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^rmeuiu unck ^si» minor to Oonstuntinople" (London 1812, 4.). Er kam1810 wieder nach Persien, wo er bis 1816 als britischer Gesandter blieb, undbald nach seiner Rückkehr gab er seconck journe? tllrougll l»ersia, ^rmeninuuck^.sia minor" (London 1818, 4.) heraus. Die günstigen Verhaltnisse, inwelchen M. wahrend seines Aufenthaltes am persischen Hofe stand, gaben ihmvielfältige Gelegenheit, Land und Volk kennen zu lernen, und hatte er sich schon injenen Reiseberichten als einen feinen Beobachter erprobt, so zeigte er in seinen spa-ter anonym herausgegebenen Werken ebenso sehr die Gabe glücklicher Auffassungder Volkseigenheiten, als geistreiche und lebendige Darstellung. Seit Hope in sei-nem „Anastasius" mit dem glänzendsten Erfolge morgenländische Sitten in demGewände eines Romans zu schildern versuchte, hat ihm Niemand glücklicher nach-gestrebt als M. in „Iche uckveutures ol tjujji Laim of Isjmtmir" (3 Bde., Lon-don 1824, deutsch von Lindau, Leipzig 1824), obgleich keineswegs Nach-ahmer des Vorgängers, sondern seinen Stoff mit Eigenthümlichkeit auffassend,indem er ein frisches und lebendiges Gemälde persischer, kurdischer und türkischerSitten in echt morgenländischer Färbung gibt. Eine Sendung nach Mexico, welchedie Regierung ihm auftrug, hielt ihn einige Jahre ab, die Geschichte seines persi-schen Gilblas wieder aufzunehmen, wie er es versprochen hatte. Bald nach seinerHeimkehr aber erschien: „l'lle nckventures okUchsi kalm of lsp-ckinn in LnAlnnck"(2 Bde., London 1828, deutsch Stuttgart 1829), M. versetzt sich mit großerGewandtheit in den Charakter des Persers, den er als Beobachter und Teilneh-mer in das europäische Volksleben stellt, und während Montesquieu in seinen„I^ettres persannes", Littleton in der Nachahmung derselben und Goldsmith inseinem ,,(.iti?en vi tlle vvorlck" es nicht verstanden, den fremden Charakter durch-zuführen, denkt, schreibt und spricht M. wie ein Perser. Sein neuestes Werk:tlle ImstiZFe" (3 Bde., London 1832, deutsch von Sporschil, Braun-schweig 1833) zeigt uns in einer lebendigen Erzählung, deren Schauplatz Persienunter dem kriegerischen Aga Mohammed Schah ist, neue Seiten des Charaktersund der Sitten des Volkes.
Moritzkapelle. Unter den Kunstsammlungen Deutschlands nimmtder königliche Bildersaal in der Moritzkapelle zu Nürnberg eine bedeutende Stelleein. König Ludwig von Baiern ergriff die Idee, in Nürnberg, wo die ober-deutsche Malerschule in Dürer und seinen Schülern die schönsten Blüten getragenhat, eine Sammlung zu gründen, welche uns bildlich alle Zeiten dieser Schule,von ihrem eigenthümlichen Emporblühen bis zu ihrem spätern Sinken vorüberfüh-ren sollte. Zu der für den Forscher interessantesten Vergleichung sollte noch einekleinere Sammlung von Bildern, auf gleiche Weise den Weg bezeichnend, den dieniederdeutsche Schule ging, angereiht werden. Mit großer Umsicht und Kennt-niß wurde diese Idee durch den Centralgaleriedirector von Dillis ins Leben ge-führt, und, dieses geschichtliche Gemälde deutscher Kunst auszunehmen, die Mo-ritzkapelle als der würdigste und passendste Ort ausgewählt. Diese Kapelle, selbstein Denkmal jener Zeit, von den angesehenen nürnbergischen Familien Mendelund Geuder 1313 in einfachem Style erbaut, wurde immer zu kirchlichen, blosin der letzten Zeit zu andern Zwecken benutzt; sie mißt 92 Fuß in der Länge und 22in der Breite und konnte im Geiste ihrer Bauart sehr zweckmäßig in einen Bilder-saal umgewandelt werden. Die Anordnung und Aufstellung der Bilder wurde un-mittelbar von Dillis geleitet, und der Bildersaal am 25. Aug. 1829, dem Ge-burrs- und Namensfeste des Königs, zum ersten Mal dem Besuche geöffnet. Sel-ten verläßt seitdem ein Fremder Nürnberg, ohne ihn besucht zu haben, und beson-ders sieht man an jedem Sonntagsmorgen die Bewohner Nürnbergs gern in derfreundlichen Halle weilen, wo, durch die hohen Bogenfenster günstig beleuchtetund in wunderbarer Farbenpracht, gehoben durch reiche Rahmen, die Bilder in