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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
111
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Miaulis III

in jenen Gewässern doppelt zu erheischen schienen. Leider kam er aber erst nach derKatastrophe dieser unglücklichen Insel an, und so beschrankte sich hier seine ganzeThätigkeit auf einige unbedeutendere Gefechte, welche der völligen Zerstörung derfeindlichen Flotte durch Kanaris vorhergingen, und die Rettung einiger hundertChioten, die der allgemeinen Niederlage entgangen waren. Desto glänzender warder Sieg, den er am 20. Sept. über die nach Nauplia bestimmte feindliche Flottein dem Kanal von Spezzia erfocht, und welcher den Rückzug des Kapudan Paschaaus dem Golfvon Argos zur Folge hatte, wobei dieser von den Hydrioten bis inden Hafen von Suda verfolgt wurde. Von hier begab sich M. mit einer Abthei-lung seines Geschwaders nach der kleinen Insel Samothrake, um einige Mönche,welche sich mit einem angeblich von Kanstanti' dem Großen einem Nonnenklosterzu Konstantinopel geschenkten, spater nach dem Berge Athos gebrachten Kreuzehierher geflüchtet hatten, zugleich mit dieser Reliquie nach Hydra in Sicherheit zubringen, wo er den Winter verlebte.

M. wurde 1823 abermals zum Befehlshaber der gestimmten Flotte ernannt,und obgleich er weniger Gelegenheit fand, seine Talente in entscheidenden Seege-fechten zu zeigen, so wußte er doch durch geschickte Vertheilung der ihm zu Gebotestehenden Streitkräfte, die sich etwa auf 80 wohlbemannte Fahrzeuge beliefen, derfeindlichen Seemacht fortwährend große Hindernisse in den Weg zu legen. UnterAnderm machte er selbst im Sept. einen glücklichen Streifzug gegen die in dem Ha-fen von Olivaro auf Mitylene unter dem Kapudan Pascha Khoreb liegende Flotte,schlug eine Abtheilung derselben, welche, von Brandern verfolgt, nach dem Golfvon Volo geflüchtet war, in der Nähe des Berges Athos, nahm kurz darauf einigevon Salonichi abgeschickte Transportschisse weg und nöthigte endlich durch seineBrander die schon sehr geschwächte Flotte zur Flucht nach den Dardanellen. Mitgleichem Erfolge trat er im nächsten Jahre, in Gemeinschaft mit dem gewandtenund unerschrockenen Sachturis, dem neuen Kapudan Pascha Kosrew entgegen, des-sen Absichten auf das noch verschont gebliebene Samos durch mehre siegreiche Ge-sichte in der Nähe dieser Insel während des Aug. und Sept. völlig vereitelt wur-den. Fliehend hatte sich Kosrew Pascha mit den Resten seines Geschwaders nachdem Hafen von Stanko auf der Insel Kos gerettet, wo damals bereits die ägyp-tische Flotte unter Ibrahim Pascha lag. Selbst die so vereinten Flotten, obgleichsie 263 Segel und darunter 133 Kriegsschisse zählten, griff M. am 9. Sept. mitseinem kleinen Geschwader von 26 Fahrzeugen nicht ohne Erfolg an, schlug sie am17. Sept. bei einem abermaligen Versuche gegen Samos mit Verlust nach Stankozurück und verursachte ihnen, als sie eben in Begriff waren, nach Morea zu segeln,am 8. Nov. in der Nähe von Spina Longa auf Jandia einen so bedeutenden Ver-lust, daß sie ihr Vorhaben aufgeben mußten und zum Theil bei Kandia liegenblieben, zum Theil nach Alexandrien zurückkehrten, wahrend M. bei der kleinenInsel Kaxo eine Stellung einnahm, von wo aus er die fernem Bewegungen desFeindes beobachten konnte. Im Febr. 1825 gelang es jedoch Ibrahim Pascha vonSuda aus in Morea zu landen, ehe es M. zu verhindern vermochte, und auch beimehren kleinen Gefechten, die hieraus zwischen dem ägyptischen und dem griechi-schen Geschwader auf offener See stattfanden, blieben die Griechen fast immer imNachtheile, bis M-, von Kanaris unterstützt, den Entschluß faßte, die oft mitGlück ausgeschickten Brander auch gegen die in dem Hafen von Modon ruhig vorAnker liegende Flotte des Feindes zu versuchen. Der Plan ward am 12. MaiAbends ausgeführt und gelang vollkommen. Mit 28 Schissen näherte sich M.dem Hafen, rückte dann mit sechs Brandern vor und zündete selbst die große Fre-gatte Asi'a von 44 Kanonen an, während die übrigenBrander mehre andere Schisseerreichten. Das Feuer, von dem Winde nach der Landseite getrieben, griff mitunglaublicher Schnelligkeit um sich, vernichtete in kurzer Zeit zwei Fregatten, zwei