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Mone
Niederungen oder die sogenannten Mondmeere und die zwischen ihnen gelegenenHochländer zuerst. Ringgebirge, Gruben, Einsenkungen und Rillen traten späterhervor und jeder neu entstehende Krater trug nothwendig zur Zertrümmerung derfrüher in der Gegend vorhandenen bei. Zur Unterstützung dieser Ansicht möge nureines der auffallendsten Beispiele hier Erwähnung finden, das auf der siebentenSection von Lohrmann's Mondkarten zu sehen ist. Auf der südlichen Haldkugeldes Mondes im 22." der Breite und 3." Ö. L. liegt an der Grenze des Alare mi-dium das Ringgebirge Thebit. Das HIare nudium, eine der Eingangs erwähntengroßen Niederungen, hat 92 Meilen im Durchmesser und seine Grenzgebirge sind,wie die Karte zeigt, durch viele größere und kleinere Krater und durch mancherleiSchluchten und Trennungen in ihrer ursprünglichen Form verändert und mehroder weniger zertrümmert worden. Am auffallendsten ist dies durch eine 26 Mei-len im Durchmesser große, vor dem Thebit gelegene, durch eine Rille mit Berg-wall merkwürdige Ringebene geschehen, deren westlicher Wall in die Grenzgebirgedes Uare nubium eingreift und deren östliche minder beträchtliche Höhen im In-nern desselben iVlure vortreten. Auf der Westseite des eben erwähnten Ninggedir-ges entstand ferner der Krater Thebit, der 8 Meilen im Durchmesser, ein etwa4000 Fuß hohes ziemlich festgeschlossenes Randgebirge hat, das eine innere be-trächtliche Vertiefung umschließt. Doch eine neuere Grube, durch 10 auf Lohr-mann's Karte bezeichnet, mit einem 3^- Meilen im Durchmesser großen und we-nigstens 5000 Fuß hohen Rundgebirge hat in den Bergkamm des Thebit einge-griffen, und seine ursprüngliche Form verändert. In dem Randgebirge der Grube10 ist anderweit noch eine Einsenkung von drei Viertel Meilen Durchmesser ent-standen. Es zeigt sich also hier eine fünffach fortgehende, fünffach ineinander ein-greifende Rundbildung und es tritt klar hervor, daß jedesmal der kleinere Kratereinen Theil des Gebirges des nächst größern zerstörte, daß das Alare nubiuw dieUrform war und die andern, beschriebenen Ringgebirge nach der geringer rvnbm-den Größe immer später und später hervorgehoben worden sind. So finden sichunzählige Belege für den Fortgang eigentümlicher Bildungen aus der Mond-kugel, die jedenfalls durch die innern uns unbekannten Kräfte dieses Weltiör-pers, nicht aber, wie Einige glauben wollen, durch äußere Einwürfe be-dingt werden.
Es hat demnach die Mondfläche 1) große Umgestaltungen erfahren, neuereGebirge sind entstanden, ältere mehr und mehr der Zerstörung entgegengegangenund ein Fortgang der Bildung und Umgestaltung ist anzunehmen, 2) Die großenNiederungen oder sogenannten Meere auf dem Monde sind, im Allgemeinen be-trachtet, als die ersten Urformationen anzusehen. 3) Unter den Nundgebirgen,welche die zweite Formation bilden, kann man diejenigen für älter halten, bei denendie innern Gruben flach geworden sind und wo die Hauptformen der Randgebirgedurch Eingriffe anderer Krater Abweichungen erlitten haben. Je deutlicher dieSpuren der Zertrümmerung hervortreten, in desto entferntere Vorzeit würde mandas Entstehen eines solchen Gebirges setzen können. Dagegen kann man Ringge-birge für um so jünger achten, je ansehnlicher deren verhältnismäßige innere Ver-tiefungen sind und je reiner begrenzt die Bergwälle derselben dastehen. Zu dei>jüngsten Kratern möchten diejenigen zu zählen sein, von denen noch deutlich lich-tere Streifen radienförmig sich über die nächstgelegenen Ländertheile verbreiten.Über die Zeit, binnen welcher solche Veränderungen vorgehen, ist jetzt ein Aufschlußnicht wohl zu geben, da die ältern Mondkarten zu unvollkommen sind, um Ver«anderungen daraus abnehmen zu können, und da man neue Bildungen in der jüng-sten Zeit auf der Mondflache nicht beobachtet hat. (54)
Mone (Franz Joseph), geboren am 12. Mai 1792 zu Mingolsheim, ei-nem Marktflecken unweit Heidelberg, stammt auS einer ursprüglich niederlärB-
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