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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
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132
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132 Mineralogie

kräften so überlegen, daß er anfangs nur langsame Fortschritte machte, und die so-genannte Glaubensarmee mit Zuversicht auf ihren Sieg rechnete; als aber M.Alles zum entscheidenden Kampfe vorbereitet hatte, griff er sie am 29. Nov. 1822so ungestüm an, daß er sie in die Flucht schlug und über die Pyrenäen vertrieb. Erwurde 1823 Generallieutenant. Kriegsglück und Klugheit hatten ihm allgemeineAchtung erworben, und er war an der Spitze eines ansehnlichen Heers, als dieFranzosen in Spanien einrückten. Er entschloß sich, den ungleichen Kampf gegendie überlegene Macht zu wagen, die sich gegen Catalonien wendete, und machtedem Feinde jeden Schritt streitig. Als einige Regimenter aus Barcelona zu ihmgestoßen waren, belagerte er die Festung Seu d'Urgel, die im Febr. in seine Ge-walt fiel. Seine Thätigkeit und Entschlossenheit steigerte die Begeisterung der Ca-talonier, und neue Scharen verstärkten seinen Heerhaufen. Seit dem Apr. führteer den kleinen Krieg, worin er ein Meister war, mit entschiedenem Glück. An derSpitze von 5099 Mann wußte er durch geschickte Bewegungen auf jeden Punktzu gelangen, wo er den Franzosen Nachtheile zufügen konnte, und oft geschlagen,trat er immer nach seinen Niederlagen wieder hervor und griff an oder bedrohte dieFranzosen aus ihren schwachen Seiten. Von einer Krankheit genesen, die ihnmehre Monate zur Unthätigkeit zwang, machte er im Oct. 1823 einen Ausfallaus Barcelona, als er aber die im südlichen Spanien vorgefallenen Ereignisse er-fuhr, und sich überzeugt hatte, daß ein längerer Widerstand vergeblich sein würde,bot er dem Marschall Moncey die Übergabe der Stadt an. Er erhielt günstige Be-dingungen für sich und seine Anhänger, verließ Spanien an Bord eines fran-zösischen Schiffes, dessen Befehlshaber ihn mit großer Achtung behandelte, und erward in Plymouth und in London, wo er im Dec. 1823 ankam, mit hoher Aus-zeichnung ausgenommen. Seitdem lebte er in England und Frankreich. Nach derJuliusrevolution stellte er sich an die Spitze spanischer Flüchtlinge und ging überdie Pyrenäen. Zwietracht unter der constitutionnellen Partei schwächte seinen Ein-fluß so sehr, daß es ihm nicht möglich war, Einheit in sein Unternehmen zu brin-gen. Er wollte sich in die Gebirge werfen und einen langsamen Guerillakrieg füh-ren, während seine Anhänger den Kampf in offenem Felde zu beginnen beschlossen.Sie erlitten eine Niederlage und wurden nur durch M.'s geschickte Führung vongänzlicher Vernichtung gerettet. Er erreichte, von Allem entblößt, die französischeGrenze. Der Hauptgegenstand der Verfolgung, hatte er Beschwerden und Gefah-ren furchtbarsten Art erduldet. Als er mit seinen Gefährten den französischen Bo-den betreten hatte, wurden sie entwaffnet und in das Innere des Landes gebracht.Vergl. „Zeitgenossen", neue Reihe, Nr. XI.

Mineralogie. In der neuesten Zeit ist der Gegensatz, welcher sich imGebiete dieser Wissenschaft zwischen der sogenannten naturhistorischen und che-mischen 'Ansicht ausgebildet hatte, einerseits schroffer hervorgetreten, anderer-seits durch eine Art von Synthetismus ausgeglichen worden. Bei der außeror-dentlichen Bedeutsamkeit, welche die Krystallographie und Physik für das Studiumder Mineralspecies gewonnen haben, mußten freilich jene Machtsprüche chemischerEinseitigkeit verhallen, welche die Mineralogie nur für einen Anhang der Chemieerklärt hatten. Mögen nun auch ebenso jene alt-oryktognostischen Vorurtheile ver-schwinden, welche sich hier und da noch hartnäckig der Aufnahme der Chemie in dieWissenschaft widersetzen, oder doch ihren Resultaten höchstens nur einen Platz un-ter dem Trosse von nicht naturhistorischen Bemerkungen gestatten wollen, die manden Beschreibungen der Mineralspecies anzuhängen pflegt. Wenn man nämlich dieGründe für dieses Verfahren, wie solche noch neulich von dem Choragen der sogenann-ten naturhistorischen, d. h. antichemischen Schule mit großem Scharfsinne entwickelt !und verfochten wurden, in Bezug auf ihre Haltbarkeit prüft, so findet man in derThat, daß es nur Scheingründe sind, hervorgegangen aus einem, der Wissenschast