Minkwitz
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heit seines Oberbefehlshabers, und genoß das Glück, wenngleich erschöpft und an-gegriffen, doch gesund heimzukehren. Der König hatte ihn für sein ausgezeichnete«Betragen in der Schlacht von Mozaisk, wo er an der Spitze der sächsischen Reiter-schar war, welche in die größte und am hartnackigsten vertheidigte feindliche Re-doute drang, zum Rittmeister befördert und mit dem Heinrichsorden belohnt. M.'HG., folgte dem General von Thielmann in die Festung Torgau, deren Befehl dem Letz->!> G,. tern war übertragen worden. Obgleich seinem Führer innig ergeben und die SacheHltz^' der Franzosen in ihren Beziehungen zu Deutschland hassend, besaß er doch Kraft„Zln^s und Pflichttreue genug, die Anträge Thielmann's, mit ihm zu dem Feinde überzuge-W hen, mit ruhiger Würde von sich zu weisen. Aber er fühlte sich weder körperlich
kraftig genug, noch moralisch geneigt, in einem neuen Feldzug unter den Franzosengegen sein deutsches Vaterland zu fechten, und bat um seine Entlassung, die ihmder König jedoch verweigerte. Er erhielt Urlaub und stärkte seine Gesundheit theilsauf dem Lande, theils im vaterlichen Hause zu Gotha. Bei der Umbildung dessachsischen Heers nach der Schlacht bei Leipzig trat M. in den Generalstab des da-maligen Herzogs von Weimar, marschirte mit dem von diesem befehligten Corpsnach Belgien, wohnte mehren kleinen Gefechten und der Beschießung von Mau-beuge bei, und in Folge der inzwischen eingetretenen Einnahme von Paris begleiteteer dahin den Herzog, dessen Achtung und Vertrauen er besaß. Nach Aachen zu sei-nem Corps zurückgekehrt, welches wieder dem Befehle des nun in russische Dienstegetretenen Generals Thielmann anvertraut war, trat M. bei diesem in dieselbenVerhältnisse, in welchem er vorher bei dem Herzog gestanden hatte. Zwischen1614 —15 in der Militairkanzlei des fremden Gouvernements zu Dresden an-gestellt, führte er die Geschäfte mit ebenso großer Klugheit als Umsicht, ohne jedurch die schwierigen Collisionsverhaltnisse gehemmt zu werden. Das plötzlicheErscheinen Napoleon's in Frankreich bewirkte die Zurückberufung M.'s zur sächsi-schen Armee, welche derselbe bei Lüttich antraf. Die Vorfälle, welche sich in dieserStadt bei dem ersten, in Folge der wiener Congreßverhandlungen unternommenenTheilungsversuche der sachsischen Truppen zutrugen, erschütterten sein Innerstes.Bald nach der Rückkehr des Königs nach Dresden im Inn. 1815 zum Majorbefördert, wurde er von Frankfurt am Main, dem damaligen Hauptquartier,mit Aufträgen an den Fürsten Schwarzenberg, die sich auf die bevorstehendeStellung deksächsischen Truppen bezogen, nach Paris gesendet. Nach seiner Rück-kehr reiste er in die Schweiz, wurde dann an den östreichischen General Frimont,unter dessen Oberbefehl das sächsische Corps gestellt worden war, nach Dijon ge-schickt, und kehrte später mit dem Generallieutenant von Lecoq als Chef des Gene-ralstabes nach Dresden zurück. Hier erwartete ihn ein neuer Beruf. Er sollte dasSchwert mit der Feder vertauschen Zu Ansang des Jahres 1817 ernannte ihn derKönig zum Geschäftsträger am berliner Hofe, wo er ein großes Talent für das diplo-matische Fach an den Tag legte. Mit vielem Takte beförderte er, leere Förmlichkeitenverschmähend, durch Klarheit der Ansicht und Zuverlässigkeit der Ausführung die ihmübertragenen Geschäfte auf eine höchst befriedigende Weise. Er erhielt 1818 den Be-fehl, an der Berathung einer Militaircommission über das zu bildende Bundesheerin FrankfurtTheil zu nehmen, wo er den Grund der deutschen Militairbundesverfaf-sung legen half. Die höchste Anerkennung von Seiten seines Königs konnte ihm nichtentgehen. Die Beförderungsgrade bis zum Obersten und zum GeneraladjutantenDB schnell durchlaufend, wurde er 1819 als außerordentlicher Gesandter und bevoll-machtigter Minister nach Berlin gesendet. Nach dreijähriger Wirksamkeit ward erWiB von dem Könige mit dem Titel eines Geheimraths in das Cabinet der auswär,tigen Angelegenheiten gerufen, wo er als Unterstaatssecretair die Leitung jenes De-partements erhielt. Vier neue Sendungen fallen in diesen Zeitraum seiner Gc?
1825 nach Petersburg bei der Thronbesteigung des Kaisers NW