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spätem Schriften beibehalten hat. Er erhielt 1809 auf sein Ansuchen den Abschiedunter der Voraussetzung seines Wiedereintritts, sobald Preußen das Schwert fürUnabhängigkeit und Befreiung von fremder Herrschaft ziehen würde. Eng ver-bunden und befreundet mit Scharnhorst, traf er schon damals in dem festenGlauben an eine bessere Zukunft Verabredungen; denn dem Könige mußte daranliegen, Offiziere in dem Civildienste anderer deutschen Fürsten zu wissen, auf de-ren Treue und Zuverlässigkeit er zählen konnte. Eine neue Laufbahn begann fürM. in Weimar, wo er 1811 zum geheimen Conseil berufen, sich mit den verschie-denen Zweigen der Verwaltung und Gesetzgebung, sogar mit den Angelegenheitendes geistlichen Consistoriums zu beschäftigen hatte. Besonders einflußreich wurdeM.'s Aufenthalt in Weimar dadurch, daß er in einer Zeit, wo viele Augen durchden Glanz Napoleon's geblendet wurden und fast verderblicher noch als seine Siegedie Nachäfferei französischer Sitte und französischen Wesens für Deutschland zuwerden drohten, mit Catonischer Beharrlichkeit an seiner Überzeugung, daß diesesFrankreich vernichtet werden müsse, festhielt. In jene Zeit fällt die Erscheinungeiner kleinen Schrift: „Marginalien zu den Grundsätzen der höhern Kriegskunstfür die östreichifchen Generale" (Weimar 1808, 2. Aufl., 1810). Sobald 1813der Aufruf des Königs von Preußen an sein Volk erschienen und der Bruch mitFrankreich erklärt war, nahm M. seinen Abschied in Weimar und traf noch vor derSchlacht von Lützen bei der preußischen Armee ein, wo er als Oberstlieutenant desGeneralstabes im Hauptquartiere des Generals von Blücher unter Scharnhorst undGneisenau angestellt wurde. Er wohnte den Schlachten von Lützen und Bautzenbei und wurde nach dem Gefecht bei Hainau zum Obersten befördert. Während desWaffenstillstandes schrieb er: „Die preußische und russische Campagne im Jahre1813" (Breslau 1813, 2. Aufl., Leipzig 1815). Beim Wiederausbruch derFeindseligkeiten im Aug. 1813 befand sich M. als Oberquartiermeister bei derschlesffchen Armee in dem Hauptquartier Blücher's, dem General Gneisenau, derChef des Generalstabes war, zugetheilt. Allen Schlachten und Gefechten, welchedieses ausgezeichnete Heer unter Blücher's Anführung rühmlich bestand, wohnteM. bei und wurde nach der Schlacht bei Leipzig zum Generalmajor befördert.Waren die Anfoderungen, welche der Dienst an den Oberquartiermeister einer Ar-mee, wie die schlesi'sche, die in ununterbrochenen Märschen, Gefechten und Schlach-ten vordrang, schon in Deutschland beschwerlich, so wurden sie es noch weit mehrin Frankreich, und auch hier erwarb sich M. die vollkommenste Anerkennung seinerunermüdeten Thätigkeit, seiner Geistesgegenwart und Umsicht. Nach der Ein-nahme von Paris wurde er zum Chef des Generalstabes der Armee ernannt, welche1814 unter dem General von Kleist am Rhein zurückblieb.
Als nach der Rückkehr Napoleon's von Elba der Krieg aufs Neue erklartwurde und eine englische Armee in den Niederlanden erschien, erhielt M. den Aus-trag, sich in das Hauptquartier des Herzogs von Wellington zu begeben, um Alleszu besorgen, was sich auf die gemeinschaftlichen Operationen der preußischen undenglischen Armee bezog. So mistrauisch anfänglich Wellington sich gegen Blücherund dessen Umgebungen gezeigt hatte, so hatte doch M.'s offenes Benehmen balddie Folge, daß der Herzog das vollste Vertrauen, nicht allein zu ihm persönlich, son-dern auch zu den preußischen Heerführern und dem preußischen Heere faßte, wo-durch in den entscheidenden Momenten am 16. und 18. Zun. den gewagten Un-ternehmungen Blücher's ein wesentlicher Vorschub geleistet wurde. Vor Parisangekommen, erhielt M. von Blücher den Auftrag, von preußischer Seite, in Ge-meinschaft mit einem englischen Offizier, die Convention mit Davoust abzuschlie-ßen, und nach dem Einrücken der Verbündeten ward er von den beiden Heerführernzum Gouverneur von Paris bestellt. Als später die verbündeten Monarchen eintra-fen, bestätigten sie ihn in diesem Posten, der von der größten Bedeutung und für ihn