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sionsadjutant der ersten Infanteriedivision beizuwohnen vermochte. Die Zeit desFriedens wurde von M. zur Ausbildung als Generalstabsofsizier benutzt, wobei dergeistreiche General von Varnbüler ihm Lehrer und Vorbild war. Von 1818—28rückte er allmalig bis zum Obersten im Generalstabe vor. Die schriftstellerische Lauf-bahn betrat M. mit seiner „Darstellung des Feldzugs der verbündetenArmee gegendie Russen" (2 Thle., Stuttgart 1823), ein Werk, das insbesondere hinsichtlich desAntheils des würtembergischen Corps von großem Interesse ist, da dem Verfasseraußergewöhnliche Ouellen zu Gebote standen. Seit mehren Jahren mit dem Vor-trage der Befestigungskunst in der Ossizierbildungsanstalt beauftragt, machte erseine „Vorlesungen über die Befestigungskunst in Verbindung mit dem Pionnier-und Pontonnierdienste" (2 Bde., Freiburg 1831) bekannt und ist gegenwartigmit der Ausarbeitung eines Lehrbuchs der Taktik zu dem gleichen Zwecke be-schäftigt. (40)
Millingen (James), zu London 1775 geboren, hat die Sylbe Vanvorseinem Namen stets weggelassen, die auf seine hollandische Abkunft hindeutele. Inder Schule zu Westminster erzogen, verlebte M. den spatern Theil seiner Jugendin Paris. Durch seinen Vater, einst Offizier in der hollandisch-ostindischen Com-pagnie, der auf seinen Reisen eine Sammlung von Merkwürdigkeiten aller Art zu-sammengebracht hatte, gewann der Sohn schon früh Neigung für die Denkmalerdes Alterthums, der er die Genüsse und Auszeichnungen seines Lebens verdankt.In der friedlichen Beschäftigung mit diesen Aeichen einer früher» Bildung und ei-nes nicht mehr bestehenden Glaubens fand er die Aufgabe seines Lebens, und ih-nen zu Liebe schlug er, seine ruhige Unabhängigkeit treu bewahrend, alle Staats-amter aus, zu welchen ihn sein Talent wol hätte berufen können. Neigung undnoch mehr seine stets schwächliche Gesundheit bestimmten ihn, die südlichen Län-der Europas zu besuchen, und seit Jahren ist er gewohnt, bald in Italien,bald in Frankreich oder in England abwechselnd seinen Aufenthalt zu nehmen.Als eines der zehn vom König ernannten Mitglieder der königlichen Literatm-gesellschaft zu London, als Mitglied der archäologischen Gesellschaft zu Rom,der herculanischen zu Neapel, der Alterthumsgesellschaften zu London und Paris,der Akademien zu Berlin und München ist er überall in Berührungen, ohne ir-gendwo gebunden zu sein. Dem klassischen Alterthume in seinem weitesten Um-fange waren bis jetzt seine Forschungen ausschließend gewidmet. Mit großemScharfsinne versteht er die Denkmäler zu erfassen, mit Gelehrsamkeit ihre Bezie-hungen und Einzelnheiten zu deuten und mit Eleganz und Klarheit seine Meinungauseinanderzusetzen. Die Reihe seiner europaisch gewordenen Schriften eröffneteein „Uecueil cke ineckailles Arecgues ineckites" (Rom 1812, 4.), dem schon imnächsten Jahre die „?eintures antigues ineckites cke vases grees" (Rom 1813,Fol., mit 63 Kupfern), später die „Ueintures antiyues Ue vases ^recs cke iacollectiou üe 8ir loün <3o^!nli" (Rom 1817, Fol., mit 52 Kupfern) folgten.Alle sind durch Auswahl, Ausführung und Erklärung classisch geworden. Einespäter begonnene Sammlung: ^neient ineckiteöi monuinents ok ^reeian art, ttomvarious coliections prineipal!) in <3reat Uritain" (2 Bde., London 1823, 4 ),unterscheidet sich durch erwogene Urtheile und sorgfältige Erklärung, die anspruch-los das Neue hervorhebt und gelehrt erläutert, vor manchen ähnlichen Unterneh-men. Gleiche Vorzüge hat man auch in seinen einzelnen Abhandlungen für diekönigliche Literaturgesellschaft zu London und in seinem neuesten Werke: „^ncieutcoins ok greek eitles anck icko^s" (London 1831), geehrt. Als sehr verdienstlichfür die neuere Münzgeschichte muß auch seine Fortsetzung der von A. L. Millin be-gonnenen „Histoire metallene cke la revolntion iran^aise" gepriesen werden. Sieerschien als „Ilistoire inetalligue cke Kapoleon" zu London 1818, wozu 1822noch ein Süpplementband kam. M. hat drei Söhne, von welchen zwei im Dienste