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fallenden Mängel der obersten Leitung, die Verlassung Tirols, die nach derSchlacht von Raab auf die gesammte ungarische Nation geschleuderte Schmach,blieben nicht ohne tiefen Eindruck auf des Jünglings heldenmüthige Feuersecle.Auf dem Landtage von 1811 in Beziehung auf des Grafen Wallis Finanz-maßregeln stand M. mit allen Edeln Ungarns in der Opposition und daher langein entschiedener Ungnade. Auf dem Landtage von 1825, bei der Krönung derKaiserin, nahm M. wieder auf so würdige Weise das Wort in der Magnatenkam-mer, daß man es für nothwendig hielt, ihn sowie einen Bartal, Beszeredy, Ragalt), ,Nagy u.A. zu gewinnen, und sich dagegen der Namen Eötvös, Ignatz Almassy, Mar-cus, Szvetits u. A. nach langem Widerstande zu entledigen. M. diente seither mirder überall bewahrten Unerschrockenheit, Klugheit und Vaterlandsliebe, zumal indem Aufstande wegen der Cholera im Jul. 1831 in Pesth. Auch als Sammler,als Kritiker und Geschichtsforscher hat M. ungemeines, immer mehr anerkanntesVerdienst. Seine vieljährige Verbindung mitHormayr ist für die Geschichte, sowiejene mit dem Grafen Hugo Salm für Technologie und rationnelle Landwirthschastvon den größten Folgen gewesen. Kein gemeinnütziges Unternehmen in Ungarn,das sich nicht M.'s eifrigster Mitwirkung zu erfreuen hätte. Seine Urkunden-sammlung gehört zu den reichhaltigsten in Ungarn. (17)
Meinecke (Johann Albert Friedrich August), Director des joachims-thalschen Gymnasiums in Berlin, der Sohn des durch verschiedene philologischeSchriften nicht unbekannten Directors der Schule zu Osterode, ward 1791 zuSoest geboren. Seine gelehrte Bildung erhielt er auf der Landesschule Pforte, woer 1805 aufgenommen wurde und sich schon früh durch seine Leichtigkeit imAuffassen sowie späterhin durch seine gründlichen philologischen Kenntnisse aus-zeichnete. Mit den besten Empfehlungen versehen, bezog er die Universität Leip-zig, wo Hermann's Vorlesungen und Gespräche seinen Eifer für die elastische Lite-ratur nur in einem noch höhern Grade steigerten. Er ward bald einer der nam-haftesten unter den jüngern Philologen Leipzigs und lebte im engen Vereine mitden besten Schülern Hermann's aus jener Zeit, besonders mit Reisig. Mit ihmverband er sich auch zur Herausgabe von Tenophon's „Oeconomicus" (Leipzig1812), wo Reisig unter dem Namen 0lui1elmi'.8 Xusterus auftrat und beideFreunde sich unter Lachen und Scherzen in die Bearbeitung des Stoffes getheilthatten. Die Kühnheit der jungen Manner blieb nicht ohne vielfache Rüge: aberes muß erinnert werden, daß keine Überredung oder besonnene Überlegung zu diesemAngrisse auf J. G. Schneider die Veranlassung gegeben habe, sondern, wie Reisigselbst erzählte (vgl. das Jntelligenzblatt zur „Allgemeinen Literaturzeitung", 1832,Nr. 6), nur ein momentaner Einfall. M. folgte bald darauf einem Rufe an dasdamals bestehende Conradinum zu Jenkau, wurd-e dann Professor der lateinischenund griechischen Literatur am Athenäum zu Danzig und trat endlich als Directoran die Spitze dieser Anstalt (1321), die ihm ihre neue Organisation und ihrneues Leben verdankt. Namentlich betrieb er das Privarftudium der griechischenund lateinischen Classi'ker und der von ihm, nach dem Muster der Fürstenschulenentworfene Plan fand bei dem Ministerium zu Berlin so vielen Beifall, daß dasselbediesen Plan im Jahre 1824 allen Gymnasien zur Nachachtung empfahl. Einigeöffentliche Gegenerklärungen, welche erfolgten, konnten wol nur aus Misverständ-niß des Einzelnen, nicht der ganzen wohlgemeinten Tendenz oder der löblichenSache selbst, hervorgehen. Auch als Schriftsteller war M. in Danzig thätig.Von ihm erschienen: „(lomrnentÄtioniim miscellÄneilriiiu ütsciculus primus"(Danzig 1822, 4.); ferner: „De Luzibarionis (Aalcillensis vitir et scrchtis"(Danzig 1823) und sein Hauptwerk: ,MenÄiitIri et ^iiile-nonis reli^uine" (Ber-lin 1823), welches er schon 1818 durch eine kleine Gelegenheitschrift angekündigthatte. Diese Ausgabe der Fragmente Menander's ist durch eine Fülle von Ge-