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andere M. zum Minister des Auswärtigen ernannte; er hatte außerdem Vollmacht,auf andere von den Abgeordneten vorzuschlagende Bedingungen einzugehen. Manweigerte sich aber, ihn anzuhören, und ersuchte ihn, sein Anliegen vor die Deputir-tenkammer zu bringen. An M.'s Stelle ging der Pair de Sufsy zu den Deputie-ren, ward aber an die Municipalcommission verwiesen und konnte nichts durch-setzen. M. bkeb, trotz den Einwendungen der öffentlichen Meinung, Botschafteram russischen Hofe. Er fand aber, nach Petersburg zurückkehrend, bei dem Kai-ser Nikolaus nicht mehr die vorige Zuneigung, begab sich wieder nach Paris,wurde spater durch den Marschall Mortier ersetzt und sprach seitdem in der Pairs-kammer großentheils im Sinne der Minister. (15)
Mo senqeil (Friedrich), Oberconsistorialrath zu Meiningen, ward am26. Marz 1773 im gothaischen Dorfe Schönau unweit Eisenach geboren, wo seinVater Pfarrer war, ehe er zuerst nach Salzungen als Stadtprediger und daraufals Pfarrer nach Frauenbreitungen kam, In dem reizenden Werrathale wuchsder Knabe, das einzige Kind seiner Ältern, im einsamen Familienkreise auf, undden Mangel gleichgestimmter Gespielen mußte das fleißige Lesen der neuern Jugend-schriften früh ersetzen. Der erste gebildete Jüngling, der naher in M/s Lebens-kreis trat, war Ernst Wagner, und darauf Heinrich Cotta, jetzt Oberforstrath inTharand, die beide auf den Gang seines innern Lebens einflußreich wirkten.Durch einen Hauslehrer vorbereitet, besuchte M Gymnasium und Universität,um sich nach seines Vaters Wunsche und nicht ohne eigne Neigung der Theologiezu widmen. Nach seiner Rückkehr von Jena kam er wieder in seine landliche Hei-mat. Sein Freund Cotta, der einige Jahre früher die Universität verlassen hatte,lebte damals in dem benachbarten eisenachischen Dorfe Zillbach, wo er sich unterseinem als Oberförster angestellten Vater dem Forstfache widmete und eine kleineForstschule auf eigne Hand angelegt hatte. Diese mit geringen Hülfsmitteln be-gonnene Anstalt wurde von dem Herzog Karl August von Weimar unterstützt underweiterte sich bald so bedeutend, daß Cotta einen Gehülfen suchen mußte.M, nahm die Einladung an, sich mit seinem Freunde zur Leitung des Unter-nehmens zu vereinigen, und zog nach Zillbach. Der mathematische Unterricht,den er gleichfalls übernehmen mußte, war um so schwieriger, da er aus seinerSchulzeit nur die ersten Anfangsgründe mitgebracht hatte, und er mußte im ei-gentlichen Sinne erst lernen, was er zu lehren hatte, und die Aufgabe der Lehr-stunde war anfangs das unmittelbare Ergebniß mühsamer Erforschung. Aberwas er in jugendlicher Verwegenheit unternommen und mit unermüdeter An-strengung durchgeführt, wirkte gedeihlich und anregend auf empfängliche Zöglinge,und er selber bemächtigte sich der Wissenschaft, die er auch in ihrer praktischen An-wendung kennen lernte, da er der trigonometrischen Aufnahme eines TheilS desHerzogthums Weimar beiwohnen durfte. Der Aufenthalt in dem stillen Wald-dorse, der seine Phantasie lebhast anregte, wirkte auch günstig auf seine ästhetischeAusbildung, und er fühlte sich zu lyrischen Versuchen ermuntert, deren einige inWieland's „Deutschem Merkur" einen Platz fanden. Während jener Zeit ward erauch zufällig der erste Stenograph unter den Deutschen, und seine zu Eisenach er-schienene höchst unvollkommene „Stenographie" fand so viel Beifall, daß er späterGelegenheit erhielt, sie besonders in der dritten umgearbeiteten Ausgabe (Jena1819) zu vervollkommnen. Der Wunsch seines bejahrten tresslichen Vaters riefihn aus jenem Wirkungskreise ab, und M. verließ Zillbach, um ihn in einem ge-schäftsvollen Amte zu unterstützen. Er wirkte nun sieben Jahre als Amtsoehülfeseines Vaters in einer zahlreichen Gemeinde, wo die Berufsgeschäfte oft auf ihmallein ruhten, wenn die wankende Gesundheit des Greises Schonung federte.Seine gelungenen Bestrebungen, als Prediger zu wirken, fanden auch außer derKirche seines Dorfes Anerkennung, und veranlagen den Auftrag, vor dem Herzog
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