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Krieg hatte die Hülfsmittel des Reichs erschöpft und seine Kräfte gelähmt. EineMenge von Rückständen und unerfüllten Verpflichtungen lasteten auf den Finan-zen, der Credit war verloren, und das Geldwesen, obgleich durch die treffliche Ver-ordnung vom 5. Jan. 1813 neu geordnet, unterlag noch häufigen und gewaltsa-men Schwankungen des Curses. M. brachte mit Vorsicht und Klugheit allmaligOrdnung und Vertrauen zurück. Er bezahlte mit gewissenhafter Genauigkeit alleRückstände, sodaß die laufenden Schulden, die am meisten drückenden und denCredit zerrüttenden, völlig berichtigt wurden. Es gelang ihm feste und erträglicheFristen für die Abtragung der übrigen Schuld zu erhalten, welche er, wie die Zah-lung der Zinsen, streng beobachtete. Der für die allmälige Einziehung per Bank-zettelmasse entworfene Plan wurde genau befolgt, ja die Einziehung beschleunigt.Von dieser Zeit an gewann das Geldwesen allmälig Festigkeit, bis es endlich dahinkam, daß die Zettel, auf eine Summe heruntergebracht, die in richtigem Verhalt-niß zum Bedürfnisse der Circulation und zu den Mitteln der Nationalbank steht,schon lange meist ul pari mit dem Silber stehen. Früher bereits waren, währendM.'s Ministerium, die Finanzen im Stande, alle Zinsen, auch der inländischenStaatsschuld, wie die gesammten Besoldungen der Beamten in Silbermünzeauszahlen zu lassen. Als das französische Ministerium gegen den Anfang des Jah-res 1825 alle Kräfte aufbot, um die Zinsen der Staatsschuld zu vermindern,indem man mit Ungeheuern Anstrengungen die Staatsgläubiger dahin zu bringensuchte, ihre Zprocentigen mit Zprocentigen Zinseninscriptionen in einem Capital-verhältnisse von 400 zu 75 zu vertauschen, folgte der dänische Finanzminister mitsteter Aufmerksamkeit diesen Operationen. Eben den Zeitpunkt, wo Frankreichalle Mittel mit den größten Aufopferungen anwendete, um den Zprocentigen Fondseinen höhern Credit zu verschaffen, benutzte M. klug, um die Zinsen von demjeni-gen Theil der dänischen Staatsschuld, welche bisher höhere Renten trug, zu 4 Pw-cent herabzusetzen. Während jene Operation in Frankreich in der Ausführungmislang, waren M.'s Bestrebungen für Dänemark glücklich. Im Anfange insJahres 1825 schloß er eine Zprocentige Staatsanleihe auf 5,500,000 PfundSterling, wovon 3,500,000 sogleich zu 75 Procent abgesetzt wurden. Die übri-gen Bedingungen waren gleichfalls für Dänemark höchst günstig. Die Anleihesollte erst im Lause von ungefähr 60 Jahren abgetragen werden, mithin in solchenTerminen, welche die Kräfte des Staats keineswegs übersteigen konnten. Eswurden keine andern Abtragungen der Schuld festgestellt, als mittels halbjährigenAufkaufs der Schuldscheine; und auf diese Weise zog das Finanzministerium spä-ter bereits einen Theil der Anleihe ein, sogar um einen bedeutend niedrigem Preisals der, welcher für dieselbe 1825 gegeben wurde. Durch Hülfe dieser neuen An-leihe tilgte Dänemark eine frühere Anleihe in England auf etwa 1,400,000 PfundSterling, welche eine 5procentige Rente trug; auch wurde eine in Hamburg1819 theils zu 6, theils zu 5 Procent gemachte Anleihe von 15,000,000 MarkBanco gekündigt, insofern die Inhaber ihre Schuldscheine nicht auf 4 ProcentZinsen herabsetzen lassen wollten, was nur von einem geringen Theil derselben ge-schah, und endlich wurden dadurch noch mehre ziemlich bedeutende und drückendeSchulden, zu 5, 6, ja 6z- Procent, bezahlt. So gewann Dänemark durch dieseklug berechnete und glücklich ausgeführte Operation den Vortheil, seine ganzeStaatsschuld auf 4 Procent Zinsen herabzusetzen und diese Schuld auf solche Weisezu consolidiren, daß die Finanzen nicht künftig durch unzeitige Aufkündigungen be-lastet werden können. Auch in Hinsicht des Steuerwefens that M. viel. Er be-wirkte, durch die Verordnung vom 15. Apr. 1818, die Einführung einer billigernund gleichmäßigem Vertheilung der Abgaben, und brachte in das Abgabenwesender Gemeinden eine bessere Ordnung. In einem Zeitpunkt, wo niedrige Getreibe-preise den Landmann sehr drückten, wurde auf seinen Vorschlag nicht nur ein be-