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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
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Beifall. Ihre Eigenthümlichkeit besteht in einer bewundernswürdigen Wahrheitder Farbengebung und einer besondern Kunst, Einzelheiten auszuführen und miteiner Anmuth zu schildern, die fast an Tieck's Weife erinnert, womit M. oft eineecht dramatische Wirkung verbindet. Seine Werke sind sämmtlich in Prosa ge-schrieben, aber in einer ungemein harmonischen und gebildeten, dabei aber ein-fachen und von aller Ziererei entfernten Prosa. Sein Styl ist ihm ganz eigenthüm-lich und die Nachahmer, die er gefunden hat, waren unglücklich in ihren Ver-suchen. Nach der Juliusrevolution wurde M. Secretair des Grafen von Argoutund seine amtlichen Arbeiten haben ihn seitdem von der literarischen Lausbahnabgezogen.

Merk (Joseph), Hofgerichtsrath zu Freiburg im Breisgau, geboren zu Do-naueschingen am 21. Dec. 1780, ist der Sohn des ehemaligen fürstlich fürstenbergi-schen Hofraths Peregrin M., der sich um die Geschichte des Hauses Fürstenberg durchreiche Sammlung von Quellen und Urkunden verdient gemacht hat. Durch einesorgfaltige häusliche Erziehung und den Besuch des Gymnasiums zu Donaueschingenvorbereitet, bezog M. die Universität Freiburg, um Rechtswissenschaft zu studiren,und widmete sich nach vollendeten Studien, 1803, in seiner Vaterstadt dem Sach-walterberuf; doch vertauschte er denselben bald mit dem Staatsdienst, indem er1806 als Amtsschreiber in Stühlingen angestellt wurde, kam dann 1812 alsAmtmann nach Hüsingen und wurde 1814 in gleicher Eigenschaft abermals nachStühlingen berufen. Seine geschwächte Gesundheit, welche hauptsächlich inFolge der Anstrengungen in den Kriegsjahren von 1813— 15, während derener die Geschäfte des Kriegscommissariats in seinem Bezirke versah, gelitten hatte,nöthigte ihn 1822 zur Wiederherstellung derselben auf unbestimmte Zeit Urlaub zunehmen. Während dieses Urlaubs nahm M. seinen Aufenthalt in Freiburg, woer unter dem Einfluß einer wohlthätigen Muße und eines mildern Klimas sich all-mälig erholte, sodaß er schon 1825 wieder in Wirksamkeit treten konnte und alsRath in das dortige Hofgericht berufen wurde. In der so viele geistige Notabili-täten einschließenden Universitätsstadt fand M. ansprechende Verhältnisse, trat innähere Verbindung mit Rotteck, Münch und dem Alterthumsforscher Leichtlen,und constituirte mit diesen die freiburger historische Gesellschaft, zu deren Arbeitener Beiträge aus der vaterländischen Geschichte lieferte. Ebenso nahm er späterAntheil an dem von Duttlinger und Andern gegründeten „Archiv für Rechtspflegeund Gesetzgebung im Großherzogthum Baden", bei welchem er jetzt noch als Mit-arbeiter thätig ist. Als die Wahlen zum Landtag von 1831, großer Erwartungenund Hoffnungen voll, das badische Volk in Bewegung setzten, konnte ein Mannwie M. nicht ungesucht bleiben. Das Vertrauen, welches er sich schon als Be-amter durch erklärte Anhänglichkeit an die Verfassung und einen in keiner Lageverleugneten Freimuth erworben hatte, gab ihm Beruf zum Volksvertreter, undso wurde er von dem Wahlbezirk, wozu das Amt Stühlmgen, sein früherer Wir-kungskreis, gehörte, zum Abgeordneten in die Ständeversammlung erwählt. Zumersten Mal Deputirter Und kaum eingetreten in die parlamentarische Laufbahn,zeichnete sich M. bald in den vordersten Reihen der Opposition aus, indem er über-all für scharfe und consequente Durchführung echt liberaler Grundsätze in dieSchranken trat, und in diesem Sinn, mir unerschütterlicher Charakterfestigkeitund vorzugsweise die praktische Richtung niemals aus den Augen lassend, an allenden großartigen und inhaltschweren Discussionen des Landtags wirksamen Antheilnahm. Unter seinen Motionen ist die über Tragung und Ausgleichung von Kriegs-lasten, auf das Princip gleicher Theilnahme aller Staatsbürger nach Verhaltnißdes Vermögens gegründet, und der wiewol nicht durch beide Kammern durchge-drungene Antrag auf Leistung des Verfassungseides durch das Militair, bemerkens-wert!). Bei den Discussionen über Gegenstände von höherer Bedeutung sah man