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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
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laus; dann in Gemeinschaft mit dem damaligen Hof- und Justizrath Schaar-schmidt zur Vermittelung der gothaischen Erbfolgeangelegenheiten, welche durch denhildburghäufer Vertrag vom 13. Nov. 1826 zu Stande gebracht wurde; 1827nach Berlin, um die Botschaft von dem Tode Friedrich August's zu überbringen,und 1828 nach Warschau, den Kaiser Nikolaus bei der Krönung zum Könige vonPolen zu beglückwünschen. Nach dem Abschlüsse des Vertrags von Hildburghau-sen war M. zum wirklichen Geheimrath ernannt worden. Nachdem er eine Zeit-lang das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten provisorisch verwaltethatte, wurde er am 9. Oct. 1830 zum Cabinetsminister für dieses Departementernannt, und erhielt bei der neuen Organisation der obersten Staatsbehörde denTitel eines Staatsministers und mit Anfang des Jahres 1833, unter Beibehal-tung des Departements der auswärtigen Angelegenheiten, auch das Ministeriumdes königlichen Haufes, mit welchem die Administration der Civilliste und die Di-rektion aller Hofämter verbunden ist. (8)

Mionnet (Theodor Edme), geboren am 2. Sept. 1770 zu Paris, erhieltseine erste Bildung im Collegium Lemoine und widmete sich den Rechtswissenschaf-ten, wurde sogar 1789 Advocat beim Parlamente zu Paris, obgleich seine Nei-gung von den frühesten Jahren ihn der Münzkunde zuwendete. Der Aufruf analle junge Leute zwang auch ihn 1795 zur Armee abzugehen, aber schon im Jul.1796 ward er zurückgerufen, um in dem Verwaltungsamte des öffentlichen Unter-richts zu Paris zu arbeiten. Der gelehrte Abbe Barthelemy, sein Lehrer in der Nu-mismatik, trug indessen Sorge, M.'s seltene Kenntnisse in dem antiken Münzwe-sen für die Wissenschaft zu erhalten. Durch ihn erhielt er eine Anstellung anfangsbei der Nationalbibliothek, später bei dem Münzcabinete, zu dessen erstem GeHül-sen er 1800 ernannt wurde. Durch die Ertheilung des Ehrenlegionordens wurde1814 sein Verdienst um diese Sammlung anerkannt und viele Stimmen ver-einigten sich 1818, als Millin starb, M. zum Vorsteher der Münzcabinetezu verlangen, doch erhielt Raoul Rochet-te diese Stelle. Ein Verdienst, das MM. um die Freunde der alten Münzkunde in allen Welttheilen erworben hat,ist die Herausgabe seiner „DescrPtion <!e müllailles xmti^ues «t ra-

maiites uvec leur de^re <Ie raretü et leim estunatioia" (Paris 1806), eines Ka-talogs, der sehr übersichtlich und in jeder Weise bequem die in den Sammlungenvorkommenden antiken Münzen nach ihrem Typus beschreibt, ihren Werth an-gibt und die charakteristischen Zeichen daran aufzählt. Was Wacker in seiner„(leoFi-ajchia num-mia" und Sestink, der ihn verbesserte, in den „(llasses Zeno-rales" nur summarisch angaben, ist hier so aufgezählt, daß auch ein Laie sich baldzurechtfinden kann, und eben darum ist das Werk, jetzt aus 10 Bänden und 4Supplementbänden bestehend, das Lieblingsbuch aller, besonders der vornehmenSammler geworden, die es auf den Reisen durch den Orient und Italien zum Be-gleiter wählen, und für alle Numismaten unentbehrlich. Besonders muß die Ge-nauigkeit der Supplementbände gerühmt werden, die auch in der Schätzung derMünzen etwas behutsamer zu Werke gehen. Durch dieses Werk sind Taufendevon Münzen zu verdienter Würdigung gekommen, die vielleicht sonst völlig verlo-ren gewesen wären; aber auch Betrügereien durch dessen Hülfe mit Zuziehung derAbgüsse, welche M. als eine begleitende Sammlung dabei verkaufte, möglich gewor-den. Summarischer gearbeitet war M.'s zweites Werk: „De In rnrete et cku pnxtles mecknilles remnines" (Paris 1815), in derersten Ausgabe. Genau die ein-zelnen wichtigen Verkommenheiten charakterisirend ist die zweite, zu Paris 1827in zwei Bänden erschienene Ausgabe Durch zweimaligen Aufenthalt in Italienmit den dortigen Schätzen vertraut, konnte M. bei seinem eisernen Fleiße ein Werkliefern, das zwar hie und da ergänzt und berichtigt, aber nie völlig unbrauchbargemacht werden kann. Ungetheilt dem Nützlichen seine Kräfte widmend, hat M-