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Eine großartigere Wirksamkeit ging von den, der herrschenden Kirche ent-fremdeten Glaubensparteien aus, welche als zurückgesetzte Gemeinden zu lebhaf-term Eifer gestimmt waren, und unter ihnen waren es die Baptisten, die den er-sten Anstoß gaben. An ihrer Spitze stand der gelehrte Sprachforscher vi-. Carey,bis in sein 24. Jahr ein Schuhmacher, der diese Angelegenheit mit der ganzenKraft seines Geistes angriff, und 1792 eine Unterzeichnung eröffnete, die baldeine bedeutende Summe einbrachte. In den nächsten acht Jahren wurden mehreVereine gestiftet, unter welchen die londoner Missionsgesellschaft seit 1795 und dieKirchenmissionsgesellschaft seit 1899 die bedeutendsten waren. Die Methodisten,die nach dem Beispiele der Brüdergemeinde schon lange ihre Glaubensboten nachWestkndien geschickt hatten, wurden zu neuen Anstrengungen angeregt und grün-deten eine eigne Missionsgesellschaft. Diese Unternehmungen fanden freigebigeUnterstützung und die Einnahmen der Misfionsvereine wuchsen jährlich selbst un-ter dem Drucke der Zeit in den ersten Friedensjahren, eine Erscheinung, die theilsin der Richtung des religiösen Geistes, theils in der Zunahme der von der bischöf-lichen Kirche getrennten Parteien ihre Erklärung findet. Die reichlichen Gaben,welche zu den Zwecken der Missionen in den letzten Jahrzehnden dargebracht wur-den, sind das Ergebniß eines in der Geschichte beispiellosen Eifers, und alle Bei-träge waren freie Spenden der Armen wie der Reichen. Bedeutende Summenlieferten die Unterzeichnungen zu wöchentlichen Beiträgen von einem Penny.Weniger trugen die in Läden und Privathäusern ausgestellten Missionsbüchsen ein,mehr die Sammlungen in Schulen, reichliche Beiträge lieferten die weiblichenZweiggesellschaften svuüies' brnnch sncieties), und selbst der Verkauf von Nadel-kissen und andern weiblichen Arbeiten war nicht unergiebig. In der Berechnungder Einnahme einer Missionsgesellschaft stehen unter andern Posten die kleinenSummen, die aus dem Verkaufe von Zündhölzchen und zierlichen Mäusefalleneingingen. Mögen solche Beiträge ein Lächeln erwecken, so rufen doch mancheauch andere Regungen hervor, wie wenn eine Frau 39 Pfund als den Ertrag ihresSchmuckes darbringt, oder eine blinde Korbflechterin so viel Schillinge zu demfrommen Werke spendet, als sie für Licht während des Winters gebraucht habenwürde, wenn sie hatte sehen können.
Die raschen Fortschritte dieser Anstalten regten auch die bischöfliche Kirche an,und die von ihr ausgegangenen alten Vereine, die Gesellschaft zur Beförderungchristlicher Erkenntniß und die Gesellschaft für Ausbreitung des Evangeliums, erho-ben sich zu einer umfassendem Thätigkeit. Sicherer begründet, brauchten sie nicht,wie die jüngern Vereine, ihre Bemühungen auf die Vermehrung ihrer Hülfsmittelzu richten. Der erste jener Vereine war besonders in Ostindien thätig, wo Schu-len angelegt. Eingeborene zu Lehrern gebildet, Bibeln und Andachcsbücher in denLandessprachen gedruckt wurden.*) Auch die englische Liturgie ward in die indischenSprachen übersetzt, wozu die Gebetbuch- und Homiliengesellschast in London thä-tig mitwirkte, und man fand dies nützlich, um die an gottesdienstliche Formen ge-wöhnten Mohammedaner und Hindus zu gewinnen. Die Stiftung des Bischofs-collegiums in Kalkutta war das Werk jener Vereine, und diese nach dem Muster derenglischen Collegien eingerichtete Lehranstalt hat bereits für ihren Zweck, höhere wis-senschaftliche Bildung in Indien zu verbreiten, erfreulich gewirkt. Die Bemühungender Missi'onsgesellschaften gewannen eine kräftige Stütze, als durch die Stiftung desBisthums Kalkutta die bischöfliche Kirche einen Mittelpunkt in Indien erhielt, undder zweite Bischof, der treffliche H e b e r (s. d.), mehr als sein Vorgänger Midle-
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