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so häusig haben, kommen auf dem Monde nur als Grenzgebl'rge großer Niederun-gen oder in Verbindung mit beträchtlichen Ringgebirgen und Kratern vor. Dengrößten Gebirgszug dieser Art bilden die Mondapenninen an der Grenze desimbrium. Sie beginnen beim Rundgebirge Eratosthenes, gehen nach der Formdes klare iinbriui» gebogen, 100 Meilen weit bis zum klare sereliitatiz und andefsm Grenze noch 100 Meilen weit bis zum großen Krater Plinius. In dieserLange und in einer Breite von 30—40 Meilen, bilden die Mondapenninen eindurch tiefe Schluchten und Thalgründe ungemein zerrissenes Hochland Die höch-sten Spitzen desselben, die mit Wolf, Hupgens, Bradlev und Hadley bezeichnetsind, erheben sich bis ^0,0lA) und mehr Fuß über die Fläche des klare imbrium.Alle übrigen Gebirgsketten des Mondes smo ungleich kleiner als die eben beschrie-benen Apenninen, und die meisten derselben gehen in niedere Hügelreihen über, diedann zusammenhängend sich zeigen und von Thalgründen nicht oder nur seilen un-terbrochen sind. 5) Bergkegel. Frei und einzeln stehende Bergmafsin von grö-ßerm oder kleineren Umfange erheben sich auf der Mondfläche häusig und großen-theils schroff aus Niederungen und Tiefen, oder auch auf hochgelegenen Landstri-chen. Oft stehen sie einzeln vor und bei Hauptgebirgen und Kratern, mehrfaltigmachen sie auch eine Reihe aus, die rundförmig um kleinere oder größere vertiefteFlächen herumgeht. Die Bergkegel, die sich mitten in den Gruben und Kraterndes Mondes erheben, werden gewöhnlich mit dem Namen Centralgebirge bezeich-net. 6) Mondrillen. Mit guten Fernröhren bemerkt man kanalähnliche Ver-tiefungen, welche bei einer geringen Breite von etwa 1 — 3000 Fuß, 10, 30 —40 Meilen weit in Niederungen und oft über Höhenreihen hinweg sich hinziehenund durch kleinere oder größere Gruben hindurchgehen. In der Mondrille, dieim klare vazxirum an die Gebirge des Agrippa sich anschließt, bemerkt manbeim Higinus (0° 15^ W. L., 7° L0^ N. B ) selbst noch Emsenkungen, die beigünstiger Beleuchtung deutlich als höchst zarte Pünktchen sichtbar sind. Eineder größten Rillen befindet sich unweit der eben erwähnten und kann als sineFortsetzung derselben betrachtet werden. Sie fängt in einem kleinen Grübchen an,läuft über mehre Höhen hinweg und endet auf einer hohen Bergkuppe des Aria-däus. In den Niederungen des klare tranHinIIitatis, im ?alus zmtreäim", imThebit, zwischen dem Pilatus und Eapuanus, beim Abilfedea und Piccolomini,und in vielen andern Orten bemerkt man mehr oder weniger in Länge, Breite,Tiefe und Richtung verschiedene Rillen. In den Polarländern des Mondes kom-men dergleichen Rillen nicht vor. Rillen von geringem Dimensionen würden da-selbst auch kaum bemerkt werden können, da wegen der Rundung der Mond-kugel die Polarländer eine sehr schräge in die Seitenansicht übergehende Lage gegenuns haben.
Die Gebirgs- und Tiefenbildungen des Mondes erscheinen theils in lebhaf-tem Glänze, theils in mattem Lichte, theils in grauer und dunkler Farbe. Sehrmerkwürdig ist, daß von mehren geschlossenen Rundgebirgen und insbesondere vomTpcho, Copernicus, Kepler und Aristarch Lichtstreifen radienförmig ausgehen undin ihrer Helligkeit ungeändert über bedeutend hoch und tief liegende Länderflächender Mondkugel sich verbreiten. Einzelne Höhen und Grübchen in den Berglän-dern und in den flachen Gegenden leuchten dabei in so lebhaftem Lichte, daß siedem Glänze der Venus gleichkommen und bald vor oder nach dem Neumondeinder vom Erdschein erleuchteten Nachtseite des Mondes aufgefunden werden können.Dagegen haben die tief liegenden Gegenden, so weit sie nicht von hellen Streifendurchzogen werden, meistens eine sehr dunkle Farbe, und dunkle Stellen finden sichauch auf einzelnen Rundgebirgen, in den Hochländern und selbst auf einzelnenBergkegeln. Eine scharfe Trennung zwischen dunkeln und hellen Strecken aufdem Monde findet nur selten statt, meistens geht das Dunkle nach und nach