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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
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137
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bis jetzt noch durch keine andern Schriften für die Erklärung der Denkmäler gesorgt,^ ^ .A die ihn beschästigen, obgleich die gelehrten Gesellschaften, deren Mitglied er ist —^ übtzn ^ seit 1831 ist er auch Mitglied der ^.cuckemie des inscrsickions — dazu wol Ver-

anlassung gäben. ^ (14)

t Missionen. Während die Bemühungen der Katholiken, das Christen-

A thum unter heidnischen Völkern auszubreiten, besonders seit der Aufhebung der

tisch Jesuiten, geringe Erfolge zeigten, haben die aus protestantischen Landern aus-gegangenen Unternehmungen die bedeutendsten Ergebnisse hervorgebracht. Es^bekili ^ verkannt werden, daß die katholischen Glaubensboten in frühern Zeiten

ltcr SN ^ ^ manche Weltgegenden Beförderer der Versittlichung geworden sind, und auchM sie gaben mehre Beispiele edler und muthiger Aufopferung; aber schon der Um-

un!>! ^ daß die, wenn auch nur räumliche Ausbreitung der Hierarchie in ihren Ab-

^ Ä- sichten lag, mußte einer standhaften Verfolgung des Hauptzweckes, unter den heid-. ^ nischen Völkern Gesittung und Christenthum zu vereinigen, vielfach entgegenwir-kcn. Die Benutzung der einheimischen Glaubensgebräuche und ein nachsichtigerVergleich mit denselben begünstigten die katholischen Missionare in ihren Bemü-' ^ U Hungen, die Zahl ihrer Jünger zu vermehren, und die Bekehrungen waren sehr oftnichts als Vertauschung eines Aberglaubens mit einem andern. Man kennt dieA Geschichte der andächtigen Japanerin, die als Heidin den Namen Amida wäh-MWllA- rerw der 24 Stunden des Tages 140,000 mal anzurufen gewohnt war, und alsMndM- sie 1022 die Taufe empfangen hatte, den Namen Amida mit Maria vertauschteÄM/lM und ihre alte Andachtsübung fortsetzte, so lange sie lebte. Die Taufe war in denUmeisten Fällen das einzige Christliche, das die Glaubensboten den Heiden brachten,simW- und wie konnte es anders sein, wenn man rühmt, daß der verehrte Heidenbekehrerden§ mde Framiscus Xaverius 10 Jahre lang an jedem Tage im Durchschnitt 329 Heidenimim w- in Indien taufte. Bei einer so unsichern und vergänglichen Grundlage des Glau-mM« bens mußte das Gebäude überall zerfallen, sobald die Baumeister hinweggerufen>si, daSsich wurden. Hätten die Missionare sich bemüht, überall Gemeinden gebildeter Chri-Mbin hat, sten zu gründen, so würden ihre Arbeiten dauerndere Früchte getragen haben.PW etWie ein ausgestreutes kleines Saatkorn in gut bearbeitetem Boden gedeihen kann,beweist das Beispiel jenes schlichten Heidenboten der Brüdergemeinde, GeorgMlckV Schmid, der 1737 von seinem frommen Eifer geleitet, nach dem Vorgebirge dermWirlh m: guten Hoffnung ging, und als er sich im Binnenlande eine Hütte gebaut hatte,Ar in >'« durch Freundlichkeit die Hottentotten gewann, und sie bewog, ihre Kinder von ihmswes zeae- unterrichten zu lassen. Er lehrte sie Holländisch lesen und machte die Kinder undMsW ihre Altern mit den einfachen unentstellten Lehren des Christenthums bekannt.Nicht viel mehr that er; nur sieben Erwachsene wurden von ihm getauft; und dieHindernisse, welche die holländischen Ansiedler — ebenso eifersüchtig auf die Ver-s"^, die Wilden zu versittlichen, als jetzt die eigennützigen Sklaveneigenthümerin Westindien—ihm in den Weg legten, nöthigten ihn schon 1744 das Land zu ver-lassen, um in Holland sich die Erlaubniß zu verschaffen, sein Bildungswerk fortzu-^ setzen. Man ließ ihn nicht zurückkehren. Als 50 Jahre später die Glaubensboten

''' !s)'-zb der Brüdergemeinde eine neue Ansiedelung in Bavianskloof gründeten, ward eine^ 80jährige Hottentottin zu ihnen geführt, die Schmid getauft hatte. Ein holläm-'"'',1^ disches Neues Testament war ihr ein heiliger Schatz geblieben, und eine andere^Frau, die ein Schüler Schmid's im Lesen unterrichtet hatte, mußte der frommenAlten das Buch vorlesen. Durch ihren Einfluß wurden die neuen Ankömmlingevon den Hottentotten als Wohlthäter und Lehrer freundlich aufgenommen.

Auch die neuere Zeit hat Beweise geliefert, daß nur da das Samenkornchristlicher Bildung gediehen ist, wo die Wilden durch Lehre und Beispiel für Ge-sittung gewonnen wurden. Wir dürfen uns hier nicht über die frühere Geschichteder meist von Europa ausgegangenen Missionen verbreiten; aber zur Erläuterung