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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
131
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Mina (Francisco Espoz y — Lavier)

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Waltherrschaft gearbeitet hatte, und vergebens bemühte er sich, den König auf an-dere Gesinnungen zu bringen und ihn zur Berufung der Cortes zu bewegen. Erwurde durch den Einfluß der Partei, welche über den König herrschte, seiner Be-fehlshaberstelle entsetzt. Sein Nesse, -kavier, der 1814 aus der Gefangenschaftm Vincennes war befreit worden, kam zu ihm und schilderte ihm die Lage derDinge in der Hauptstadt. Sie sahen, daß der Zustand des Landes keine Hoff-nung ließ, und faßten den Entschluß, die durch die Cortes 1812 gegründete Ver-fassung wiederherzustellen. Lavier ging nach Pampeluna und Francisco sammelteseine Guerillas, die der neue Generalcapitain von Navarra aufgelöst hatte. Wah-rend Lavier und die Offiziere der Besatzung zu Pampeluna, die er für seinen küh-nen Entwurf gewonnen hatte, in der entscheidenden Nacht auf einer Schanze un-geduldig die Guerillas erwarteten, welche die Walle auf den angelegten Leiternersteigen sollten, rückte Francisco heran; aber er hatte, wie man ihm vorwirft,sich der Gesinnungen seiner Waffengefahrten nicht versichert und sogar das ge-wöhnliche Hülfsmittel versäumt, sie durch starke Getränke zu begeistern. Der ge-heimnißvolle nächtliche Kriegszug mitten im Frieden ward ihnen verdächtig, siemurrten, machten Halt und zerstreuten sich. Vergebens suchte M., der vorausge-ritten war, die Ordnung herzustellen und hatte kaum noch Zeit, die Unglücksbot-schaft nach der Festung zu senden. Während er selber Zuflucht jenseit der Pyre-näen suchte, entkam sein Nesse mit den verschworenen Offizieren aus Pampelunaund ging gleichfalls nach Frankreich, wo er verhaftet, aber bald wieder befreit undnach England eingeschifft wurde. Die englische Regierung gewährte ihm einenIahrgehalt und die Unterstützung mehrer Freiheitssreunde in England setzte ihnin Stand, sich nach Mexico einzuschiffen, um gegen die Spanier zu fechten. Alser im Nov. 1816 gelandet war, begann er den Kampf an der Spitze eines kleinenHaufens, den zwar bald Creolen undIndianer anschwellten, der aber nicht an Zuchtund Ausdauer zu gewöhnen war. Unter großen Beschwerden gelang es ihm nur durchÜberfälle, kleine Vortheile zu gewinnen, bis er endlich, von einem treulosen Freundeverrathen, in die Gewalt der Spanier fiel, die ihn im Nov. 1817 im Lager von LosRemedios erschossen*). Sein Oheim blieb indeß als Verbannter in Paris zurück, woer nicht lange nach seiner Ankunft durch einen Policeibeamten verhaftet wurde, dender spanische Gesandte zu dieser Widerrechtlichkeit verleitet hatte. Ludwig XVIII. ent-setzte den Beamten und gewährte M. ein Jahrgeld. M. war nicht undankbar. Erlehnte jede Verbindung mit Napoleon ab, als dieser von Elba zurückkehrte, verließFrankreick) und blieb bis zu des Königs Rückkehr in Gent. Ruhig lebte er in Frank-reich, als das spanische Heer in Cadiz die Fahne des Aufstandes erhob, und eilte als-bald heimlich nach Navarra, wo er schnell einen Haufen seiner Guerillas sammelte.An ihrer Spitze zog er gegen Pampeluna, als die Abgeordneten der Bewohner ihmmit der Nachricht entgegenkamen, daß die Stadt die Constitution angenommen.M. wurde 1821 zum Generalcapitain von Navarra ernannt, wo er aber bald durchstrenge militairische Verwaltung Widersacher gegen sich aufreizte, die seine Ab-setzung verlangten. Er erhielt als einen Beweis des Vertrauens der Machthaberden Oberbefehl in Galicien und herrschte auch hier mir Strenge, die er um somehr ausüben zu müssen glaubte, je größer die Schwierigkeiten waren, welche dieFreunde der alten Ordnung der Dinge ihm entgegensetzten. Er mußte endlich imDec. 182t seinen Gegnern weichen und ging in die Verbannung nach Siguenza.Nach dem Siege der Liberalen über die Absolutisten im Jul. 1822 wurde M.nach Madrid berufen und erhielt den Oberbefehl über den Heerhaufen, dcr gegendie Anhänger des Absolutismus in Catalonien ausgesendet wurde, die bereits eineRegentschaft in Seu d'Urgel eingesetzt hatten. Die Feinde waren seinen Streit-

*) S, RobilVon's ut tb« mexic-n» revoIulioiU

(London 1821).

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