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gen" (Greifswald 1816) ist ein interessanter Beitrag zur Literaturgeschichtedes 16. Jahrhunderts. Seine „Urkundliche Geschichte der sogenannten pi-o-tessio Kllki tritientiose und einiger andern römischen Glaubensbekenntnisse"(Greifswald 1822) und der Nachtrag zu dieser Schrift: „Zur Geschichte desungarischen Fluchformulars" (Greifswald 1823), erläutern gründlich einen da-mals vielbesprochenen Gegenstand und verthei^igen die historische Wahrheit frei-müthig gegen die Ableugnungen und Entstellungen der ultramontanen Partei. !Durch die Herausgabe und Erläuterung von „Bartholomäi Sastrowen Herkom-men, Geburt und Laufs seines ganzen Lebens" (3 Bde., Greifswald 1823—24)erwarb er sich ein anerkanntes Verdienst um die Geschichte des 16. Jahrhun-derts. Die Geschichte der Reformation in Pommern erhielt schätzbar? Aufklärun-gen durch seine „Hymnologischen Forschungen" (2 Bde, Stralsund 1831 — 32),welche die Geschichte des Kirchengesangs erläutern, vorzüglich aber durch die vonihm in Verbindung mit Zober nach den Originalhandschriften besorgte Herausgabeder „Stralsundischen Chronikanten" (1 Bd., Stralsund 1832), zum Theil auchdurch „Die Feier des Jubelfestes der augsburgischen Confession in Neuvorpom-mern in den Jahren 1630, 1730 und 1830" (Stralsund 1830) und „DieKrön mg Christian 01., Königs von Dänemark, und seiner Gemahlin Dorotheadurch l). Johannes Bugenhagen" (Stralsund 1832) Von seinen Übersetzungenaus dem Schwedischen nennen wir Tegner's „Frithjofs Saga" (Stralsund 1826,2. umgearbeitete Ausgabe 1831); Dessen „Auerhahn" (Stralsund 1828); „Axel"(Stralsund 1829); Nicander's „Runen" (Stralsund 1829); Tegner's „Reden"(Stralsund 1829), „Der Riese Finn" (Lund 1829) und Dessen „Schulceden"(Stralsund 1832); „Nordische Dithyramben" (Stralsund 18-30); „Volksliederder Schweden" nach Geijer und Atzelius (1. Bd., Berlin 1830). In Verbin-dung mit Schutt gab er unter dem Titel: „Skandinavisches" (Stralsund 1832),Verdeutschungen von Reden, Schilderungen und Gedichten schwedischer und däni-scher Schriftsteller heraus Aus dem Isländischen übersetzte er „Die Saga vvaFrithjoff dem Smrken" (Stralsund 1830); aus dem Schwedischen des DämnRask „Verslehre der Isländer" (Berlin 1830), und gab in Verbindung mitKarl Christian Rafn die interessante „?nere^il>Fn (Faröer-Sage) im islän-dischen Grundtext mit faröischer, dänischer und deutscher Übersetzung" (Stralsund1832) heraus. Mehre einzelne Aufsätze lieferte M. zu Ullmann's und Umbreit's„Theologischen Studien", zu den „Baltischen Studien" und zu JUgen's „Zeit-schrift für die historische Theologie", in welcher er eine Übersetzung von Estrup's„Absalon, Bischof von Roeskilde und Erzbischof von Lund" gab. Er beschäftigtsich jetzt mit der Übersetzung des norwegischen Geschichtswerkes von Snorre Stur-leson: „Heimskringla", und einer kritischen Ausgabe der „LPiswI-m obscuruniwviror-iim", worin er die streitige Frage über den oder die Verfasser dieser Briefevollständig beantworten zu können hofft.
Molbech (Christian), geboren 1783in Soroe, wo sein Vater Professoran der Akademie war, hat sich durch ausgezeichnete Leistungen in der dänischen Li-teratur einen Ehrenplatz erworben. Er wurde 1805 bei der öffentlichen königlichenBibliothek in Kopenhagen angestellt und ist jetzt erster Secretair derselben, und Pro-fessor der Liierargeschichte an der Universität und Mitglied der Direktion des könig-lichen Theaters daselbst. Einige Arbeiten über die vaterlandische Geschichte, die erfrüher herausgab, zogen die Aufmerksamkeit des Publicums sehr an und zeichne-ten sich nicht nur durch gründliche Forschung, sondern auch durch eine würdige Dar-stellung aus, wie „Historie om Ditmarsker-Krigen" (Kopenhagen 1813), eineinteressante, geistreich geschriebene Geschichte der danischen Kriege in Ditmarschen1500 und 1559. In „Konz Erik Plougpennings Historie" lieferte er 1821 denAnfang eines größern Werkes über einen Theil der dänischen Geschichte auS dem