genoß er nun die besondere Gunst der Minister van Maanen und vanDoorn. Diese Vechältnisse, und die Richtung, welche die Revolutionen in Frankreichund Belgien nahmen, brachten ihn mit seinen alten Freunden in allerlei Zerwürfnisse.Er trat entschieden gegen die Revolution auf. Seine Schrift:Deutschlands Ver-gangenheit und Zukunft" (2. Ausg., Haag 1831), welche er auf Veranlassungeiniger Diplomaten in diesem Sinne geschrieben hatte, sollte die Parteien und ihreVerhältnisse ohne Rückhalt schildern. Bei den günstigsten Aussichten auf weitereBeförderung und in den angenehmsten Verhältnissen, wünschte er doch wieder alsProfessor nach Freiburg zurückzukehren; die angeknüpften Unterhandlungen aber ver-zögerten sich und andere scheiterten, bis er endlich im Sommer 1831 als Bibliothekarmit dem Titel eines geheimen Hofraths nach Stuttgart berufen ward. Er führtehier bis zum Sommer 183L die Redaction einer Zeitung, die nach dem ursprüng-lichen Plan das System der constitutionnellen Reform verfechten sollte, aber widerseinen Willen Hofzeitung blieb und ihn dadurch in unangenehme Verhältnissebrachte. Außer den oben erwähnten Schriften sind unter andern zu nennen: dieBiographieKönig Enzius" (Ludwigsburg 1327);Erinnerungen an ausgezeich-nete Frauen Italiens" (1. Thl., Aachen 1831);Die Schicksale der alten und neuenCortes in Spanien" (2 Bde., Stuttgart 1824 27);Grundzüge der Ge-schichte des Repräsentativsystems in Portugal" (Leipzig 1827); die Übersichten derGeschichte von Portugal, Brasilien und Colombia in derHistorischen Taschenbi-bliothek", undSammlung der alten und neuen Concordate" (2 Bde., Leipzig1830 31);Die Fürstinnen des Hauses Burgund-Ostreich in den Nieder-

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