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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
115
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Miaulis 1^5

der Flotte zur Folge hatten. (S. Griechenland.) M. befand sich selbstnoch bei der Deputation, welche zu Anfange des Iul. abermals in Nauplia er-schien, um unter der Vermittelung der Residenten der verbündeten Mächte denPräsidenten zu einem versöhnenden Vergleiche zu bewegen. Seine Weigerunggalt den Hydrioten als Zeichen zum förmlichen Aufstande, bei welchen ihnen M.zum Führer diente. Schon am 30. Iul. besetzte er die im Hafen von Poros lie-genden Schiffe, bemächtigte sich dann der sie schützenden Befestigungswerke amUfer und gab fowol diese als jene am 13. Aug., als er, von allen Seiten bedrängt,in c-inem verzweifelten Augenblicke nur hierdurch die Rettung der Seinigen undden Sieg der guten Sache erkaufen zu können glaubte, der gewaltsamen Vernich-tung durch Feuer preis. M., der sich hierauf nach dem in Blockadezustand erklar-ten Hydra zurückgezogen hatte, wurde zwar zugleich mit Konduriotis und Mau-rokordatos durch das Obergericht zu Nauplia als Hochvcrrather in Anklagestandversetzt; affein da der Regierung die Mittel entgingen, sich seiner Person zu ver-sichern und überdies auch die öffentliche Stimmung sich mehr zu Gunsten der An-geklagten erklärte, so war der Proceß noch nicht einmal eingeleitet, als die Ermor-dung des Präsidenten am 9. Oct. den Dingen eine ganz unerwartete Wendunggab. Schon am 13. Oct. erschienen M., Fürst Maurokordatos und Tombasisunter der Gewähr von Frankreich und England als Abgeordnete der Oppositionauf Hydra zu Nauplia, um der provisorischen Regierungscommifsion zu erklären,daß die Hydrioten zu jeder Ausgleichung bereit seien, wenn man ihren billigen Fo-derungen nur einigermaßen Gerechtigkeit widerfahren lassen wolle. Welche Folgendie schnöde Zurückweisung dieses Anerbietens von Seilen des provisorischen Präsi-denten Augustin Kapodistrias hatte, ist bereits erzahlt worden. (S. Kapodi-strias.) Obgleich Hydra anfangs noch durch die Negierung zu Nauplia in Blo-ckadezustand erhalten wurde, so blieb es doch auch in fortwahrender Verbindungmit der neu organisi'rten Regierungscommifsion von Perachore, welche bereits imJan. 1832 M. zum Oberadmiral mit der Weisung ernannte, sechs Schisse aus-zurüsten und alle griechische Stationen im Archipel für die Zwecke der genanntenRegierung unter seine Befehle zu nehmen. In dieser Stellung erwarb er sich aber-mals durch schleunige Unterdrückung der in einigen Winkeln des Archipels wiederauflebenden Seeräuberei große Verdienste. Die Wahl des Prinzen Otto vonBaiern und die Flucht des provisorischen Präsidenten Augustin Kapodistrias imApr. gaben endlich der nationalen Partei den Sieg. Bei den nach dieser Zeit nochfortdauerreden Streitigkeiten der feindlich sich begegnenden Parteien sicherte sichM., welcher schon am 17. Apr. zugleich mit mehren andern Gliedern der altenOpposition von Hydra aus in Nauplia angekommen war, aufs Neue durch seineVermittelung das allgemeine Zutrauen, und als man nach der feierlichen Anerken-nung des Königs Otto in der zu Nauplia am 27. Iul. eröffneten Nationalver-sammlung darauf bedacht war, die Würdigsten aus ihrer Mitte zu wählen, umals Abgeordnete der Nation dem jungen Könige vorläufig die Huldigung darzu-bringen, ward M. zugleich mit zwei andern Helden des Freiheitskampfes, KostaBozzaris und Demetrios Plaputas, einstimmig zu dieser Ehrenbotfchaft ernannt.Am 20. Sept. traf die Deputation zu Triest und am 13. Oct. zu München ein,überreichte bereits am 15. in feierlicher Audienz die von der Nationalversammlungan König Ludwig und König Otto gerichteten Dankadressen, leistete hierauf sogleichim Namen der Nation den Eid der Treue und verweilte überhaupt, durch Fest-lichkeiten und Ehrenbezeigungen aller Art ausgezeichnet, bis zum 8. Dec. in Mün-chen. Ihre Rückkehr beschleunigte sie jedoch so sehr, daß sie schon am 6. Febr.1833, ebenfalls im Namen der Nation, am heimischen Gestade den jungen Mo-narchen empfangen konnte, dessen Regentschaft den alten M. vielleicht als eine derkraftigsten Stützen des neu begründeten Throns zu schätzen wissen wird, obgleich er,