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aber ward man dieser Agentschaft müde, zumal da M. mit andern Royalisten inenger Verbindung zu stehen schien. Man wollte ihn nach Monaco verbannen.M. schützte vor, er habe keine Unterhaltsmittel in der Fremde, worauf man ihmverstattete in Paris zu bleiben. Er lebte hier in der Verborgenheit bis zur Staats-umwälzung im Jahre 1814, wo er auf einmal zu den höchsten Posten im Staateemporstieg. Er wurde nämlich zum Mitglieds der provisorischen Regierung er-nannt. Einige meinen, er habe die Chatte von 1814 entworfen, dies scheintjedoch ungegründet. Als Ludwig XVIII. angelangt war, ernannte er M. zumMinister des Innern. Er hatte hier einen schwierigen Posten, dem er nicht ge-wachsen war. Besonders erregte er große Unzufriedenheit mit seinem Gesetze überhie Presse; dies sollte ein Gesetz zu Gunsten der Preßfreiheit fein, wie es verlangtwurde und zugesagt war; er aber schlug die Censur vor und entschuldigte diesdamit, daß er behauptete, der Ausdruck in der Charte: „reprimer les ubus", be-deute so viel als „prevemr!es ubus". Man machte sich in Paris über diese Aus-flucht, die man eine jesuitische nannte, sehr lustig. M. beging noch mehr solcherpolitischen Fehler, und als er es auch den Royalisten nicht recht nach Sinne machte,so hatte sein Ministerium keine Stütze. Nach der Landung Napoleon's hielt er esfürs Beste, nach England zu flüchten. Er kam erst nach Frankreich zurück, als Lud-wig XVIil. wieder in den Tuilerien saß. Er hatte sein Ansehen verloren und wurdenicht weiter in Staatsgeschäften gebraucht. Er zog sich in die Provinz zurück undlebte hier bis zu seinem Tode im Anfange des Jahres 1832. Als das National-institut im I. 18 l6 von Ludwig XVlll. umgestaltet wurde, ernannte ihn eine kö-nigliche Verordnung zum Mitglieds derVeackemie tranhmse, welches sonst durch dieWahl der übrigen Mitglieder geschieht. Er erschien aber nie in dieser gelehrten Ver-sammlung, und als ihn einst Jemand um seine Stimme bat, soll er mit Verwun-derung gefragt haben: ob er zur Akademie gehöre. Jedoch behauptet man, daß erstetsseinen Gehalt als Akademiker sehr regelmäßig in Empfang genommen habe. (25)
Montgomery (James), am 4. Nov. 1771 zu Jrvine in AyrMegeboren, wurde nach der Trennung von seinem Vater, der als Missionar nachWestindien ging und dort bald starb, in der Bildungsanstalt der Brüdergemeindezu Fulnek in Porkshire erzogen. Anfangs neigte er sich zum geistlichen Stande, unddie Vorsteher der Anstalt suchten die glücklichen Anlagen des Knaben diesem Berufegemäß auszubilden. Schon in früher Jugend machte er Verse, schrieb im 14. Jahreein komisches Heldengedicht von mehr als 1000 Versen und entwarf im 15. denPlan zu einem Epos, dessen Held Alfted war. Vergebens suchten die Vorsteher derLehranstalt ihn von einer Neigung abzuziehen, welche sie für unvereinbar mit demvon ihm gewählten Berufe hielten. Er bereute jedoch bald seinen Entschluß undverfiel aus Kummer über seine, wie es ihm schien, unabänderliche Bestimmung ineine schwere Krankheit, während welcher die Vorsteher seine Abneigung gegen dengeistlichen Stand erfuhren, ihm das gegebene Wort zurückgaben und ihm einen wei-tern Entschluß über seine Zukunft frei stellten. M. wählte den Kaufmanns-stand, und man brachte ihn als Lehrling unter. Sein Wunsch trieb ihn nach Lon-don, und ohne Freund, ohne Mittel machte er sich mit einem Bande handschriftlicherGedichte auf den Weg. Bittere Noth war seine Begleiterin, und er war froh, alssich ihm endlich eine Gelegenheit bot, die begonnenen Lehrjahre fortzusetzen. Spa-ter ward er Theilnehmer an einer in Sheffield begonnenen Zeitschrift, welche er,als der ursprüngliche Eigenthümer England verlassen mußte, als alleiniger Heraus-geber unter dem Titel „Iris" fortsetzte. Seine Grundsätze zogen ihm Verfolgungzu und er wurde nach der zweiten gerichtlichen Anklage zu sechswöchentlicher Hastverurtheilt. Im Gefängnisse schrieb er Gedichte, die er 1797 unter dem Titel:„?risen Amüsements" herausgab. Der Beifall, den seine Erstlinge fanden, er-munterte ihn, und 1806 erschien sein Gedicht „V 'lle nanckerer ol Lnitseilunch,