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ratur aber hat er sich als eifriger Sammler unleugbare Verdienste erworben. Mitdem gelehrten Historiker Engelstoft vereint, schrieb er (1814 —17) „HistoristKalender", eine Sammlung historischer Aufsatze, meist die Vaterlandsgeschichte be-ttessend. Als Fortsetzung dieses Werkes ist gewissermaßen anzusehen die von M.allein bearbeitete „Mnemosyne", interessante Denkmaler und Schilderungen ausder dänischen Geschichte enthaltend, wovon drei Bande (1830—32) erschienenund mehre zu erwarten sind. Einige ausführliche Biographien berühmter Da-nen hat er bereits herausgegeben. In der „Mnemosyne" lieferte er eine neueDarstellung der Geschichte des Königs Christian VI., dessen Charakter und Regie-rung oft verkannt und zu ungünstig beurtheilt worden ist, wobei er besonders diezahlreichen bisher ungedruckten eigenhändigen Briefe des Königs benutzt hat.Sein Entwurf einer Geschichte der dänischen Literatur vom Anfange des 19. Jahr-hunderts bis 1813, in den drei Jahrgangen des erwähnten „Historisk Kalender",möchte in Hinsicht der Vollständigkeit wenig zu wünschen übrig lassen. Zu der„Dänischen Litcraturzeitung", deren RcdacteurM. seit 1830 ist, hat er auch früherviele Recensionen, theologischen, philosophischen und ästhetischen Inhalts, geliefert.In Stäudlin's und Tzschirner's „Archiv für Kirchengeschichte" hat er eine „Ge-schichte des norwegischen Fanatikers H. N. Hauge" mitgetheilt. Von seinen Auf-sätzen in der „Mnemosyne" ist der erste, den jetzigen Zustand Dänemarks betref-fend, in drei verschiedenen deutschen Übersetzungen 1830 erschienen. (4)
Monarchisches Princip. Als die nordamerikanischen Staaten sichvon England losrissen und sich eine demokratische Verfassung gaben, fiel es kaumJemand ein, daß dieses anders sein könne, und daß an der Ostküste der neuenWelt eine Monarchie, etwa als eine Secundogenitur des welsischen Hauses, ge-gründet werden müsse. Die einzelnen Staaten hatten von langer Zeit her jeder seinebesondere Verfassung, aufweiche die ursprünglichen Verleihungen und die Grund-satze der englischen Verfassung großen Einfluß gehabt hatten, und man ließ du re-publikanischen Ideen zur Ausführung kommen, ohne an eine Gefahr für die altenMonarchien in Europa zu denken. Man hatte freilich auch keine Ahnung davon,welche riesenhafte Fortschritte ein Staatenbund machen werde, der bei dempariser Frieden 1783 noch nicht drei Millionen Einwohner zählte, und über dessenSchulden und Mangel an Geld (man bediente sich zerschnittener Geldstücke) manmitleidig spottete. D-ie Republiken, welche damals in Europa bestanden, erregtenfür die monarchische Verfassung keine Besorgnisse, sie waren im Innern durchParteiungen zerrüttet und nach Außen kraftlos. Aber die französische Revolutionzeigte, welche Anwendung auch in Europa von den Grundsätzen gemacht werdenkönne, nach welchen sich die amerikanischen Staaten frei gemacht hatten, und vonda an ist es stets der Vereinigungspunkt der europäischen Politik gewesen, der wei-tern Ausbreitung republikanischer Grundsätze und Verfassungssormen entgegenzu-wirken. Zwar verfolgte unter diesem gemeinschaftlichen Ziele jede Macht ihre eig-nen besondern Zwecke, und opferte wol den letztern auch für einige Zeit das ersteauf. Allein von der ersten Coalition gegen Frankreich und der Convention vonPillnitz an, ist Europa immer zu Erhaltung seiner alten Monarchien unter denWaffen gewesen, denn man darf sich nicht von dem äußern Scheine täuschen las-sen, nach welchem man in den Kriegen gegen Napoleon nur den Widerstand gegenHerrschlucht, Eitelkeit des Soldaten und kriegerischen Despotismus, nur denKampf für die Unabhängigkeit der Völker erblickt; im Hintergrunde lagen immerdie Constitutionen des Kaiserreichs, die doch auf der Declaration der Menschenrechtevon 1791 aufgebaut waren, und überall, wo sich die kaiserlichen Adler bleibend nie-derließen, hatten sie eine Emancipation des Volkes von Diensten und Zinsen, Aus-hebung der Privilegien und der meisten grundherrlichen und staatsbürgerlichenRechte des Adels, eine Volksvertretung ohne Vorzug erblicher Titel, gleiche Ve-