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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
173
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Morlacchi 173

° abwechselnd in Parma, Rom und Mailand gedichtet und aufgeführt. Die Oper^I^e Oanaicke" entstand 1810. M. erhielt in demselben Jahre einen Ruf als Ka-

^ pellmeifter und Director der italienischen Oper zu Dresden. Hier bearbeitete er sei-

^he,^ ^ nenCorraüino" für das königliche Theater und dichtete die Messe für die könig-licheKapelle, inwelcherdasAgnusvei", blos mitVocalstimmen ausgeführt, einen>ls nie gekannten Eindruck hervorbrachte. Bald folgten hier (1811) seinRaoul <li

^ Oocpii", eine Vesper und zwei Cantaten, die eine zur Geburtsfeier des Königsvon Rom (im Hotel des französischen Gesandten von Bourgoing aufgeführt), dieer dxjM ^ andere zu Ehren des Königs von Sachsen. Im nächsten Jahre entstand außer dem^ Mss ^ Oratorium passione", auch die gro^e Cantate, welche wahrend der Fürsten-lew " Versammlung im Jul. mit rauschendem Beifall zu Dresden gegeben wurde; und^ ^ M. fand noch Zeit, seineDanaiden" auch hier auf die Bühne zu bringen, die

' . > "tti Lch'n, zweite Messe, fünf Canraten und verschiedene Sonaten für die Orgel zu componiren.7 k'MMN Auf die komische Oper ,Ma capricciosa pentita" folgte das berühmte,Miserere"Mi U ^für drei Stimmen ohne alle Jnstrumention) und 1813 eine in 48 Stunden ge-^ dichtete Cantate zur Geburtstagsfeier des Kaifers Alexander, wobei Fürst Repnin dem

Tonsetzer die Wahl ließ, binnen jener Frist die Cantate zu schreiben oder nach SibirienHW in ^ wandern. Der Druck der fremden Herrschaft vermochte M 's Genius nicht zu beu-^n. Er componirte 1814 eine Messe, eine Siegscantate auf die Einnahme von Pa-dmiMch xjs und eine andere Messe blos für Gesangstimmen in slavonischer Sprache nach grie-VwMzm chjschem Ritus für die Privatkapelle des Fürsten Repnin. In dieser Zeit verdanktdie sachsische Kapelle allein M.'s unermüdeter Thätigkeit, Ausdauer und Für-WwW spräche ihre Erhaltung, denn M. reiste selbst zum Kaiser Alexander nach Frankfurt,'N M sKyl und so wurde der Aufhebungsbefehl zurückgenommen. Außer allen zum Kirchen-derdienste nöthigenPsalmen, Antiphonen und Offertorien setzte er 1815 seinenvor-r D GiM diere cki Seviglia" in die Scene. Er feierte 1816 in Italien überall, wo seine MusikDttkömM gegeben wurde, glanzende Triumphe, seine Vaterstadt krönte ihn für das Passions-oratorium und seineDanaiden", und der Papst machte ihn zum Ritter des gol-H M Wn, denen Sporns. Ebenso großes Aufsehen erregten 1818 die Opern.-Loaüicea"MMR und(Äaimi cki ?ari^i" auf dem Theater della Scala zu Mailand, und am Hof-MwÄÄm lager zu Pillnitz das LiederspielI^a semplicetta cki ?irna" und die vierte großeMesse. Einen völlig neuen Weg der musikalischen Darstellung, besonders des Re-Ml, dm!id> citativs, schlug M. ein in seinemLacr^io ck'Ahramo". Eine Hymne, eine Ju-- -MillM belcantate zu Ehren des Königs Friedrich August und eine Epode von zwei Chö-^ welche unter Mitwirkung des Kapellmeisters Karl Maria von Weber von 400

7l.^NrA Musikern aufgeführt wurden, vermehrten seinen Ruhm. Bei Gelegenheit derEinweihung der neuen Kirche zu Bischofswerda ward er durch eine Deputation' des Magistrats feierlich eingeladen, mit diesem Meisterstück den Gottesdienst zu

beginnen und die Bürgerschaft brachte ihm dafür das Ehrenbürgerrecht zum-'''777^ Danke dar. Das OratoriumI^a morte ck'^liele", die komische OperDonna,7 Aurora" und mehre andere Meisterwerke gingen dem im Febr. 1822 entstandenenromantischen Singspiel Mebaläo e Isolina" vorher, dem die komische Oper' k'oventü lli Lnrico IV", die ernstereIlcka tl'Avenello" und das Requiem zur, 7 - 7^ Todtenfeier des Königs Friedrich August von Sachsen (in 10 Tagen gedichtet) folg-s' - B' ken. Bei einem langern Aufenthalte in Italien componirte M. im Winter 1827' , 28 zu Venedig dieSaraceni iu Sicilia" und im Apr. 1828 zu Genua(!o-

7 ^ lowdo", womit das neue Opernhans Carlo Felice eingeweiht wurde. Au Dres-den entstand 1829 die komische Oper:Ii ckisperato per eceesso 6i kuou cnore",7^- die wegen mancherlei sich durchkreuzenden Zufälle nie zur Aufführung gekommenist.^ M. benutzte 1830 den Text derSarnceoi in Sic.Iia" zu einer neuen Ton-7 schöpfung, welche im Marz 1832 auf der dresdner Hofbühne unter dem Titel:0- 7 reneLMv", mit ausgezeichnetem Beifall aufgeführt wurde. Während er diese