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seines „Handbuches der Oryktognosie", in welchem alles damals Bekannte mit gro-ßer Vollständigkeit zu finden ist; K. Naumann behandelte in seinem „Lehrbuche derMineralogie" (Berlin 1828) die wichtigsten Speeles des Mineralreiches, und stellteihre gewöhnlichen Krystallformen in mehr als 500 Figuren dar; er dringt beson-ders mit auf gleichzeitige Berücksichtigung der chemischen neben den physischen undkrystallographischen Eigenschaften. Dasselbe that von Kobell in seiner „Charakte-ristik der Mineralien" (1. und 2. Theil, Nürnberg 1830 und 18.31), in welcherzwar das Chemische vorherrschend berücksichtigt ist, jedoch ohne Vernachlässigungdes Physischen und Krystallographischen; Haidinqer führte in seinen „Anfangs-gründen der Mineralogie" (Leipzig 1829) das Mohs'sche Mineralsystem in derCharakteristik vollständig aus. Mohs hat in seinen „Anfangsgründen der Natur-geschichte des Mineralreichs" (Wien 1831), die pkil^opllia imneraloxica zwarvon etwas einseitigem Gesichtspunkte, aber doch mit meisterhafter Consequenz undKlarheit bearbeitet, auch seine Krystallographie einigen Veränderungen unterwor-fen. Um die Kenntniß der Species nach den drei wichtigen Kategorien des Win-kelmaßes, des Gewichts und der Harte hat sich unstreitig in der letzten Zeit Breit-haupt das größte Verdienst erworben, da man wol ohne Übertreibung behauptenkann, daß noch kein Mineralog so viele und so sorgfältige Messungen und Wägun-gungen ausgeführt hat. Die Wissenschaft verdankt ihm viele Thatsachen, die größ-tenteils in der dritten Auflage seiner „Vollständigen Charakteristik des Mineral-systems" (Dresden 1833) enthalten sind und einen bleibenden Werth haben,welches Laos auch manche theoretischen Ansichten treffen mag. Außer den Vorge-nannten haben noch Gößel in Dresden, Glocker in Breslau, Walchner, Fischerin Wien, Hausmann in Göttingen mineralogische Lehrbücher herausgegeben.Von ausländischen Werken ist besonders die zweite, sehr bereicherte Auflagevon Beudant's „3/raite elementaire 6u minernln^ie" zu erwähnen. (19)
Minkwitz (Johannes von), sächsischer Staatsminister, Generalmajorund Generaladjutant des Königs, aus einer der ältesten Familien Sachsens, ge-boren 1787 zu Altenburg, wo sein Vater als Minister starb. Bis in sein 12.Jahr im väterlichen Hause erzogen, trat er, nachdem er im Hause des spä-ter als Direktor der Militair-Plankammer verstorbenen Majors Lehmann vor-bereitet worden, 1801 in das Cadettenhaus zu Dresden, wo er zu den talent-vollsten Zöglingen gehörte und von dem Commandanten des Instituts, Generalvon Christian!, ausgezeichnet ward. Im Sommer 1803 zum Offizier im Kui-rassierregiment von Zastrow befördert, nahm er 1800 an dem kurzen Feldzug dersächsischen Truppen Theil und kehrte nach der Schlacht von Jena, welcher er bei-wohnte, in feine Garnison zurück. Er erhielt 1807 den ehrenvollen Austrag, denKaiser Napoleon, bei dessen Rückkehr von Tilsit, eine Strecke Weges zu geleiten.Den größten Theil des Winters 1808 — 9 brachte sein Regiment, welches mitmehren andern nach Warschau beordert und dann nach Danzig verlegt wordenwar, aus der Nehrung zu. Während des Krieges von 1809 wurde die schwereReiterei, bei der M. sich befand, dem kleinen Corps des damaligen OberstenThielmann zugetheilt, und trat erst nach der Rückkehr des Königs Friedrich Au-gust aus Frankfurt am Main in ihre Garnison. Bei der Umgestaltung der sächsi-schen Armee 1810 machte der zum Befehlshaber einer Kuirassierbrigade beförderteGeneral Thielmann M., den er im Laufe des Feldzugs in Sachsen als einenausgezeichneten Offizier kennen gelernt, zu feinem Adjutanten, und nun trat derZeitpunkt ein, wo es dem wißbegierigen jungen Offizier gelang, sich im Umgangemit erfahrenen Männern zu einem höhern Berufe vorzubereiten. Das Jahr 1812rief auch ihn mit der, aus drei Reiterregimentern und einer Batterie reitender Artil-lerie bestehenden Brigade Thiclmann zu dem Feldzuge nach Rußland. Hier erwarbW Mj tzit nicht leicht z« trlWWde und stych schtyem zu hchstUptWde Zufrieden: