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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
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Mond

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messer groß wird, und in 25 Sektionen getheilt, die ein bequemes Format geben.Vier Sectionen sind bereits erschienen, und das ganze Werk ist jetzt der Vollendungsehr nahe.

Nach diesen geschichtlichen Bemerkungen über Mondkarten wollen wir zurnahern Betrachtung der Mondlander selbst übergehen. Wir vermögen mit Hülfeguter Fernröhre von den Gebirgen des Mondes und von der Farbe seiner Gegendengenaue Kenntniß zu nehmen und finden bei sorgfaltiger Beobachtung und Mes-sung, daß auf dem Monde, obgleich derselbe 3,7 mal im Durchmesser und49,5 mal im körperlichen Inhalte kleiner ist als die Erde, die Mondapenninenund andere Gebirge sich doch über 20,000 pariser Fuß erheben und viele Grubenund kraterförmige Vertiefungen, wie Thaetetus,Eudoxus und Bernoulli sich 10,00011,000, selbst 18,000 pariser Fuß unter die Kuppen der umgebenden Ringgebirgeund 5 8000 Fuß unter die Mondoberflache einsenken. Die Gcbirgspartienaufunserm Weltennachbar weichen aber in Form und Gestalt, in gegenseitigerVerbindung und Lage ganzlich von den Gebirgszügen und Gruppirungen auf un-serer Erde ab. Es unterscheiden sich auf der Mondkugel insbesondere: 1) GroßeNiederungen oder sogenannte Meere. Sie haben meistens eine graue Farbe,80 160 unserer geographischen Meilen im Durchmesser und sind von Hügel-reihen in allen Richtungen durchschnitten. Auf ihrer Flache finden sich gewöhnlichmehre große Gruben, viele kleinere Einsenkungen und einige Rillen, die 10, 20und 30 Meilen weit in wenig gebogener Richtung sich erstrecken. Dabei habendiese Niederungen nie gleichförmige Helligkeit. Einzelne Theile sind allemal dunk-ler als andere. Glanzende Lichtstreifen verbreiten sich über sie und lichtere Stellentreten aus dunklern Gegenden hervor, ohne daß der verschiedene Grad der Hellig-keit irgend eine Erhöhung oder Vertiefung bezeichnete. Diese großen Niederungen,wie z. B. das Uare irukrium, Nure sei-euitutis, Nare nubiurn, Uure crisium etc.,sind in ihren Hauptformen durchgehends kreisförmig und durch hohe, sehr zerrisseneauch wol streckenweise unterbrochene Gebirge begrenzt. 2) Kleinere tieflie-gende Landerflachen von runder Form. Dieser Lander, welche, wieHipparch und PtolemauS, 18 22 Meilen im Durchmesser haben, sind den un-ter 1) erwähnten Niederungen ahnlich, doch zeigen sie weniger Wechsel in Uneben-heiten und in Helligkeit und sind scharfer und bestimmter von Gebirgen begrenztals die der erstgenannten Meere. 3) Wall - oder Ringgebirge, Gruben oderKrater des Mondes. Diese messen, wie Theophilus und Archimedes, höchstens10 12 Meilen im Durchmesser, sind aber meistentheils viel kleiner, haben einkreisförmig geschlossenes Gebirge, das eine Vertiefung umgibt, die mehr oder we-niger und wie schon erwähnt, bei einzelnen Ringgebirgen sogar 1018,000 Fußunter die aufgeworfene Gebirgskante und 58000 Fuß unter die Mondflachehinabgeht. Aus der Tiefe der meisten dieser größern Gruben erheben sich kegelför-mige Centralgebirge, deren Spitzen ein Drittheil, die Hälfte, selbst drei Viertel derHohe des Ninggebirges erreichen. Messungen des cubischen Inhalts der Grubenund der über der Mondfläche vorstehenden Bergwälle haben erkennen lassen, daßletztere im Allgemeinen den erster» an Größe gleichkommen und wäre eine Eineb-nung denkbar, der Aufwurf die Tiefe einer Grube erfüllen würde. Solche Ring-gebirge finden sich in allen Theilen der Mondfläche und besonders häufig in der süd-lichen Halbkugel. Die minder großen sind die zahlreichern, sie gehen endlich in diekleinen Grübchen und kraterförmigen Einsenkungen über, die oft nur 1 2000Fuß im Durchmesser haben und in unnennbarer Menge auf Höhen und in Nie-derungen, an Berghängen und in Gruben, selbst in Rillen, vorkommen. Höchstwahrscheinlich bestehen noch viel kleinere solcher runden Einsenkungen, un-ere Fern-röhre gestatten aber deren Beobachtung nicht. 4) Gebirgsketten, zusammen-hängende sich über große Mondkänder hinziehende Gebirge, die wir aus der Erde